Orientalischer Bauchtanz - Bewegte Kunst des Körpers

Bauchtänzerin - Robia Silke Schäfer
Bauchtänzerin - Robia Silke Schäfer
Der orientalische Tanz bietet eine Fülle von Bewegungen und Ausdrucksformen. Ein Einblick in die Hintergründe & Geheimnisse einer faszinierenden Kunst.

Der orientalische Tanz - im Volksmund als "Bauchtanz" bekannt - ist eine der schönsten und wirksamsten Methoden für alle Frauen, die ihre Weiblichkeit (wieder-)entdecken und neu erleben möchten.

Fließende, runde Bewegungen mit einer hypnotisch-meditativen Note eröffenen der Tänzerin neue Energiequellen, einen positiven Zugang zum eigenen Körper und die Möglichkeitet verborgene Seiten ihrer Selbst zum Ausdruck zu bringen.

Die Grundbewegungen des orientalischen Tanz

Der orientalische Tanz ist ein Isolationstanz. Das bedeutet, dass die einzelnen Körperregionen unabhängig voneinander bewegt werden. Die Förderung der Koordination ist somit zusätzlich zum sinnlichen Erlebnis Bauchtanz gegeben.

Die wohl bekannteste und aufregenste Bewegung des Tanzes ist der sogenannte "Shimmy", die typische Zitterbewegung im orientalischen Tanz.

Diese kann sowohl mit der Hüfte, als auch mit dem Bauch, der Brust oder den Schultern ausgeführt werden. Fortgeschrittene Tänzerinnen ergänzen die Grundbewegungen des Tanzes gerne mit einem Shimmy um sie für sich selbst und die Zuschauer interessanter zu machen.

Im orientalischen Tanz gibt es 5 Grundbewegungen (Kippe, Twist, Wippe, Seitwärts Schieben und Vor- und Rück Schieben). Ziel ist es, alle diese Grundbewegungen unabhängig voneinander mit den einzelnen Körperregionen ausführen zu können und in weiterer Folge miteinander zu kombinieren ("Layering").

Die Bewegung der Arme und Hände ist ein wesentlicher Bestandteil im orientalischen Tanz

Oft unterschätzt und trotzdem ein wichtiger Bestandteil ist die richtige Haltung der Arme und Hände. Was für die Zuseher oft relativ "einfach" wirkt bedarf viel Übung seitens der Tänzerin.

Einer der wichtigsten Faktoren im orientalischen Tanz ist der Fluss, der maßgeblich auch durch die Arm- und Handbewegungen gegeben ist. Sehr schön sieht man das bei den sogenannten "Schlangenarmen", auch eine der typischen Bewegungen im orientalischen Tanz.

Um den Fluss in den Armen optisch zu erhalten gilt es, den Ellenbogen die Bewegung anführen zu lassen. Auch der isolierte Ablauf spielt hier eine große Rolle, denn der unabhängige Einsatz von Schultern, Ellenbogen, Handgelenk und Fingern macht die Qualität jeder Armbewegung aus.

Bei den Händen verhält es sich ähnlich, auch ihnen kommt viel Aufmerksamkeit zuteil. Die richtige Fingerhaltung macht enorm viel aus und so wie auch bei allen anderen Bewegungen im Tanz spielt hier das richtige Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung eine entscheidende Rolle.

Der Daumen sollte stets unter der Hand liegen und nicht ausgestreckt sein, alle anderen Finger sollten sich in unterschiedlichen Ebenen befinden und gestreckt, allerdings nicht angespannt sein.

Vom Anfänger bis zum Profi - Die Qualität ist entscheidend

Lernt man den orientalischen Tanz, hat man sowohl als Anfänger als natürlich auch Profi die Möglichkeit dem Zuschauer seine Kunst zu unterbreiten und daran Teil haben zu lassen.

Selbst wenn man noch am Beginn steht, kann man mit einer einfachen Choreografie (aber nicht minder wertvollen und bezaubernden) seinen Tanz wunderbar darstellen.

Wie in so vielen Dingen macht hier nicht die Quantität sondern die Qualität den Unterschied. Natürlich erhält man mit der Zeit durch neu erlernte oder ausgebaute Bewegungen mehr Möglichkeiten um sich selbst auszudrücken und eine schwierigere Choreografie vorzuzeigen. Je höher das Level der Tänzerin, desto mehr Elemente wird ihr Tanz enthalten.

So oder so ist aber der Spaß und die Begeisterung das wichtigste Werkzeug um das Publikum und sich selbst mitzureißen und die Lebensfreude und Energie dieses Tanzes kunstvoll darzustellen.