Universität, Fachhochschule und Institute, zahlreiche Forschungs-Unternehmen, die durch innovative Entwicklungen auf sich aufmerksam machen: Oldenburgs Wissenslandschaft ist vielfältig. Mit seinem Konzept „Übermorgenstadt“ wurde Oldenburg zur „Stadt der Wissenschaft 2009“ gekürt. Dieser Titel, der zum fünften Mal vergeben wurde, ist mit 250.000 Euro dotiert.
Die niedersächsische Universitätsstadt hält es 2009 mit dem amerikanischen Filmregisseur und Schauspieler Woody Allen. „Ich denke viel an die Zukunft, weil das der Ort ist, wo ich den Rest meines Lebens zubringen werde“, hat der einmal gesagt. Aus diesem Gedanken hat man in Oldenburg die Idee der Übermorgenstadt abgeleitet. Im Mittelpunkt von Oldenburgs Wissenschaftsjahr 2009 stehen 16 Leitprojekte, die sich an den drei Schlüsselbegriffen Talente, Toleranz und Technologie orientieren. Einerseits soll in diesem Jahr bei über 100 Veranstaltungen mit Wissenschaftsbezug die Wissenschaft für Bürger erleb- und begreifbar gemacht werden. Andererseits sollen sich auch die Wissenschaftler zu weiteren innovativen und gesellschaftsrelevanten Ideen inspirieren lassen.
Neues Forschungszentrum für Meereswissenschaften in Oldenburg
Die Wissenschaft hat in der Oldenburger Region seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. So setzen beispielsweise das Institut für Chemie und Biologie des Meeres, das Institut für ökonomische Bildung und das Hörzentrum starke Akzente. Die Entwicklung der Wissenschaftslandschaft hat gerade in den vergangenen Jahren eine große Dynamik entwickelt. Neue Impulse in der 160.000-Einwohner-Stadt setzt zum Beispiel das EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie, die Max-Planck-Gesellschaft mit einem neuen Forschungszentrum für Meereswissenschaften und das Fraunhofer-Institut mit einem Zentrum für Hörforschung. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs sorgt unter anderem die Carl von Ossietzky Universität, an der etwa 10.000 Studenten studieren.
5 Jahre „Stadt der Wissenschaft“
Der Stifterverband für deutsche Wissenschaft unter der Leitung von Arend Oetker hatte den Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft" für das Jahr 2009 zum fünften Mal ausgeschrieben. Oldenburg setzte sich im Bewerbungsfinale gegen Lübeck und Bremen durch. Insgesamt hatten sich an dem Wettbewerb in den ersten fünf Wettbewerbsrunden über 50 Städte aus ganz Deutschland beworben. Mit dem Wettbewerb möchte der Stifterverband dazu beitragen, dass die Städte sich ihres wissenschaftlichen Potenzials bewusst werden. Im Jahr 2010 wird der Wettbewerb für ein Jahr ausgesetzt. Stattdessen soll nach fünf Jahren eine erste Bilanz der in den Siegerstädten bewirkten Veränderungen gezogen werden. Für das Jahr 2011 soll der Wettbewerb dann mit veränderten Bewerbungsmodalitäten und zusätzlichen Kriterien ausgeschrieben werden. Vor Oldenburg durften sich bereits Bremen (2005), Dresden (2006), Braunschweig (2007) und Jena (2008) mit dem Titel „Stadt der Wissenschaft“ schmücken.
