Es sieht noch immer etwas merkwürdig aus: Man spaziert durch den Wald und plötzlich kommen einem sportliche Menschen mit Skistöcken entgegen. Obwohl gar kein Schnee liegt. Und diese Menschen sind trotzdem gut gelaunt.
Es liegt natürlich auf der Hand, dass es sich hier nicht um eine Horde Verrückter handelt, die einfach so tun, als läge Schnee, sondern dass es sich um Sportler handelt, die Nordic Walking betreiben, um fit zu bleiben. Vor mehr als zehn Jahren bereits schwappte die Welle aus Skandinavien auch nach Deutschland rüber, weil sich die Vorzüge der Sportart auch für den Breitensport herumgesprochen hatten. Exoten sind die Nordic Walker allerdings noch immer. Und sie brauchen ein dickes Fell. Spötteleien und Hohn müssen sie von anderen Sportlern stoisch über sich ergehen lassen. Stockgänger werden sie genannt, und das ist oft nicht nett gemeint. Aber die Walker ertragen diesen Spott mit dem Wissen, dass sie sich vielleicht lächerlich machen, aber das sie auch beim Marsch durch das Gelände einiges für ihre Gesundheit tun.
Nordic Walking ist ein optimales Ausdauertraining
War Nordic Walking ursprünglich als Sommertraining für die Spitzenathleten angelegt, so hat es sich mittlerweile auch bei uns als Fitness- und Gesundheitssportart etabliert. Ja, es ist schon fast ein Massenphänomen.
Die Vorzüge dieser Sportart liegen auf der Hand. Nordic Walking kann von jedem in jedem Alter relativ leicht erlernt werden, es schont die Gelenke und wirkt sich – regelmäßig ausgeübt – positiv auf die Gesundheit aus. Zudem braucht man zum Ausüben des Sports lediglich eine vernünftige Ausrüstung und schöne Strecken. Es lässt sich genauso gut allein oder in einer Gruppe ausüben, beides hat seine Vorzüge. Und Nordic Walking ist als Ganzkörpertraining zu jeder Jahreszeit möglich
Aber, so einfach es auch aussieht, mit Stöcken durch die Gegend zu laufen, die Lauf- und Stockeinsatztechnik beim Nordic Walking will erlernt sein. Dafür gibt es genügend Profis, die sich darum gerne kümmern – Noric-Walking-Instruktoren oder -Trainer. Zugegeben, es ein solches professionell begleitetes Üben kostet etwas Geld, aber der Einsatz lohnt sich. Der Profi erklärt neben der richtigen Technik auch ganz genau den Trainingsaufbau, damit das Herz-Kreislaufsystem optimal trainiert werden und so der Gesundheit dienlich sein kann. Die richtige Technik zu lernen ist wichtig, um Überbelastungen des Muskel- und Gelenkapparates zu verhindern. Bei falscher Technik kommt es nämlich nicht selten zu schmerzhaften Verspannungen bis hin zu langfristigen Schäden.
Die Ausrüstung beim Nordic Walking
Für Nordic Walking braucht es nicht viel an Ausrüstung: die richtigen Stöcke, vernünftige Schuhe und bequeme Kleidung.
- Stöcke: Viele Anbieter haben auch Nordic Walking-Stöcke im Sortiment, und die meisten sind recht brauchbar. Durch einen hohen Carbon-Anteil oder einer Carbon-Glasfasermischung sind die Stöcke schön leicht und - wichtig - dämpft Schwingungen, die ansonsten zu schmerzhaften Muskelverspannungen und schmerzender Schulter- und Nackenpartie führen können. Daher sind die Sportgeräte der Discounter nicht unbedingt zu empfehlen.Stöcke können in festen Größen (von 100 cm - 140 cm) oder verstellbar erworben werden und haben immer auch Gummipads, die über die Spitze gestülpt sind. Bei den Handschlaufen ist ein ausklickbares System von Vorteil. Ein guter Stock ist ab 50 Euro zu haben.
- Schuhe: Der Handel bietet auch Schuhe an, die speziell für diese Sportart entwickelt wurden. Sie sind einem Laufschuh sehr ähnlich, unterstützen aber das Abrollen des Fußes. Auch mit falschem Schuhwerk können gesundheitliche Schäden provoziert werden. Deshalb ist es ratsam, Schuhe, ob Walking-, Trekking- oder Laufschuh im Fachhandel mit Beratung zu erwerben.
- Kleidung: Für Nordic Walking ist keine spezielle Kleidung nötig. Witterungsgerecht und bequem sollte sie sein. Angenehm ist atmungsaktive Fuktionsbekleidung.
Informationen zu der Sportart und wo sie wohnortnah ausgeübt werden kann, gibt es beim Sportverein vor Ort.
Weitere Infos auch bei: www.nordic-walking-online.de
