Olivenöl und seine Qualitäten

Der Balsam der Götter bietet mehr als guten Geschmack

Das grüne Gold - pixelio.de
Das grüne Gold - pixelio.de
Olivenöl ist vielseitig und gesund. Aber man sollte das Richtige kaufen, um in den vollen Genuss zu kommen.

Lange Zeit hatte Olivenöl für Ernährungsexperten keine besondere Bedeutung. Der Grund: Es besteht zu gut zwei Dritteln aus der einfach ungesättigten Ölsäure und enthält nur wenig gesättigte und zweifach ungesättigte Fettsäuren. Gerade Letztere gelten jedoch als besonders wertvoll. Man empfahl eher andere Pflanzenöle mit einem hohen Anteil dieser Säuren, zum Beispiel Sonnenblumenöl. Inzwischen hat das Olivenöl einen höheren Stellenwert. In der einfach ungesättigten Ölsäure steckt mehr als früher angenommen.

Heilwirkungen von Olivenöl

Olivenöl wirkt nach Ansicht von Homöopathen Blut verdünnend, senkt den Blutdruck und regt den Gallenfluss an. Es enthält Stoffe, die Krebs und das Altern verzögern können und wirkt positiv bei erhöhten Cholesterinwerten. Darüber hinaus ist Olivenöl reich an Vitamin E, das für eine Stärkung des Immunsystems sorgt. Vor allem aber ist das grüne Gold leicht verdaulich – man sagt ihm sogar nach, dass es die Heilung von Magengeschwüren und Verdauungsproblemen fördert.

Äußerliche Anwendung

Sogar für die Körperpflege wird Olivenöl benutzt: Es soll der Haut mehr Spannkraft und Frische verleihen. Vielleicht ist es auch deshalb als „Balsam der Götter“ bekannt. In Italien wird reines Olivenöl bei Muskelkater, Krämpfen, Pusteln und Schmerzen aller Art eingerieben, oder einfach zur Entspannung. Die Naturheilkunde empfiehlt Olivenöl als eines der wirkungsvollsten Stoffe zur Anregung der Muskeltätigkeit und der Schleimhäute. Es soll Verhärtungen lösen und den Körper durchwärmen. Davon können vor allem Rheumatiker profitieren.

Olivenöl-Qualitäten

Entscheidend für die Qualität eines Olivenöls ist der Anteil der Ölsäure. Je niedriger er ist, desto feiner und fruchtiger schmeckt das Olivenöl. Verwenden Sie immer naturreines, also natives oder kalt gepresstes Olivenöl, denn das ist weitgehend unbehandelt und wird nur durch schonendes Pressen gewonnen. Naturreines Olivenöl wird wiederum in die drei Qualitäten „extra“, „fein“ und „mittelfein“ unterteilt, wobei „Olivenöl extra“ den feinsten Geschmack hat, weil es am wenigsten Ölsäure enthält.

Die Aufbewahrung

Olivenöl sollte an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, oder zumindest in einer dunklen Flasche. Wenn das Öl zu kalt gelagert wird, „gefriert“ es, das heißt, es bilden sich weiße Flocken. Die Flocken lösen sich jedoch bei Zimmertemperatur wieder auf und beeinträchtigen weder Geschmack noch Qualität des Öls. In verschlossenen Flaschen hält sich Olivenöl etwa ein Jahr lang, dann verliert es an Geschmack und Vitaminen.

Christine Lendt - Lebensmittel und Tauchsport haben viel gemeinsam. Zumindest, wenn man für einen Fachverlag textet und nebenbei anderen zeigt, wie das ...

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