Entwickelt und gebaut werde er in Deutschland, so die Opel AG anlässlich der Vorstellung der Fotos zum neuen Opel Adam am 11. Juli 2012. Der erste kleine Lifestyle-Stadtflitzer von Opel visualisiere mit kraftvollem Design Dynamik und Individualität, böte ein markant geformtes Dach und einen Zweifarb-Look, sei in den drei Ausstattungswelten Jam, Glam und Slam erhältlich und binde natürlich auch das Smartphone ins Auto ein. Mit diesem Auto will der Autohersteller für sich neues Wachstumspotenzial innerhalb des heiß umkämpften A-Segments erschließen, in dem sich der neue "Up!" von Volkswagen, der Skoda Citigo und der Seat Mii ebenso tummeln, wie der Fiat Panda oder der Toyota Aygo. Mit einer Länge von knapp 3,70 Metern und ohne Außenspiegel gemessenen 1,72 Metern Breite empfehle sich der wendige Dreitürer insbesondere fürs städtische Umfeld, so Opel; mit seinen 2,311 Metern Radstand böte er zudem auch viel Raum im Inneren. Jam, Glam, Slam oder doch nur Spam?

Opel Adam auf den Spuren des Mini

Dass der Weg, einen Kleinwagen als Lifestyle-Spielzeug zu platzieren, im Vertrieb funktioniert und dadurch auch hohe Preise erzielt werden können, dass hat der Mini unter BMW-Regentschaft sehr eindrucksvoll bewiesen. Audi beschritt mit dem A1 denselben Weg; der jedoch teilt sich die Basis mit dem Polo. Der "Up!" wurde von Volkswagen wesentlich bescheidener eingeführt, sodass Opel sich in diesem Segment des Begriffes Lifestyle annehmen konnte. Vier Personen bietet der zuerst nur als Zweitürer angebotene Adam Platz, dessen Bestellstart zur Weltpremiere auf dem Pariser Automobilsalon festgelegt wurde, der vom 29. September bis zum 14. Oktober 2012 stattfindet. Zum Händler kommt der neue Adam im Januar 2013.

Ein Blick auf die Linienführung des neuen Adam zeigt, dass Opel ihm Selbstbewusstsein ins Blech gestanzt hat: Bullig und an den Mini erinnernd kommt er mit seiner Spurweite von 1,49 Metern daher und somit alles andere als schmalbrüstig, wie Kleinwagen dieses Segments früher. Dabei hat Opel den Anschluss an die bekannte Formensprache des Hauses durch Verwendung von Stilelementen der Modelle Astra und Insignia gesichert: Die Chromspange im Kühlergrill oder die Sicken und Kanten an den Fahrzeugseiten zum Beispiel. Sein Dach scheint über dem Karosseriekörper zu schweben und erlaubt durch diese optische Trennung die besonders wirkungsvolle Umsetzung von Zweifarb-Kombinationen. Seinen Namen trägt der Opel Adam im hinteren Bereich an der C-Säule.

Welche Motoren liefert Opel im Adam?

Der Opel Adam ist zur Markteinführung zunächst mit drei auf Effizienz getrimmten Benzinmotoren zu haben: Der 1.2 Liter bietet 51kW/70 PS, der 1.4 Liter 64 kW/87 PS sowie 74/100 PS; geschaltet per Fünfgang-Getriebe. Alle Aggregate sind auf Wunsch auch mit ecoFLEX-Technologiepaket inklusive Kraftstoff sparendem Start-/Stopp-System erhältlich. Opel Vorstandsvorsitzender Karl-Friedrich Stracke: „Unser neuer Lifestyle-Stadtflitzer ADAM eröffnet großes Wachstumspotenzial für Opel. Wir sind sehr stolz, dass er beste deutsche Ingenieurskunst in sein Segment bringt. Der Opel Adam ist übrigens das einzige Auto seiner Klasse, das in Deutschland hergestellt wird. Wir sind sicher, dass er bei seiner Weltpremiere in Paris im September hervorragend ankommt.“

Einzigartig: Beinahe unbegrenzte Personalisierungsmöglichkeiten

Anstelle der bei Opel sonst üblichen gestaffelten Ausstattungsreihen kommt der neue Adam mit drei unterschiedlichen Ausstattungswelten, die verschiedene Geschmacks­richtungen ansprechen sollen: Jam ist unkonventionell, modisch und bunt, Glam mehr chic und elegant und Slam stünde für die sportliche Richtung, so der Hersteller, der diese drei Lebenswelten als Basis für unzählige optische Möglichkeiten zur Personalisierung des eigenen Adam bezeichnet. Kunden können aus einer breiten Palette an Außenlackierungen wählen und sie mit drei Dachfarben kombinieren. Sie haben zudem die Wahl zwischen unterschiedlichen Innenfarben, Dekoren und Dachhimmel-Ausführungen, darunter ein extravaganter Sternenhimmel mit LEDs.

Im Innenraum erwarte die Passagiere ein stilvolles, hochwertiges Ambiente mit einem für ein Auto dieser Klasse bemerkenswert großzügigen Raumgefühl, so Opel. Mit skulpturalen, harmonischen Oberflächen und Linien erinnere der Adam im Interieur an die größeren Markenbrüder Astra, Meriva und Insignia. Die runden Instrumente im klassischen Chronografen-Stil und chromverzierte Bedienelemente vermitteln eine Aura sportlicher Präzision meint der Hersteller. Dazu: Ein völlig neu entwickeltes Infotainment-System, das die Integration von Smartphones der Betriebssysteme Android und Apple iOS inklusive Internet-basierter Applikationen ermöglicht und so deren Funktionalitäten im Fahrzeug verfügbar macht. Ähnlich wie die neue Mercedes A-Klasse es bietet.

Das Fahrwerk des Opel Adam: City-Modus inklusive

Das Fahrwerk des Opel Adam verfügt vorne über eine McPherson-Radaufhängung und über einen Hilfsrahmen; die Hinterachse besteht aus einer Torsionslenker-Konstruktion. Bei den Rädern sind Größen von 16 bis 18 Zoll erhältlich. Die Varianten mit 17- und 18-Zoll-Felgen wurden serienmäßig mit einem Sport-Fahrwerk und direkterer Lenkcharakteristik kombiniert. Wie schon beim Fiat 500 in den Markt eingeführt, bietet auch die elektrische Servolenkung des Opel Adam einen speziellen, per Taste im Cockpit aktivierbaren City-Modus. Diese Lenkunterstützung erhöht bei niedrigem Tempo das Rangieren. Ebenfalls immer serienmäßig an Bord ist ein Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP) der neuesten Generation samt Berg-Anfahrassistent.

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Für ein hohes Maß an passiver Sicherheit sorgt eine nach Angaben des Herstellers hochstabile, größtenteils aus hochfestem Stahl gefertigte Fahrgastzelle in Kombination mit Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie doppelten Gurtstraffern an den Vordersitzen, die zusätzlichen Schutz speziell für die Beine und Knie der Frontinsassen bieten. Die passive Sicherheits­aus­stattung umfasst zudem zwei ISOFIX-Kindersitz-Verankerungen mit Top-Tether-Anbindungen auf der 50:50 geteilt klappbaren Rückbank. Soweit, so gut. Doch ob die Opel AG mit dem Adam die dringend benötigten Gewinne einfahren kann, bleibt offen: Volkswagen macht die Sache insofern besser, den "Up!" als Zwei- und Viertürer anzubieten und die Plattform mit Seat Mii und Skoda Citigo rentabler zu gestalten.