
- Stimmenfestival 2011, Philipp Poisel - Eva Weber
Der Veranstaltungsabend vom 21.07.2011 war ein voller Erfolg. Mit einem leidenschaftlichen Auftritt von Philipp Poisel und einem fetzigen Auftritt der Band „Wir sind Helden“ gelang es dem Veranstalter das Publikum durchgehend anzuheizen. Auch der kurzzeitige Regen trübte die Stimmung nicht. Die Besucher waren fröhlich, friedlich und in Feierlaune.
Philipp Poisel – charismatischer Sänger mit Kuschelfaktor
Philipp Poisel ist auf der Stimmenbühne kein Unbekannter, war aber dennoch die große Überraschung des gestrigen Abends. Der charismatische und sympathische Künstler wurde gleich zu Beginn mit kreischendem Applaus empfangen. Mit seinen rockigen bis zarten Sounds und einer markanten Stimme begeisterte er ein breites Publikum. Seine Lieder über das Leben, die Liebe, Liebeskummer, Sehnsucht, Lebensfreude, Hoffnung und Schmerz ließen das Publikum in seiner Poesie schwelgen und träumen. Dazu packte er auch die eine oder andere Geschichte zu seinen Songs hinein.
Poisel sang nicht nur Lieder, er erzählte auch Geschichten
Begonnen hat er mit der Legende um die Gitarre seines Vaters, die dieser wohl in Lörrach um den Marktplatz herum gekauft haben soll. Zu gern würde Philipp Poisel diesen einmal selbst aufsuchen, verriet er aufgeregt. Zur Rockballade „Wo fängt Dein Himmel an“ schmiegten sich die ersten aneinander. Zu „Garten zu Gettis“ erzählte er von einem ganzen verrückten Urlaubsflirt in Frankreich, den er im Nachhinein mit einer Nacht im Freien, zusammen mit einem Obdachlosen und seiner Dose Bier bezahlen musste. Bei „Zünde aller Feuer“ ließ es Philipp Poisel tatsächlich mit einem Gitarren-Feuerwerk krachen. Mit „Wie soll das ein Mensch ertragen“ sang er sich die Sehnsucht und den Herzschmerz gefühlvoll von der Seele. „Mit jedem Deiner Fehler“ erzählte er von der bedingungslosen Liebe zu einer Frau und entfachte mit einem Gitarrensolo auch die Leidenschaft im Publikum. Zwischen durch ließ er das Publikum immer wieder wissen, dass es ihm Spaß mache auf dieser Bühne zu stehen. Zum Schluss fehlten ihm dann einfach die Worte – „wenn man in einer Stadt ist, sollte man ein paar Worte parat haben, es ist sehr, sehr schön hier zu sein, mehr fällt mir nicht ein.“ Das Publikum war so begeistert, dass es auch im kurzzeitig eingesetzten Regen tanzte, lachte und friedlich mitgefeiert hat. Ein wundervolles Einspiel auf den Headliner „Wir sind Helden".
Philipp Poisel, die Band, seine Erfolge und das aktuelle Album
Auf der Stimmenbühne begleiteten Poisel (Gesang und Gitarre) Andie Mette ebenfalls an der Gitarre, David Mette am Schlagzeug, Florian Ostertag am Keyboard und Fabian Wendt am Bass. Sebastian Kalenbach sorgte für einwandfreien Sound und Jochen Etzel für guten Ton. Sein aktuelles Album „Bis nach Toulouse“ (2010) erreichte kurz nach der Veröffentlichung bereits Platz 8 der deutschen Charts und wurde für das beste Album des Jahres 2010 nominiert. 2009 wurde er für die Kategorie „Bester Live-Act“ nominiert. 2008 erhielt er den „Bester Newcomer“-Award der 1Live Krone.
