Ökologische Kleidung und Naturtextilien mit Stil

Öko-Mode und Naturstoffe auf den internationalen Laufstegen

Öko-Kleidung ist in. Nicht nur mehr bei Nahrungsmitteln, schaut der umweltbewusste Bürger auf Qualitätszeichen und Hinweise auf die ökologische Herkunft.

"Bio" hat schon längst Einzug in unsere Haushalte gehalten. Biologische Lebensmittel werden so häufig wie noch nie gekauft. Musste man früher noch in spezielle Bio-Läden gehen, um seine bevorzugten Produkte zu erhalten, so hat mittlerweile schon jeder Discounter seine eigenen Bio-Produkte. Sich biologisch zu ernähren, umweltbewusst zu denken und dahingehend auch zu leben, ist keine Ausnahme mehr. Wie sieht es aber bei der Bio-Mode aus? War bis vor kurzem Kleidung aus Naturtextilien noch eine zu suchende Ausnahme beziehungsweise sah man dann darin aus, als hätte man sich einen Jutesack übergestülpt, so war heuer auf der Berliner Fashion Week Designer-Mode aus ökologische Stoffen nicht mehr wegzudenken.

Was ist ökologische Mode?

Um das Qualitätsmerkmal "ökologisch" tragen zu dürfen, muss Natur-Mode strenge Richtlinien erfüllen. Neben den bestimmten Rohstoffen (umweltschonend produzierte Rohstoffe), spielen die Verarbeitung (ohne chemische und mechanische Veredelungsmaßnahmen), der faire Handel und die soziale Verantwortung eine Rolle.

Auch der Transport beziehungsweise die Transportmittel werden bei ökologischer Mode unter das Visier genommen. Transportstrecken sollten möglichst gering sein, umweltschädigende Transportmittel wie das Flugzeug vermieden werden.

Welche Stoffe werden für ökologische Mode verwendet?

Öko-Baumwolle boomt vor allem bei den großen Modelabels. Weiters werden Hanf und Leinen zu wunderschönen Stoffen verarbeitet. Mode aus diesen Materialien hat nichts mehr mit den kratzigen und unförmigen Kleidungsstücken von früher zu tun.

Auch Kunstfasern können aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt werden. So wird die für Viskose benötigte Zellulose beispielsweise aus Bambusfasern oder aus dem Holz von Buchen, Fichten, Eukalyptus oder Pinien gewonnen.

Muss Öko-Mode teuer sein?

Da Natur-Mode nach bestimmten, konsequent überprüften Qualitätsstandards hergstellt wird, sind die Preise in den Geschäften meist teurer als vergleichbare Mode ohne ökologischen Hintergrund. Mittlerweile haben aber auch schon große Modeketten wie H&M oder C&A Öko-Mode zu leistbaren Preisen in ihrem Angebot.

Woran erkenne ich Öko-Mode?

Für fairen Handel hat sich das Fair-Trade Siegel durchgesetzt, das im Textilbereich jedoch bisher nur auf Baumwollprodukte angewandt wird. Weiters gibt es sogenannte Naturtextil-Gütezeichen.

Als weltweites Paradebeispiel für ökologische Mode hat das amerikanische Unternehmen "American Apparel" von sich Reden gemacht. Im eigenen Unternehmen werden für die modebewusste Jugend ganzjährige Kollektionen entworfen und unter Einbeziehung der Meinung von Mitarbeitern und Kunden weltweit in eigenen Stores verkauft. Neben den Naturtextilien stehen übertariflicher Verdienst, soziale Absicherung und Mitspracherecht der Mitarbeiter an oberster Stelle.

Welche Designer haben Öko-Mode in ihrem Sortiment?

Auf der Homepage "World of eco fashion" findet man eine detaillierte Aufzählung aller Designer mit ökologischer Kleidung.

Tanja Guserl, Tanja Guserl

Tanja Guserl - Nach meinem Psychologiestudium an der Hauptuniversität Wien, absolvierte ich Zusatzausbildungen zur Klinischen Psychologin und ...

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