Nüsse im eigenen Garten - Walnuss, Haselnuss & Co.

Nüsse - pixabay
Nüsse - pixabay
Waren Nussbäume in einem Garten noch vor einem guten Jahrhundert nahezu überall anzutreffen, findet man sie heute leider eher weniger. Schade.

Ein Grund, warum es heute kaum noch Nussbäume in den Gärten gibt, liegt sicherlich darin, dass alle Arten von Lebensmitteln aus aller Welt in jedem guten Supermarkt zu finden sind, der andere dürfte darin zu finden sein, dass Gärten in der Regel heute viel kleiner als damals sind. Nüsse waren in früheren Zeiten beliebte Nahrungsmittel, die sehr nahrhaft, preiswert und obendrein gleichzeitig recht lange Zeit haltbar waren, und zwar ohne die Hilfe eines modernen Kühlschranks. Obwohl Nüsse gerade in den kalten Wintermonaten noch immer sehr geschätzt sind, gibt es immer weniger Nussbäume in unseren heimischen Gärten. Dabei ist die Frucht schmackhaft und Nussbäume selbst sind äußerst pflegeleicht und völlig anspruchslos. In unseren Gefilden gedeihen Walnüsse, Haselnüsse und die früher besonders beliebten Lambertsnüsse, die heute leider in Vergessenheit geraten sind. Daneben gedeihen auch die Esskastanien (Maronen) sowie die vielgeliebten und hübsch anzusehenden Mandelbäumchen.

Esskastanien (Maronen) und Mandeln

Maronen oder Esskastanien gibt es heutzutage meist als Hochstamm in gut geführten Gartencentern. Wer sich für den Kauf eines Maronenbaumes entscheidet, sollte wissen, dass Esskastanien- oder Maronenbäume im Laufe der Jahre recht hoch und ausladend werden können. Die meisten Arten sind heute absolut frostsicher. Einer besonderen Pflege bedürfen Maronenbäume nicht. Am besten gedeiht sie auf sandigem Boden. Ab und zu sollte nur das trockene Geäst entfernt werden. Fallen im Herbst die Früchte auf den Boden, ist Erntezeit. Mandelbäume sieht man in vielen Gärten schon eher, meist werden sie jedoch nur zur Zierde gepflanzt, denn ein Mandelbaum in der frühen Frühjahrsblüte sieht einfach wunderschön aus. Mandelbäumchen gibt es sowohl als Hochstamm wie auch als Busch. Da die Blüte sehr früh erfolgt, kann es durchaus passieren, dass in nachfolgenden Frosttagen die Blüten erfrieren und somit keine Ernte im September erfolgen kann. Daher ist es ratsam, einen Mandelbaum in geschützten, halbsonnigen Ecken und Nischen zu pflanzen, wo so ein Bäumchen doch ein wenig frostgeschützt stehen kann.

Haselnüsse und Lambertsnüsse

Natürlich kennt jeder eine Haselnuss, wenn vielleicht auch nur aus einer süßen Tafel Nuss-Schokolade. Haselnusssträucher tragen viele braune und fast runde Früchte, die übrigens ein absoluter Leckerbissen für Eichhörnchen sind. Die Früchte der Haselnuss werden von den sie umgebenden Deckblättern nicht vollkommen umgeben. Genau das unterscheidet sie von der Lambertsnuss. Bei dieser durchaus wohlschmeckenden Nussart ist die Frucht länger und völlig von den Deckblättern umhüllt. Vielfach sieht man sogar Lambertsnüsse in den Gärten, doch wissen viele Hobbygärtner gar nicht, dass die Früchte essbar sind. Meist pflanzt man Lambertsnüsse rein zur Zierde, da das Herbstkleid dieses Strauches eine wunderschöne, fast violette Färbung aufweist. Dabei schmecken Lambertsnüsse ähnlich wie Haselnüsse.

Walnüsse

Walnüsse findet man heute leider fast gar nicht mehr in den Gärten. Ein Walnussbaum braucht sehr viel Zeit zum Wachsen und manchmal ist ein Ertrag der begehrten Früchte sogar erst nach mehr als 20 Jahren möglich. Gartencenter haben sich darauf eingestellt und bieten vielfach veredelte Walnusssorten an, die eine frühere Ernte ermöglichen. Ein Walnussbaum kann über 20 m hoch und ziemlich ausladend werden, so dass er für die kleineren Gärten eher ungeeignet ist. Ein Walnussbaum ist pflegeleicht, bevorzugt aber nährstoffreiche Böden. Fallen im Frühherbst die Walnüsse herunter, braucht man sie nur noch aufzusammeln. Jetzt gilt es noch, die äußere grüne Schale zu entfernen und die Nüsse einfach trocknen zu lassen. Gut trocken und luftig gelagert, können Walnüsse so sogar zwei Jahre und mehr unbeschadet überstehen.

Carola Schilling - Leben - und leben lassen, lautet mein Lebensmotto. Ich bin kulturinteressiert, reise gern und viel und habe als Globetrotter bereits ...

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