Oktoberfest München: 22. September bis 7. Oktober 2012

Oktoberfest und die Weltstadt München gehören zusammen. - Joachim Hahne
Oktoberfest und die Weltstadt München gehören zusammen. - Joachim Hahne
Weltgrößtes Volksfest mit zahlreichen Neuerungen - Wiesn-Maß knackt die 9-Euro-Marke - Italiener strömen am 2. Wochenende zur "la festa della birra"

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Noch wenige Tage, dann heißt es in der bayerischen Metropole "München" wieder "O`zapft is". Pünktlich um 12 Uhr mittags wird Oberbürgermeister Christian Uhde das 179. Oktoberfest in der "Weltstadt mit Herz" eröffnen. Vom 22. September bis zum 7. Oktober 2012 erwarten die Organisatoren weit über sechs Millionen Besucher aus der ganzen Welt. Und nach der Jubiläumsfeier im Jahr 2010 zum 200-jährigen Bestehen des Oktoberfestes verspricht Gabriele Weishäupl vom Tourismusamt München: "Die Wiesn 2011 wird so groß und sicher wie noch nie". Mit einer Reihe neuer Fahrgeschäfte, neuen Zelten und Sicherheitsvorkehrungen sollen sich die Gäste noch wohler fühlen, als je zuvor.

Oktoberfest lockt über eine halbe Million Besucher nach München

Allein der Blick in die Statistik des Münchner Oktoberfestes ist gigantisch. 95 Gastronomiebetriebe sind auf der Wiesn, der Theresienwiese im Jahr 2011 vertreten. 35 Betriebe verteilen sich auf 14 große und 21 kleine Zelte und bieten insgesamt 105.000 Besuchern Platz. Allein das Hofbräuzelt samt Biergarten bietet Platz für 10.000 Gäste. 8.000 fest angestellte Mitarbeiter und etwa 4.000 Teilzeitkräfte bemühen sich im Service um das Wohl und den kulinarischen Genuss der Wiesn-Besucher.

Bierpreis für die Maß rutscht über 9 Euro-Marke

Apropos Wiesn-Besucher: Die müssen bei der Auflage 2011 beim Biergenuss tiefer in die Tasche greifen. Die "Wiesen-Maß" hat die magische 9-Euro-Marke geknackt. In den verschiedenen Zelten schwankt der Preis zwischen 9,10 Euro für einen Liter im "Hippodrom" und immerhin noch 8,95 Euro für das Maß in der "Augustiner-Festhalle" und im Festzelt Tradition "Oide Wiesn".

Und man mag es kaum glauben: In einer neuen Weinlaube kommen auch die Weinliebhaber bei edlen Tropfen aus Deutschland, Österreich und Italien auf ihre Kosten. Im urigen "Holzstadel" kann man zur Freude der Damenwelt, auch einen Prosecco oder Sekt genießen. In den Zelten selbst gibt es seit diesem Jahr ein generelles Rauchverbot - die Wirte stellen aber überall genügend Raucherbereiche außerhalb zur Verfügung.

Und nachdem im Vorjahr über eine halbe Million Besucher zum 200. Oktoberfest-Jubiläum auf die Theresienwiese strömten, wird es auch in Zukunft eine nostalgisch "alte Wiesn" geben, sollen Jung und Alt aus aller Welt erleben, wie vor hundert Jahren in der bayerischen Metropole gefeiert wurde.

Übrigens: Die Hochzeit des königlichen Brautpaares am 17. Oktober 1810 war der Vorläufer des heutigen Oktoberfestes. Damals wurde ein erstes Pferderennen ausgetragen. Die heutige "Theresienwiese" erhielt ihren Namen von der Braut und Prinzessin Therese.

Italiener freuen sich auf "la festa della Birra" am zweiten Oktoberfest-Wochenende

Insgesamt zwei Wochen dauert das Oktoberfest. In diesem Jahr durch den deutschen Nationalfeiertag am 3. Oktober sogar einen Tag länger. Besucher aus Übersee und Japan und natürlich aus ganz Europa pilgern in dieser Zeit in ganzen Hundertschaften nach München. Das zweite Oktoberfest-Wochenende hat seit geraumer Zeit den Ruf als "Italiener-Wochenende" weg. So ist es schon eine Weile Tradition, dass in dieser Zeit die stimmungsgeladenen Zelte (fast) fest in italienischer Hand sind. Auf etwa 19 Prozent, als etwa ein Fünftel der Besucher, schätzen die Organisatoren den Anteil der Gäste aus Italien. Zehntausende pilgern über den Brenner zur "la festa della birra" nach München. Dieser Ansturm stellt eine besondere Herausforderung an die Einsatzkräfte. Die Münchner Polizei darf sich dabei der Unterstützung der Carabinieri aus Südtirol erfreuen, um die sprachlichen Barrieren der feierlustigen und bierseeligen Italiener besser bewältigen zu können.

Aber nicht nur auf "der Wiesn" steppt in diesen zwei Wochen der Bär. Auch in München selbst gehört die Tourismusbranche zu den Gewinnern. Denn zwischen Zelt und Maß bleibt meist mehrtägigen Kurztrip noch Zeit für einen Abstecher in die Innenstadt. Der Verzehr einer Weißwurst am Viktualienmarkt gehört genauso dazu, wie der Besuch eines Fußballspiels der Bayern oder Löwen. Und auch die Souvenirläden kommen in diesen Tagen auf ihre Kosten.

Joachim Hahne, johapress

Joachim Hahne - Freier Journalist, Media-Büro für Bild, Ton und Text Mitglied im Verband der Deutschen Sportjournalisten (VDS) berichtet ...

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