Besonders Stadt-Kinder sind es nicht mehr gewohnt barfuß zu gehen. Dies wäre leider auch in den meisten Fällen aufgrund von Straßen- und Gehsteigverunreinigung durch Glasscherben oder anderen scharfen Gegenständen zu gefährlich. Viele Eltern lassen ihre Kinder aber auch aus Hygienegründen nicht mehr ohne Schuhe nach draußen. Dies ist Schade, da es gerade Kinderfüßen sehr gut tut, einmal unbeschuht zu sein. Häufig sind sogenannte Modeschuhe schlecht verarbeitet, haben kein passendes Fußbett oder drücken an bestimmten Stellen. Dies kann nicht nur zu akuten Schmerzen führen, sondern auch un Folge Fehlhaltungen und Fußverformungen bedingen.
Schuhe weg und raus in die Natur
Wenn es Kinderfüße auch schon kaum mehr erwarten können, bis es draußen endlich so warm ist, dass man ohne Schuhe herumlaufen kann, sollte man die erste Zeit trotzdem ein wenig aufpassen. Da die Fußsohle nach den kalten Monaten an nichts gewöhnt ist, sollte man am Anfang ein wenig vorsichtig sein. Läuft man öfters barfuß verdickt sich dann die Hornhaut auf den Fußsohlen. Man kann auch schon als Einstimmung in der Wohnung ohne Hausschuhe laufen. Für die Kleinen eignen sich besonders rutschfeste Socken, die anfänglich auch draußen getragen werden können.
Übung für die Füße
Die Natur bietet nackten Sohlen ein wahres Sammelsurium an Fußabenteuern. Verschiedenste Bodenbeschaffenheiten von weicher Wiese über trockenen Waldboden bis zu erdigen Pfaden sind eine Wohltat für die Füße und Zehen. Da durch das Gehen in Schuhen die Zehen meist kaum beansprucht werden, ist das Brafußlaufen gut für die Fußmuskulatur. Die Zehen werden beansprucht und so können auch Fehlstellungen reduziert werden.
Barfußpfade trainieren die Wahrnehmung
Hat man nicht einen Garten vor der Haustür kann man einen der vielen Barfußpfade in Deutschland oder Österreich aufsuchen. Barfußpfade sind speziell angelegte Wege mit wechselndem Belag. Es macht großen Spaß über Rindenmulch, Kieselsteine, Torf, Heidekraut oder Waschbeton zu laufen. Sehr beliebt sind auch Wasser- oder Schlammbecken. Beim Laufen über Barfußpfaden wird die Wahrnehmung (Tipp: mit geschlossenen Augen gehen) und die Balance trainiert und man bekommt noch dazu eine kostenlose Fußmassage. Durch die Massage und die zusätzliche Bewegung wird die Durchblutung angeregt und der Kreislauf gestärkt. Da Barfußpfade auch den Großen Spaß macht, ist dies ein Ausflug für die ganze Familie.
Vorsicht gilt bei Diabetikern
Diabetiker sollten nur nach Absprache mit dem behandelten Arzt barfußgehen beziehungsweise auf Barfußpfaden laufen. Sie sind an den Füßen meist so unempfindlich, dass sie Risse oder Schnitte zuerst meist gar nicht bemerken. Da Verletzungen bei Diabetikern aber schlechter heilen und Infektionen gefährlich werden können, rät es sich hierbei besonders achtsam zu sein.
