Original amerikanisches Rezept: herzhafte Schinken-Käse-Muffins

Original amerikanische Schinken-Käse-Muffins - flickr/apryl.lowe
Original amerikanische Schinken-Käse-Muffins - flickr/apryl.lowe
Eine leckere und pikante alternative Variante zu süßen Muffins. Sie sind schnell und einfach selbst gemacht, schmecken köstlich und sind auch laktosefrei.

Muffin ist die Bezeichnung für zwei verschiedene Gebäckarten in Großbritannien und in Amerika. In Großbritannien steht der Name "Muffin" für ein flaches Hefegebäck, das als Toast gegessen wird. In den USA werden diese als "English muffins" bezeichnet. Die US-amerikanischen Muffins sind kleine runde Kuchen, die meistens mit Natron oder Backpulver hergestellt werden. Sie werden entweder in Papier-Backförmchen oder in einer speziellen Muffin-Backform gebacken. Die Herkunft des Namens Muffin ist nicht genau überliefert. Sprachwissenschaftler leiten es von der alten französischen Bezeichnung moufflet ab, dies bedeutet übersetzt "weiches Brot". Muffins sind nicht identisch mit Cupcakes. Diese haben zwar eine ähnliche Form wie Muffins, sind aber süßer, werden aus Rührteig hergestellt, enthalten in der Regel keine Nüsse oder Ähnliches und werden mit einem Überzug aus Zuckerguss oder einer Cremehaube verziert.

Die US-amerikanischen Muffins

Der Überlieferung nach brachten britische Auswanderer im 19. Jahrhundert den Muffin nach Nordamerika. Der US-amerikanische Muffin wird nicht aus Hefeteig hergestellt, sondern aus einfacherem Teig mit Hilfe von Triebmitteln wie Backpulver und Natron. Da das Backpulver erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurde, kann der US-amerikanische Muffin als die "modernere" Form angesehen werden.

Für die perfekte Teig-Konsistenz sind die Verwendung eines flüssigen Backfettes (geschmolzene Butter oder Öl) sowie der richtige Säuregehalt im Teig in Kombination mit dem Triebmittel wichtig. Je saurer die flüssigen Zutaten wie beispielsweise Joghurt oder Buttermilch sind, desto mehr Natron muss anstelle des Backpulvers zugegeben werden. Der Muffin-Teig ist kein Rührteig, er hat mehr Ähnlichkeit mit einem Pfannkuchen-Teig. Der Unterschied zu diesem besteht aber in der speziellen Art der Zubereitung des Teiges.

Die "Muffin-Methode" - die spezielle Art der Zubereitung des amerikanischen Muffin-Teiges

Bei der speziellen "Muffin-Methode" werden die trockenen beziehungsweise festen Back-Zutaten wie Mehl, Backpulver, Natron und Salz und die flüssigen Zutaten wie Öl, Milch, Joghurt, Ei, Buttermilch und Zucker zunächst getrennt voneinander in zwei verschiedenen Schüsseln vermischt. Anschließend wird die flüssige Hälfte auf die feste beziehungsweise trockene andere Hälfte gegeben und der Teig wird für nur etwa zehn Sekunden vermischt. Wenn man ihn länger vermengt, entsteht zu viel Kleber im Teig, die CO2-Bläschen werden zu groß und das Gebäck würde dadurch zäh werden. Wenn der Muffin noch weitere Zutaten enthalten soll wie beispielsweise Speck, Nüsse, Käse, Schoko-Stückchen oder die in Amerika sehr beliebten Blaubeeren, dann werden sie jetzt zugegeben und der Teig auch nur für weitere drei- oder viermal vermengt. Er darf dann auch nicht zu lange stehen, sondern muss sofort gebacken werden, sonst würde der Muffin wie bei zu langem Rühren zäh werden. Der Teig wird dann in Papier-Backförmchen oder in speziellen Backformen aus Silikon oder Metall ausgebacken, so entsteht die typische Muffin-Form.

