Orte des Gedenkens am Omaha Beach in der Normandie

Amerikanischer Soldatenfriedhof in Colleville - Doreen Bennewiz
Amerikanischer Soldatenfriedhof in Colleville - Doreen Bennewiz
Am 6.6.1944 landeten die Amerikanischen Streitkräfte in der Normandie. Der Tag ging als D-Day in die Geschichte ein. Zahlreiche Orte erinnern heute daran.

Am 06. Juni 1944 landeten die Alliierten in der Normandie. Die Amerikaner trafen am Landeabschnitt Omaha auf schweren Widerstand der Wehrmacht. Deshalb wird er auch „Bloody Omaha“ genannt. Noch heute kann man vor Ort auf Spuren dieser Kämpfe stoßen. Zahlreiche Museen, Geschützstellungen, Bunker, Denkmäler und auch Militärfriedhöfe halten die Erinnerung an den D-Day wach. Jedes Jahr finden um den 06. Juni Veranstaltungen statt.

Bombenkrater auf der Pointe du Hoc

Die deutsche Stellung wurde am Vorabend des D-Day stark zerbombt. Die Krater übersäen noch heute das etwa 12 ha große Areal. Am Parkplatz gibt es ein Informationszentrum. Hier kann man sich Infomaterial über die Pointe du Hoc und Omaha Beach holen. Ein Fußweg führt dann auf das Gelände. Eine Tafel gibt einen Überblick über die Kämpfe, die sich das 2. Ranger Bataillon mit den Deutschen lieferten. Der Weg führt vorbei an zerstörten Stellungen und Unterständen. Einige können heute noch selbstständig erkundet werden. Taschenlampe und festes Schuhwerk nicht vergessen. Auf einer Plattform kann man sich dann einen Überblick über das Areal verschaffen. Der markanteste Punkt ist wohl die Granitspitze, die auf der ca. 30 m hohen Steilküste hervorragt. Sie ist ein Denkmal für die Kämpfer, deren Leiber teilweise noch heute unter den Trümmern ruhen: La Pointe du Hoc, 14450 Criqueville-en-Bessin.

Grandcamp-Maisy: Das Ranger Museum

Wer noch mehr erfahren möchte über die Erstürmung der Pointe du Hoc, sollte den kleinen Fischerrot Grandcamp-Maisy besuchen. Hier befindet sich das Ranger Museum. Das kleine, aber sehr interessante Museum, zeichnet den Angriff der amerikanischen Eliteeinheit mit zahlreichen Ausrüstungsgegenständen nach: Musée des Rangers, Quai Crampon, 14450 Grandcamp-Maisy.

Vierville-sur-Mer und St. Laurent-sur-Mer: zahlreiche Verluste am Omaha Beach

In Vierville-sur-Mer lässt sich das Geschehen vom 06. Juni noch sehr gut nachvollziehen. An der Strandpromenade steht noch immer ein Bunker, in dem sich ein Geschütz befindet, das den Amerikanischen Streitkräften starke Verluste zuführte bei der Landung am Standabschnitt Omaha. Die Stellung ist heute ein Denkmal für die Amerikanische Nationalgarde. Auf der Seebrücke kann man bei Ebbe einen Blick auf Teile einer künstlichen Hafenanlage werfen. Der Hafen „Mullberry A“ sollte den Amerikanern zur Nachschubsicherung dienen. Die schwimmenden Bauteile hierfür wurden über den Ärmelkanal geschleppt. Er wurde jedoch bereits zehn Tage nach seiner Fertigstellung bei einem Sturm zwischen dem 19. und 22. Juni 1944 zerstört. Auf einen Neubau wurde verzichtet und so nutzen die Streitkräfte den Hafen „Mullberry B“ im Britischen Landesektor. Interessant ist ebenfalls das Museum im Ort, welches alle möglichen Ausrüstungsgegenstände pränsentiert: Musée D.Day Omaha, Route de Grandcamp-Maisy, 14710 Vierville-sur-Mer.

An der Strandpromenade Richtung St. Laurent-sur-Mer steht ein kleines Denkmal, das den Standort des ersten amerikanischen Soldatenfriedhof im Zuge der Invasion markiert. Der provisorische Friedhof wurde später aufgelöst und nach Colleville-sur-Mer verlegt. Ebenfalls zum Landeabschnitt Omaha gehört der Ort St. Laurent-sur-Mer, der am 06. Juni 1944 um 13 Uhr befreit wurde. Auch hier ist ein Museum ansässig: Musée Mémorial d´Omaha Beach, Avenue de la Libération, 14710 St. Laurent-sur-Mer.

Hier kann man neben lebensgroßen Dioramen, die die Szenen am Omaha Beach wiedergeben, auch ein Landungsboot und einen Sherman-Panzer bestaunen.

Colleville-sur-Mer: Amerikanischer Soldatenfriedhof und deutsche Stellungen

Der beschauliche Ort Colleville-sur-Mer erlangte traurige Berühmtheit durch den ca. 70 Hektar großen amerikanischen Soldatenfriedhof, den viele aus dem Spielberg Film „Der Soldat James Rayn“ kennen dürften. Die Gräber der 9.386 gefallenen Soldaten sind durch weiße Marmor-Kreuze bzw. Davidsterne gekennzeichnet. Das 2007 eröffnete Visitor Center gibt einen Einblick in die bewegende Geschichte des Ortes und seiner Befreier.

Vom Friedhof führt ein Weg zum Strand. Hier fällt als erstes der Obelisk ins Auge, der den Männern der 1. US Infanteriedivision gewidmet ist, die sich hier eine verlustreiche Schlacht mit den deutschen Truppen lieferten, welche die am Strand landenden Truppen unter Beschuss nahmen. Diese Stellungen können auch heute noch vor Ort besichtigt werden.

La Cambe: Ein deutscher Soldatenfriedhof in der Normandie

Auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in La Campe ruhen ca. 21 300 Gefallene. Er wird vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge betreut. Der Friedenspark mit über 1.200 Ahornbäumen soll zum Frieden mahnen.

Quellen:

  • Yves Lecouturier: Die Strände der Alliierten Landung. Rennes 2000.
  • Georges Bernage: The D.Day Landing Beaches. Bayeux 2001.