
- Noch ein paar Tage herrlicher Sommer - Andreas Hermsdorf/Pixelio
Ganz Deutschland und große Teile Mitteleuropas liegen zur Zeit unter massivem Hochdruckeinfluss. Kaum einer hat etwas bemerkt, aber am 27. September hat das Hochdruckgebiet Sepideh vom Hoch Renee die Gestaltung unseres Wetters übernommen.
Nur im äußersten Osten unseres Landes konnten sich bei dem Wachwechsel zwischen beiden Hochs kalte Winde mit kräftigen Schauern dazwischen schieben, die aber am Nachmittag wieder in Richtung Südost abzogen. Diese kräftigen Schauer brachten in Gewitternähe Niederschläge von 15 Litern pro Quadratmeter in Thyrow südlich von Berlin, von 11 Litern pro Quadratmeter in Harzgerode in Sachsen-Anhalt und 10 Litern pro Quadratmeter in Dederstedt/Thüringen. Im übrigen Deutschland war von dieser nassen und gewittrigen Kaltluftfront überhaupt nicht zu spüren und es blieb warm.
Ein Altweibersommer wie im Bilderbuch
Vor allen Dingen im Südwesten Deutschlands setzte sich der wunderschöne Altweibersommer des Jahres 2011 nahtlos mit den wärmsten Temperaturen fort, aber das übrige Deutschland erreichte nur ein oder zwei Grad weniger. Es war im Südwesten wieder ein Sommertag, der bei der Wetterkunde der Meteorologen ab 25 Grad als solcher gewertet wird. Eine Reihe von Wetterstationen an Mosel, Rhein, Main und Neckar meldeten 27 Grad als Höchstwert der gemessenen Temperaturen. Den Spitzenplatz aber belegte wie schon vor wenigen Tagen wieder Bad Mergentheim im Nordosten von Baden-Württemberg mit offiziell gemessenen 28 Grad.
Aber auch Regen in Europa
Während wir in Deutschland einen ausgiebigen Altweibersommer mit herrlichen Temperaturen und viel Sonne genießen können, gab es in anderen Regionen Europas kräftige Niederschläge im Norden von Skandinavien und in Schottland regnete es teilweise länger anhaltend. Dort fielen innerhalb von 12 Stunden bis 25 Liter pro Quadratmeter Regen. Die heftigsten Niederschläge aber traten am Dienstag in Sizilien auf. Süditalien und ganz besonders litten durch ein Tief in den höheren Lagen. Innerhalb von 24 Stunden gab es in Gela an der Südküste von Sizilien 65 und in Catania sogar 86 Liter Regen auf den Quadratmeter.
Noch bleibt der Altweibersommer – aber langsam wird es herbstlich
Unser alle Tiefausläufer abwehrendes Hochdruckgebiet Sepideh bleibt uns bis mindestens 2. Oktober mit seinen Sommertemperaturen noch erhalten. Aber jeden Tag wird sich der Nebel länger gegenüber der Sonne behaupten können. Damit wird es nicht mehr so warm. Am 3. Oktober wird wohl im äußersten Norden bereits stärkere Bewölkung aufziehen, der Wind wird auffrischen und die Temperaturen werden sinken. Regen dürfte aber kaum fallen.
Am 4. Oktober dürfte ein größerer Teil Deutschlands einen abgespeckten Altweiber-Sommertag genießen können, während auf den Westen und Nordwesten schon Tiefausläufer übergreifen, die Abkühlung und Regen bringen. Spätestens Mittwoch ist dann für ganz Deutschland der Altweibersommer vorbei, denn überall setzt sich unbeständiges und deutlich kühleres Wetter durch.
Quelle: Deutscher Wetterdienst
Bildnachweis: © Andreas Hermsdorf/Pixelio