Die offiziellen "State Muffins"

Drei Staaten der USA haben Muffins zu offiziellen "State Muffins" erklärt:

  1. Massachusetts den Maismehl-Muffin seit 1986
  2. New York den Apfel-Muffin seit 1987
  3. Minnesota den Blaubeer-Muffin seit 1988

Muffins sind super leicht zu backen und meistens braucht man dafür nicht einmal ein Rührgerät. Sie können den Teig mit einem Kochlöffel oder Schneebesen vermengen, das reicht vollkommen aus. In den USA sind die Muffins ein typisches Frühstücks-Gebäck, sie werden aber auch gerne als Snack zwischendurch gegessen. Auch Menschen die an Laktose-Intoleranz leiden, müssen nicht mehr länger auf diese leckeren Muffins verzichten. Bei Verwendung der angegebenen laktosefreien Zutaten sind sie vollkommen verträglich und Sie müssen sich bezüglich etwaiger Unverträglichkeiten und Beschwerden keinerlei Gedanken mehr machen. Mit diesem Rezept können Sie diese überaus köstlichen Schinken-Käse-Muffins schnell, einfach und ohne großen Aufwand selbst zubereiten. Sie werden begeistert sein - überzeugen Sie sich selbst.

Zutaten für die Schinken-Käse-Muffins (ergibt 12 Stück)

  • 215 g Mehl
  • 20 g Haferflocken
  • 2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Ei
  • 150 ml laktosefreie Buttermilch (z. B. MinusL)
  • 50 ml Öl
  • 100 g laktosefreier Emmentaler Raspelkäse (z. B. MinusL oder Aggensteiner)
  • 150 g laktosefreier Kochschinken (z. B. Rügenwalder Mühle oder Herta)

Zubereitung der Schinken-Käse-Muffins

Heizen Sie zu allererst den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vor. Legen Sie dann eine Muffin-Form mit Papier-Backförmchen aus oder fetten Sie die Form mit etwas laktosefreier Butter oder Margarine aus. Alternativ können Sie die Muffins natürlich auch in den Papier-Backförmchen backen. Geben Sie nun das Mehl, die Haferflocken, das Backpulver und das Salz in eine Schüssel und vermischen Sie alles gut. Nehmen Sie dann eine zweite Schüssel und geben Sie die flüssigen Zutaten, wie das Ei, die Buttermilch und das Öl hinein und verrühren Sie alles gut. Schneiden Sie nun den Kochschinken in feine Würfel und geben Sie sie zusammen mit dem Raspelkäse zur Ei-Buttermilch-Öl-Masse hinzu und vermengen Sie alles nochmals kurz. Fügen Sie dann die zuvor in der ersten Schüssel vermengten trockenen Zutaten hinzu und verrühren Sie alles zügig zu einem glatten Teig. Befüllen Sie damit nun die Papier-Backförmchen beziehungsweise die Muffin-Form maximal bis zur Hälfte, da die Muffins noch aufgehen werden. Backen Sie sie dann für circa 20 Minuten und servieren Sie die Schinken-Käse-Muffins anschließend warm. Guten Appetit.

Einige Tipps und Anmerkungen zum Schluss:

  • Am besten schmecken die Muffins wenn sie ganz frisch gebacken und noch warm sind.
  • Wenn Ihnen der Emmentaler-Käse zu leicht ist, können Sie auch schärfere Käsesorten verwenden.
  • Diese pikanten Muffins sind sowohl als Mittagessen beispielsweise mit einem grünen Salat als Beilage, oder als leckerer Nachtisch, aber auch als kleiner Snack für zwischendurch oder zum Abendbrot bestens geeignet.
  • Dieser Muffin-Teig lässt sich kinderleicht abwandeln. Rühren Sie anstatt den Schinken-Würfeln und dem Raspelkäse Speck, Trockenfrüchte, Obst- oder Schoko-Stückchen, Nüsse, Äpfel oder geriebene Karotten unter. Oder probieren Sie die Muffins doch einmal mit uramerikanischen Zutaten wie Maismehl, Pecannüssen und Ahornsirup. Sie können die Zutaten je nach Verträglichkeit und Belieben wählen, lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.
  • Amerikaner lieben ihre Muffins mit Blaubeeren. Wenn Sie tiefgefrorene Früchte wie Himbeeren, Brombeeren oder Blaubeeren verwenden, lassen Sie diese nicht auftauen, sonst werden sie beim Unterrühren matschig.
  • Zum Süßen des Muffin-Teiges können Sie braunen Zucker oder Ahornsirup verwenden.
  • Als Flüssigkeit können Sie anstatt der Buttermilch auch Saure Sahne, Milch oder Naturjoghurt nehmen. Wenn Sie gesäuerte Milchprodukte verwenden, können Sie zusätzlich zum Backpulver einen halben Teelöffel Natron hinzugeben, so werden die Muffins schön luftig und locker.

Quelle:

  • eigene Kreation
Silke Nitsche, Y. M.

Silke Nitsche - Ich bin eine gebürtige Pfälzerin und bin Ende Oktober 2010 nach Berlin umgezogen. Schon seit meiner Jugend bin ich eine ...

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