Noni, die Frucht des Maulbeerbaums

Morinda citrifolia und ihre pharmakologischen Wirkungen

Noni, auch Nonu oder Nono genannt, wächst im indo-pazifischen Raum und soll über große Heilkräfte verfügen. In Europa ist sie bislang nur wenigen bekannt.

Noni ist die Frucht des Indischen Maulbeerbaums und dem Botaniker unter dem Namen „Morinda citrifolia“ bekannt. Sie gehört damit zur Gattung der Morindapflanzen, von denen zwar 80 Arten bekannt sind, aber nur ein Viertel wissenschaftlich untersucht wurde. Noni, im Volksmund auch Nonu oder Nono genannt, wächst im gesamten indo-pazifischen Raum zwischen Afrika, Indien, Südostasien und auch in Mittelamerika. Bereits vor 2000 Jahren waren den Eingeborenen die heilenden Kräfte dieser immunstärkenden Pflanze bekannt. Auch Joseph Banks, der Botaniker, der James Cook 1769 auf seinen Reisen begleitet hatte, berichtete von dieser Pflanze. Dennoch fand sie in Europa bislang wenig Beachtung.

100 Vitalstoffe in einer Frucht

Das hat sich in den letzten Jahren, in denen die westliche Schulmedizin auf ihre Grenzen stieß, geändert. Amerikanische und japanische Labore untersuchten die legendären Wirkungen dieser geschmacklich eher abstoßenden Pflanze – ihr Saft erinnert in Farbe und Geruch an alten Käse. Die Wissenschaftler fanden über 100 Vitalstoffe wie Vitamine, Aminosäuren, Fermente, Spurenelemente, Mineralstoffe und Enzyme in Noni. Es handelt sich dabei unter vielem anderem um die Vitamine A, B, C, E und K, die Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Magnesium, Selen, Natrium, Eisen und Kupfer, um Enzyme und um ungesättigte Fettsäuren.

All diese Vitalstoffe stärken das Immunsystem und helfen so dem Körper, sich selbst zu heilen. Sie gleichen in ihrer Wirkweise wie die einzelnen Mitglieder eines Orchesters: jedes Instrument spielt hierbei eine mehr oder große Rolle, zusammen erst ergibt sich Klangerlebnis.

Wie ein Almanach der Schulmedizin

In allen Kulturen Südostasiens gibt es Überlieferungen und Aufzeichnungen, die beschreiben, bei welchen Krankheiten Noni erfolgreich eingesetzt wurde. Die Liste aller Beschwerden, die durch Noni gebessert oder gar geheilt werden können, liest sich wie ein Almanach der Schulmedizin. „Morinda Citrifolia“ wird weltweit als Medizin gegen Fieber, Schmerzen, infektiöse und allergische Erkrankungen der Atemwege (u.a. Tuberkulose) sowie des Darmes (Ruhr) eingesetzt. Noni hilft bei Verdauungsbeschwerden, Allergien, Arthrose, Arthritis und Rheuma, Herzkrankheiten und zu hohem Blutdruck, Diabetes, bei Frauen- als auch bei Männerleiden, bei Verwundungen, Brüchen, Quetschungen und Stauchungen. Es wird zur Blutstillung, als Antiseptikum und zur Haut- und Haarpflege eingesetzt.

Studien

Zwischen 1992 und 1995 wurden auf jedem Kongress der Amerikanischen Vereinigung für Krebsforschung sogar Berichte vorgetragen, die von der Heilwirkung Nonis bei Krebserkrankungen sprachen. Eine Studie der Universität Metz in Frankreich berichtete von der extrem schmerzstillenden Wirkung Nonis, die einem Morphiumsulfat gleicht, ohne jedoch süchtig zu machen. 1955 bewies eine Studie in Vietnam die blutdrucksenkenden Eigenschaften der energiespendenden Pflanze. Eine Gruppe japanischer Wissenschaftler isolierte einen Wirkstoff, der die zellzerstörenden Wirkungen des HIV-Virus hemmt. In einer Diplomarbeit an der Universität in Hawai wurde aufgezeigt, wie Noni Serotonin im Organismus bindet. So kann bei Depressionen und Migräne geholfen werden. Alle diese Berichte ergeben das Bild einer als Medizin universell einsetzbaren Pflanze.

Wer sich die Mühe macht, im Internet nach Noni zu suchen, wird zahlreiche Berichte aus aller Welt finden. Betroffene beweisen hier mit ihren Berichten das riesige Einsatzspektrum von Noni. Besonders ergreifend sind die Fälle, in denen Noni bei Krebserkrankungen half und die Beschwerden von AIDS-Kranken linderte.

Nebenwirkungen sind aus den bisher vorliegenden Berichten nicht bekannt. Von über 8000 Noni-Nutzern berichteten weniger als fünf Prozent über leichte Blähungen, Aufstoßen oder einen Hautausschlag. Nachdem die Dosis reduziert wurde, verschwanden diese Beschwerden sofort. Umgekehrt scheint Noni jedoch in vielen Fällen die Nebenwirkungen anderer Medikamente zu verringern, entweder in dem die Wirkstoffe besser resorbiert werden oder dadurch, dass die Dosis durch Noni verringert werden kann.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

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Brigitte van Hattem, www.starphotografie.de

Brigitte van Hattem - Mein Name ist Brigitte van Hattem. Ich bin Medizinjournalistin, Fernsehredakteurin, Autorin und Texterin und betreibe ein medizinisches ...

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