
- GSM-UMTS-Handy-Test: Nokia C5 mit GPS - Nokia Deutschland
Zwei Smartphones von Nokia wurden Testsieger im September-Heft 2010 bei Stiftung Warentest, zwei Mobiltelefone von Nokia belegten mit Test-Qualitätsurteil gut (2,3) Platz zwei bei den Multimedia-Handys: Nokia X3 und Nokia C5. Während Nokia im März das C5 als Smartphone bezeichnet, wurde es von den Warentestern unter den Multimedia-Handys eingeordnet. Gegenüber den Handy-Testsiegern Samsung Corby S3650 und Samsung S5620 hat es allerdings keinen Touchscreen, auch eine QWERTZ-Tastatur fehlt.
Nokia C5 – Monoblock-Handy im Edelstahl-Gehäuse
Im klassischen Edelstahl-Design steckt die Mobilfunk-Technik des knapp 90 Gramm schweren Monoblock-Handys, wobei das befriedigende QVGA-Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel ins Auge fallen soll (QVGA: Quarter Video Graphics Array). Hier können mit dem pdf-Reader Dokumente gelesen werden, oder mit der guten Tastatur und automatischer Texterkennung E-Mails und SMS-Nachrichten verfasst werden. Natürlich zeigt die S60-Benutzeroberfläche dem Benutzer auch an, in welchem Mobilfunknetz man sich gerade befindet.
GSM-Quadband-Handy mit EDGE, GPRS und GPS
Zusätzlich zeigt der integrierte gute GPS-Empfänger mit Ovi-Maps an, wo man sich gerade befindet. Dies ist nützlich, wenn man mit dem Nokia C5 viel herum kommen möchte, da man das GSM-Quadband-Handy international einsetzen kann. Egal ob Amerika, Asien, Australien oder Europa, das Handy unterstützt mit einer befriedigenden Sprachqualität die internationalen GSM-Netze mit den Frequenzen von 850, 900, 1800 und 1900 MHz (GSM (2G): Global System for Mobile Communication). Ist man in ein gut ausgebautes GSM-Mobilfunknetz hinein gekommen, gibt es via EDGE- und GPRS -Protokoll auch einen ansehnlichen Datentransfer. (EDGE: Enhanced Data Rates for GSM Evolution; GPRS: General Packet Radio Service).
Der Internet-Browser braust im UMTS-Netz mit HSDPA und HSUPA durch das Internet
Gegenüber dem Samsung S5620 unterstützt das Nokia C5 allerdings keine WLAN-Schnittstelle. Der Internet-Browser kann aber auch im UMTS-Funknetz zügig durch das Internet brausen, für einen schnellen Datentransfer sorgt zum einen das HSDPA-Protokoll mit bis zu 10,2 MBit pro Sekunde (MBit/s) beim Download, zum anderen HSUPA mit 2 MBit/s beim Upload (UMTS (3G): Universal Mobile Telecommunications System; HSDPA (3G+), High-Speed Downlink Packet Access; HSUPA: High-Speed Uplink Packet Access). Auch die Bluetooth 2.0-Schnittstelle für den Anschluss von Headsets und anderen Peripherie-Geräten ist mit EDR für erhöhte Datenströme ausgelegt (EDR: Enhanced Data Rate). Ein Datenaustausch mit dem Computer ist auch über den Micro-USB-Anschluss mit USB 2.0 Hi-Speed möglich.
Die Kamera mit 3,2 Megapixel und der MP3-MP4-Player sind befriedigend
Der vierfache Digitalzoom der befriedigenden Digitalkamera mit 3,2 Megapixel generiert allerdings keine erhöhten Lichtströme, möchte man Bilder mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 erhellen, sollte man besser das LED-Blitzlicht einschalten. Video-Aufnahmen gelingen im VGA-Format von 640 x 480 Pixel mit 15 Bildern pro Sekunde (FPS: Frames Per Second), Videoanrufe gelingen dagegen mit der Zweitkamera mit 176 x 144 Pixel. Der befriedigende MP3-Musik-Player und das UKW-Stereo-Radio mit RDS wurden gegenüber dem Nokia X3 schwächer bewertet, insbesondere der Ohrhörer. Als Video-Formate werden 3GPP, AVI, H.263, H.264 und MP-4 unterstützt, als Audio-Formate AAC, eAAC, MP3 und WMA.
Nokia C5 – Preis, microSD-Speicherkarten und Akku
Beide Nokia-Modelle zeigten im Test eine gute Akku-Leistung, mit dem C5 kann man im UMTS- und GSM-Netz etwa vier bis zehn Stunden lang Telefonanrufe tätigen, oder über einen ganzen Tag dem MP3-Player lauschen. Das Handy wird mit dem Betriebssystem Symbian 9.3 und einem internen 50 Mega-Byte Speicher ausgeliefert. Die externe microSD-Speicherkarte hat eine Speicherkapazität von 2 Giga-Byte (GB) und kann auf 16 GB erweitert werden. Das Nokia C5 kostet am 4. September 2010 ohne Vertrag im Internethandel zwischen 130 und 180 Euro.
Weitere Informationen
Den Handy-Test "Nokia knapp vorn" finden Sie in der September-Ausgabe 2010 der Verbraucher-Zeitschrift "test" auf Seite 36. Der Testbericht oder die gesamte Zeitschrift kann im Online-Angebot der Stiftung Warentest auch gegen eine Gebühr als pdf-Dokument herunter laden.
