
- Die goldene Trophäe - Der Oscar - © Alexander Hauk - PIXELIO.de
In der Nacht vom 27.2.2011 zum 28.2.2011 fand die 83. Verleihung des Academy Awards, des Oscars, statt. Die Abräumer des Abends waren erwartungsgemäß die beiden Top Favoriten „The King’s Speech“ und der Science-Fiction-Thriller „Inception“, die anschließende Kritik zur Show in den Medien war vernichtend.
Die Oscar-Gewinner im Überblick
Oscar-Gewinner in den Hauptkategorien
Das bereits vorab viel gelobte und in den Medien allgemein favorisierte Historiendrama „The King’s Speech“ um König George VI, den stotternden Vater von Königin Elisabeth, bekam vier Oscars in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Hauptdarsteller“ für Colin Firth und „Bestes Orginal-Drehbuch“, was keine große Überraschung war. Auch die Action-Science-Fiction „Inception“, um die Macht der Träume und die verbrecherische Ausnutzung derselben durch illegale Eindringlinge, erhielt vier Oscars für die „Besten Spezialeffekte", die „Beste Kamera“, den „Besten Ton“ und den „Besten Tonschnitt“. „The Social Network“, die Geschichte um Harvard-Student Marc Zuckerberg und die Entstehung von Facebook und seinem Siegeszug um die Welt, bekam immerhin drei Auszeichnungen für das „Beste adaptierte Drehbuch“, den „Besten Schnitt“ und den „Besten Soundtrack“. Das Ballett-Psycho-Drama „Black Swan“ bekam ebenfalls erwartungsgemäß einen Oscar: „Beste Hauptdarstellerin“ für die hochschwangere Natalie Portman.
Oscar-Gewinner in Nebenkategorien
Das Boxer-Drama „The Fighter“ holte zwei Academy Awards für die beiden „Besten Nebendarsteller“ Christian Bale und Melissa Leo. Auch „Toy Story 3“ bekam zwei Auszeichnungen als „Bester Animationsfilm“ und für den „Besten Filmsong“. Die Verfilmung des Kinderbuchklassikers „Alice im Wunderland“ bekam zwei Oscars für das „Beste Szenenbild“ und das „Beste Kostümdesign“. „In a Better World“ aus Dänemark erhielt die goldene Trophäe für den besten nicht englischsprachiger Film, „The Lost Thing“ für den besten animierter Kurzfilm, „God of Love“ für den besten realen Kurzfilm, „Inside Job“ für den besten Dokumentarfilm, „Strangers no more“ für den besten Dokumentar-Kurzfilm und „The Wolfman“ für das beste Make-Up.
Die Show: Echo der Medien, das Moderatoren-Duo als Verlierer
Die Medien sind sich einig: Die 83. Oscarverleihung im Jahr 2011 war die schlechteste Show aller Zeiten. Einhellig schrieben stern.de, spiegel.de und etliche andere, dass das Moderatoren-Duo Anne Hathaway und James Franco uninspiriert gewesen sei, sie völlig überdreht, er gelangweilt und dass Altstars wie Billy Crystal bei Weitem witziger und unterhaltsamer und die einzigen Highlights eines sonst gähnend langweiligen Abends waren. Krampfhaft war versucht worden, ein jüngeres Publikum anzusprechen und daher wurden junge, unerfahrene und völlig überforderte Moderatoren gewählt – die jüngsten in der Geschichte der Academy Awards. Gleichzeitig wurde die Sendezeit massiv gekürzt. Beides nahm der Show die Würze. Auch gab es so gut wie keine Spannung bei der Verleihung: Sämtliche Gewinner standen mangels adäquater Konkurrenz im Grunde von Anfang an fest. „The Kings Speech“ wurde im Vorfeld ebenso als Favorit für den besten Film gehandelt wie Natalie Portman als beste Hauptdarstellerin für „Black Swan“. Die einzige wirkliche Überraschung war die lahme Show, hatte man doch eigentlich neben dem gewohnten Glanz und Glamour frischen Wind im verstaubten Hollywood erwartet.
