Nüchternblutzucker: Den Blutzuckerspiegel messen

Nüchternblutzucker messen - Cornelia Buron
Nüchternblutzucker messen - Cornelia Buron
Mit Hilfe des Nüchternblutzuckers kann der Arzt messen, ob ein Patient hohe Zuckerwerte hat oder ein niedriger Blutzuckerspiegel vorliegt.

Um die genauen Werte zu ermitteln, wird meistens Kapillarblut aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen genommen, seltener aus dem Blutplasma oder -serum oder aus dem venösen Vollblut. Beim Nüchternblutzucker kann 12 Stunden nach dem Einnehmen der letzten Mahlzeit die Glukosekonzentration gemessen werden. Der Blutzuckerspiegel lässt sich leicht feststellen, indem Blutstropfen auf einen entsprechenden Teststreifen gegeben werden und dieser anschließend in ein elektronisches Messgerät gelegt wird, das die Zuckerwerte anzeigt.

Warum wird der Nüchternblutzucker gemessen?

Es gibt einige Gründe, die den Arzt veranlassen, den Blutzuckertest durchzuführen. Bei Patienten mit Risikofaktoren wie einem zu hohen Blutdruck, Störungen des Fettstoffwechsels, bereits vorliegenden Herzkrankheiten, genetischer Veranlagung oder auch bei starkem Übergewicht, kann ein Messen des Nüchternblutzuckers angeordnet werden. Die Ermittlung der Werte erfolgt für das Stellen einer genauen Diagnose und/oder zur Kontrolle eines bereits vorhandenen Diabetes mellitus, wenn Diabetes in der Schwangerschaft vorliegt oder bei anderen Erkrankungen, die mit einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels verbunden sind.

Wann ist der Blutzuckerspiegel zu hoch? Wo liegt der Normbereich für die Zuckerwerte?

Der Normbereich für einen im nüchternen Zustand gemessenen Blutzuckerspiegel, man spricht auch vom Nüchternblutzucker, sollte in der Regel zwischen 100 und 120 mg/dl bzw. 5,6 bis 6,7 mmol/l liegen. Im Blutserum liegt der Wert etwa bei 115 mg/dl, das entspricht 6,4 mmol/l. Liegen die ermittelten Blutwerte/Laborwerte über 120 mg/dl sprechen Mediziner von einem diabetischen Blutzuckerwert. Bei häufig festgestellten Blutwerten über 120 mg/dl ist der Blutzuckerspiegel zu hoch und die Diagnose lautet Diabetes mellitus.

Nüchternblutzucker: Was können hohe Zuckerwerte noch bedeuten?

Neben der Diagnose Typ-1 und Typ-2 Diabetes mellitus, einem Schwangerschaftsdiabetes oder anderen Diabetestypen kann ein zu hoher Blutzuckerspiegel weitere Gründe haben:

Was kann ein niedriger Blutzuckerspiegel für eine Bedeutung haben?

Bei einem Nichtdiabetiker können eine Harnvergiftung, Blutvergiftung, eine reduzierte Funktion von Hypophyse oder Nebennierenrinden vorliegen. Möglich sind auch ein sehr stark erhöhter Alkoholkonsum oder schwerere Erkrankungen der Leber wie Krebs oder ein Tumor, der Insulin produziert. Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann bei einem Diabetiker ein Hinweis auf eine Überdosierung von Insulin oder Medikamenten sein, die den Blutzucker senken sollen oder eine Wechselwirkung mit weiteren eingenommenen Medikamenten (Sulfonamide, ACE-Hemmer).

Wann sollte der Nüchternblutzucker gemessen werden?

Routinemäßig ist das Messen des Blutzuckerspiegels ab 40 Jahren zu empfehlen. Da bei hohen Zuckerwerten bereits sehr früh Folgeschäden eintreten können, wurden die entsprechenden Referenzwerte eher niedrig angesetzt. Für eine zuverlässige Diagnose eines Diabetes mellitus reicht ein einmalig hoher Nüchternblutzucker nicht aus, weitere Tests in bestimmten Abständen sind notwendig, um eine Diagnose sicherzustellen. Manchmal können dafür weitere Untersuchungen wie zum Beispiel ein Oraler Glukosetoleranztest, Abkürzung OGTT, nötig sein.

Haben die ermittelten Blutwerte dagegen keinen Befund ergeben, kann eine Zeitspanne von etwa 2 bis 3 Jahren bis zum nächsten Arztbesuch liegen. Da es einen direkten Zusammenhang zwischen Gewicht und dem Entstehen von Diabetes mellitus gibt, sind eine gesunde Ernährung (basische Ernährung, Säurelieferanten vermeiden, basische Lebensmittel und Rezepte) und entsprechende Bewegung die ideale Vorbeugung.

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Quellen:

  • Laborwerte, GU Verlag, Dr. N. Schaenzler, Dr. med. W.P. Bieger
  • Der Mensch, Anatomie und Physiologie, Thieme Verlag
  • Richtig entsäuern, Goldmann Verlag, Dr. med. Monika Wagner-Koch
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

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