
- Fatso und wovon träumst du?, DVD-Cover, Norwegen - Amazon
Der englische Begriff "Fatso" ist die herabsetzende Bezeichnung für eine übergewichtige Person und der Titel der norwegischen Komödie (2008) von Filmregisseur Arild Fröhlich („Pitbullterje“, „Folk flest bor i Kina“), der auf den gleichnamigen Roman von Lars Ramslie basiert.
Rinos monotones Leben ändert sich durch sexy, schwedische Mitbewohnerin
Der schüchterne Gebrauchsanleitungen-Übersetzer Rino (Nils Jørgen Kaalstads, „Sönner – Dunkle Geheimnisse“) ist Single, fett, hat Komplexe und war noch nie mit einer Frau zusammen oder im Bett. Selbstbefriedigung, erotische Comics zeichnen und Pornos gucken sind bislang seine einzigen sexuellen Erfahrungen. Das könnte sich ändern, denn Rinos Vater vermietet überraschend ein Zimmer der Wohnung an die hemmungslose, attraktive Schwedin Malin (Josefin Ljungman, „Warriors of Love“) und Rinos Leben verändert sich dadurch tatsächlich hotzplotz.
Fatsos Traum von einer lockeren, sexuellen Beziehung – ein Hirngespinst?
Er träumt von einer Beziehung mit der hübschen Frau, aber seine tollpatschigen Annäherungsversuche misslingen stets und er stolpert von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen, denn sie hat bereits einen Freund, der sie jede Nacht lauthals befriedigt. Rinos sarkastischer Kumpel Fillip (Kyrre Hellum, „Night of the Wolf“) ist sein einziger Trostspender.
Erinnerungen an „American pie“ werden in „Fatso – Und wovon träumst du?“ wach
Einflüsse der bisweilen 7-teiligen Teenie-Komödie „American pie“ dienten zur Vorlage von „Fatso – Und wovon träumst du?“, nehme man die ausgehölte Melonen-Szene und erinnere sich an die des warmen Apfelkuchens. Von durchschnittlichen Teenie-Komödien ist „Fatso – Und wovon träumst du?“ allerdings weit entfernt, man könnte ihn eher als das männliche Gegenstück der „Mariel“ aus der australischen Kult-Komödie „Muriels Hochzeit“ bezeichnen.
Cartoon-Animationen erinnern an Video-Clip „Take on me“ von a-ha
Was die norwegische Pop-Band a-ha bereits in ihrem Real-Cartoon-Musikvideo zu „Take on me“ sehr sehenswert vormachten, stilisiert Regisseur Arild Fröhlich in „Fatso – Und wovon träumst du?“ ähnlich, indem Rinos getuschten Porno-Zeichnungen immer wieder als Animationen zum Leben erweckt werden und einen tiefen Einblick in seine verschmerzte Seele geben.
Gute Unterhaltung mit „Fatso“ – dem übergewichtigen Kino-Hit aus Norwegen
Rino ist ein Loser, dessen Leben sich um Titten, masturbierende Comicfiguren, fliegende Penise und sprechende Vaginas dreht. Trotz seines erbärmlichen Charakters, gelingt durch das dümmliche Schauspiel Jørgen Kaalstads trotzdem ein Sympathie-Faktor für die Figur des Volltrottels Rino. „Fatso – Und wovon träumst du?“ ist keine Charakterstudie, sondern ein lockerer und vor allem lustiger Film, der 90 Minuten gute Unterhaltung bietet (sehe man über die ein oder andere Schwäche hinweg) und in Norwegen ein Riesen-Erfolg im Kino war.
Die DVD „Fatso – Und wovon träumst du?“ erschien am 07. Mai 2010 bei SUNFILM Entertainment
