Octavio Paz im Porträt

Über Leben und Werk des Nobelpreisträgers

Octavio Paz - http://www.ensayistas.org/filosofos/mexico/paz/
Octavio Paz - http://www.ensayistas.org/filosofos/mexico/paz/
Octavio Paz wurde als Schriftsteller weltberühmt. Der Nobelpreis war dabei die größte Auszeichnung für den Autor aus Mexiko.

Der Nobelpreisträger Octavio Paz war ein mexikanischer Schriftsteller und Diplomat, der mit seinen Essays und seiner Lyrik die lateinamerikanische Literatur revolutionierte.

Der frühe Weg zum Schreiben

Octavio Paz wurde 1914 in Mexiko City als Sohn eines Journalisten geboren, der aktiv gegen das Regime von Diaz revoltierte. Sein Großvater väterlicherseits war ebenfalls ein prominenter liberaler Intellektueller, der mitunter zu den ersten Autoren gehörte, der Novellen mit indischen Themen schrieb. Zudem besaß er eine umfangreiche private Bücherei, durch die Paz schon früh den Kontakt zur europäischen und mexikanischen Literatur fand.

Die ersten Gedichte von Octavio Paz wurden mit der Unterstützung des englischen Autors D.H. Lawrence 1931 veröffentlicht. Mit 19 Jahren erschien seine Gedichtsammlung „Luna Silvestre“. Seit 1939 nannte Paz sich somit Schriftsteller.

Politisches Schreiben und Leben

Nachdem er 1937 nach Valencia reiste, um sich dem zweiten Zusammentreffen antifaschistischer Autoren anzuschließen, gründete 1938 er nach seiner Rückkehr nach Mexiko das literarische Journal „Taller“. Im selben Jahr traf er Elena Garro, die ebenfalls 1938 seine erste Ehefrau wurde.

1943 nahm Paz sein Studium an der University of California at Berkeley auf und trat in den diplomatischen Dienst Mexikos ein. Zwei Jahre später reiste er als Abgesandter nach Paris, wo er „El Laberinto de la Soledad“ (Das Labyrinth der Einsamkeit) verfasste, eine Forschung über die mexikanische und lateinamerikanische Identität. Nachdem er ebenfalls Indien und Tokyo bereist hatte, verfasste Paz 1954 sein berühmtes und bedeutendes Gedicht „Piedra de sol“ (Sonnenstein). 1962 wurde er mexikanischer Botschafter in Indien. Dieses Amt legte er jedoch 1968 aus Protest gegen das Massaker von Tlatelolco nieder.

Octavio Paz: Vom Republikaner zum Liberalen

War Paz im spanischen Bürgerkrieg (1936bis 1939) noch Anhänger der Republikaner, wurde er dadurch desillusioniert, dass er den Mörder, ein Republikaner, eines Kommandanten kennenlernte. Paz vertrat ab dem Zeitpunkt öffentlich seine Meinung gegen den totalitären Staat und den Verstoß von Menschenrechten. Er beschrieb sich selbst als „demokratisch links“.

Späteres Leben und Schreiben

Während seines Aufenthalts in Indien in den 1960er verfasste Paz seine Schriften „El mono gramático“ und „Ladera este“. Dort lerne er ebenfalls seine zweite Ehefrau Marie-José Tramini kennen. Als er 1969 nach Mexiko zurückkehrte, gründete er zusammen mit anderen Liberalen das Journal „Plural“, das 1975 von dem mexikanischen Regierung wieder geschlossen wurde.

1977 gewann Paz den Jerusalempreis für die Freiheit des Individuums, 1981 den Premio Cervantes, ein Jahr später den Neustadt International Prize of Literature, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels im Jahr 1984 und sechs Jahre später den Nobelpreis für Literatur.

Bis zu seinem Tod 1998 verfasste er Essays und Gedichte, die sowohl die Liebe und Erotik, als auch Politik, Anthropologie und seine zweite große Leidenschaft, die moderne Malerei, zum Thema hatten und in mehrere Sprachen übersetzt wurden.

Judith Binias, Judith Binias

Judith Binias - Judith Binias, Jahrgang 1985 freiberufl. Autorin/Regisseurin Kurzvita Abitur: 2005 Regiearbeiten: 2009: J. Binias: "Das ...

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