
- Unzählige leckere Pastasorten - Schütz
Nudeln kaufen kann ja eigentlich jeder. Aber wie wäre es, einmal mit selbstgemachten Nudeln? Die Mühe lohnt sich, und geschmacklich heben sich die Nudeln à la maison bei weitem von den gekauften ab. Mit nur einigen wenigen Informationen kann man direkt loslegen. Das Stichwort lautet also: Ausprobieren und genießen!
Wichtig: das richtige Mehl
Die Qualität des Mehls ist für die Zubereitung von Nudelteig essentiell, denn das Mehl sollte in jedem Fall griffig genug sein, um später die charakteristische Nudelkonsistenz zu erhalten. Perfekt geeignete Mehlsorten sind beispielsweise Farina di semola fine, welches in italienischen Feinkostläden zu haben ist, oder, eventuell etwas preiswerter, Wiener Griessler. Letztendlich gilt es auszuprobieren, mit welcher Mehlsorte das beste Resultat erzielt wird.
Bevorzugt man eher kernige Nudeln "mit Biss", so mischt man einfach ein wenig Hartweizengrieß unter das verwendete Mehl.
Tipps, mit deren Hilfe selbstgemachte Pasta gelingt
Der Nudelteig sollte möglichst dünn ausgerollt werden. Diese Arbeit übernimmt meist die Nudelmaschine. Wichtig ist es außerdem die exakte Garzeit für die jeweilige Nudelsorte einzuhalten und es der Pasta zu gestatten, in reichlich Wasser zu kochen. Eine pastagerechte Verteilung wäre etwa ein Liter Wasser auf 100 Gramm Nudeln.
Überkochen kann man ganz einfach verhindern, indem man einen Schuss Öl in das Kochwasser gibt. Um ein Verkleben nach dem Abschütten zu vermeiden, sollte man zuvor einige Esslöffel von dem Kochwasser abnehmen, die anschließend unter die Nudeln im Sieb gemischt werden.
Von einem Abschrecken der Nudeln mit kaltem Wasser wird abgeraten, da sonst der Stärkefilm auf der Nudeloberfläche verlorengeht, der dafür verantwortlich ist, dass Saucen besser an den Nudeln haften.
Rezept für Nudelteig
- Wahlweise 200g Mehl (Type 405) und 200g Hartweizengrieß oder 400g Mehl und 1/2 TL Salz auf der Arbeitsfläche vermischen.
- Eine Mulde in die Mitte des Mehls drücken und 4 Eier und 1 EL Olivenöl hineingeben.
- Alles mit einer Gabel verquirlen, bei Bedarf ein wenig Wasser zugeben.
- Kräftig durchkneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich leicht von der Arbeitsfläche lösen lässt.
- Teigkugel zugedeckt etwa eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Nudeln und Ravioli formen
- Arbeitsfläche bemehlen und Teig so dünn wie möglich ausrollen, am besten mit einer Nudelmaschine.
- So entstandene dünne Teigplatten mit Mehl bestäuben und kurz auf einem Küchentuch antrocknen lassen.
- Mit einem scharfen Messer oder einem entsprechenden Aufsatz für die Nudelmaschine Bandnudeln in beliebiger Breite schneiden.
- Für Ravioli: Mit einem Teelöffel kleine Häufchen zuvor vorbereiteter Füllung formen und in regelmäßigen Abständen auf die Hälfte der bemehlten Teigplatte setzen.
- Zweite Teighälfte darüberklappen, Teig um die einzelnen Häufchen gut andrücken, Ravioli mit einem Messer ausschneiden und die Ränder mit einer Gabel zusammendrücken.
Dann Nudeln wie gewohnt kochen, dabei ausreichende Wassermenge beachten, und genießen!
Quelle:
"Pasta" Kochbuchreihe.
Verlag Zabert Sandmann GmbH
München: 2005.
