Opal – Stein der funkelnden Farben

Besonders der Edelopal wird für auserlesenen Schmuck verwendet

Der Opal, vor allem der Edelopal mit seinem Farbenspiel, ist kostbarer als die meisten anderen Edelsteine.

Im Gegensatz zu vielen anderen Edelsteinen wird der Opal praktisch immer zu Schmuck verarbeitet. Ganz billig ist er nicht, dafür aber wunderschön. Typisch ist ein vielfarbiges Funkeln, das sogenannte Opalisieren, das allerdings nur beim Edelopal auftritt.

Weißer Opal, Dunkler Opal, Schwarzer Opal – über die Farbe sagt das wenig

Wenn es an Weihnachten im Wohnzimmer funkelt, muss das nicht nur an den Kerzen und dem Christbaumschmuck liegen. Vielleicht wurde auch gerade ein Schmuckstück geschenkt, in dem ein Edelopal verarbeitet wurde. Edelopale gibt es in vielen Farben. Man unterscheidet Weiße, Dunkle und Schwarze Opale, wobei aber „Schwarz“ eine Sammelbezeichnung für unterschiedlichste Farben darstellt – so sind die Schwarzen Opale oft grün oder blau.

Wichtiger als die Grundfarbe, die sogenannte „Körperfarbe“, ist ohnehin das Farbenspiel. Dreht man den Opal im Licht, so scheint es, als verberge sich darin ein leuchtender Regenbogen oder gleich eine ganze Sammlung winziger Juwelen aller Schattierungen. Anders ist es beim sogenannten Feueropal – bei ihm fehlt zwar in der Regel das typische „Opalisieren“, dafür leuchtet er jedoch sehr schön in rötlicher Farbe.

Auch der Kristall-Opal ist amorph

Schon die Alten Römer waren von diesem Edelstein fasziniert. Damals gewann man ihn in Mitteleuropa, im heutigen Tschechien, der Slowakei oder Schlesien. Heutzutage kommt der größte Teil der Opale aus Australien – aus Queensland, South Australia oder New South Wales. Andere Fundorte, etwa die zuvor genannten oder Mexiko, spielen nur noch eine geringe Rolle.

Chemisch gesehen ist der Unterschied zwischen dem Opal und dem Amethyst gering – beide bestehen aus eigentlich weißem Siliziumdioxid, die Farbe ist Folge chemischer Verunreinigungen. Während allerdings der Amethyst Kristalle ausbildet, ist der Opal amorph, also ohne regelmäßige Anordnung der einzelnen Atome – das gilt auch für den sogenannten Kristall-Opal. Außerdem ist der Opal hydratisiert, mit anderen Worten, er enthält Wassermoleküle.

Ein Gemeiner Opal ist billiger als ein Edelopal

Diese Details werden dem Schmuckliebhaber wenig bedeuten. Sie interessiert eher die Unterscheidung zwischen Edelopal (wozu auch der Feueropal gehört) und Gemeinem Opal. Letzterer hat eine noch weniger geordnete innere Struktur und opalisiert deswegen nicht. Er ist daher auch weniger wertvoll. Edelopale hingegen gehören zu den kostbareren Edelsteinen. Daraus gefertigter Schmuck ist also deutlich teurer als beispielsweise vergleichbarer Schmuck aus Jade.

Natürlich wird der Opal, wie eigentlich alle Edelsteine, auch als Heilstein eingesetzt. Je nach Art des Opals werden ihm allerdings recht unterschiedliche Wirkungen nachgesagt. Auf diese komplexe Materie soll hier nicht weiter eingegangen werden.

Wer sich mit diesem Edelstein einmal näher beschäftigen möchte, ohne gleich viel Geld dafür auszugeben oder sich den drängenden Blicken eines Juweliers auszusetzen, sollte die Gelegenheit nutzen, eine entsprechende Messe zu besuchen. Die „mineralien hamburg“ etwa präsentiert jedes Jahr auch eine reichhaltige Auswahl an Opalen – unverbindliches Anschauen ist dabei ausdrücklich erwünscht.

Roy Spitzke - Ich habe von 2009 bis 2011 für Suite101 geschrieben. Beispiele dafür, was ich sonst noch veröffentliche, finden sich ...

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