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Oscar 2011 - Kurioses und Wissenswertes rund um die Verleihung

Oscar 2011 - Die Verleihung kann kommen - (c) A.M.P.A.S.
Oscar 2011 - Die Verleihung kann kommen - (c) A.M.P.A.S.
Die Bedeutung der Nebenkategorien, die angekündigten Stars, das Geheimnis um Robert Pattinson und alle Zutaten für eine Oscar-Party.

Bei der 83. Oscar-Verleihung am 27. Februar 2011 geht es nicht nur um die Frage, welcher Schauspieler den wichtigsten Filmpreis der Welt gewinnt. Es geht um Stars, Traditionen und einige spannende Nebenkategorien!

Der Vorbote des besten Films – Die Kategorie „Bester Schnitt“

Obwohl der Preis für den besten Schnitt als Nebenkategorie gilt, hat er eine ganz besondere Bedeutung. Seit 1981 war jeder Film, der zum besten Film gekürt wurde, auch in dieser Kategorie nominiert. Darüber hinaus haben zwei Drittel der Film-Gewinner diesen Oscar ebenfalls gewonnen. Im letzten Jahrzehnt haben sogar nur drei Filme („Black Hawk Down“, 2001, „The Aviator“, 2004, „The Bourne Ultimatum“, 2007) den Oscar für den besten Schnitt erhalten und sind beim Hauptpreis leer ausgegangen. Aber beispielsweise wurde auch der Überraschungssieg von „Crash“ im Jahre 2005 durch den Gewinn des Schnitt-Oscars weggenommen.

In diesem Jahr würde diese Regel bedeuten, dass sich nach den Nominierungen lediglich noch „Black Swan“, „The Fighter“, „The King’s Speech“, „127 Hours“ und „The Social Network“ Hoffnungen auf einen Oscar machen können. Beste Chancen in dieser Kategorie hat „ The Social Network“, der auch den Preis der Cutter-Gewerkschaft gewonnen hat. Sollte das Facebook-Drama also den Oscar erhalten, wird das Rennen um den Oscar für den besten Film richtig spannend. Gewinnt hingegen Oscar-Favorit „The King’s Speech“, können sich alle Zuschauer entspannt zurücklehnen.

Roger Deakins und der Oscar für die beste Kamera

Neunmal wurde Roger Deakins für einen Oscar nominiert, aber er hat bislang keinen Academy Award erhalten. In diesem Jahr könnte ihm nun der Coen-Western „True Grit“ die Trophäe einbringen. Er hat mit den Regisseuren bereits bei „Fargo“, „O Brother, Where Are Thou?“ und „No Country for Old Men“ zusammengearbeitet und die Optik der Coen-Filme maßgeblich mitgestaltet. Aber auch sein wohl größter Konkurrent in dieser Kategorie kann auf eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Regisseur verweisen. Wally Pfister ist für „Inception“ nominiert und hat mit Christopher Nolan bereits bei „Batman Begins“, „Prestige – Die Meister der Magie“ und „The Dark Knight“ zusammengearbeitet. Für alle vier Filme wurde er nominiert – und auch er hat bislang keinen Oscar erhalten.

Oscar 2011 – Das Geheimnis um Robert Pattinson

Schon im letzten Jahr haben sich die Organisatoren der Verleihung um ein jüngeres Publikum bemüht. Neben verstärkten Social-Media-Aktivitäten setzen sie vor allem auf angesagte Jung-Schauspieler, so dass letztendlich unter anderem auch die „Twilight“-Stars Taylor Lautner und Robert Pattinson über den roten Teppich gingen. In diesem Jahr hält sich nun hartnäckig das Gerücht, dass Robert Pattinson erneut bei den Oscars auftreten wird. Eine offizielle Bestätigung blieb bisher aus, stattdessen gab Bruce Cohen, der Produzent der Oscar-Verleihung, nur den nebulösen Hinweis, dass es für alle Fans von „Twilight“ in der Oscar Nacht eine Überraschung gäbe.

Viele Stars auf dem roten Teppich – Jude Law, Russell Brand und Annette Bening sind bei den Oscars

Doch abgesehen von den „Twilight“-Stars werden zahlreiche prominente Gäste erwartet. Unter den Präsentatoren sind bislang unter anderem Amy Adams, Helen Mirren, Javier Bardem, Hilary Swank, Josh Brolin, Scarlett Johansson, Russell Brand, Cate Blanchett, Reese Witherspoon, Nicole Kidman, Jude Law, Tom Hanks, Hugh Jackman, Robert Downey jr. und Annette Bening. Darüber hinaus werden Zachari Levi, Alan Menken, Mandy Moore, Randy Newman, Gwyneth Paltrow, A.R. Rahman und Florence + The Machine die oscar-nominierten Songs performen.

Der Oscar-Fluch

Lange Zeit gehörte der sogenannte Oscar-Fluch eher zu der Berichterstattung in der Klatschpresse, doch nun hat ein Forscherteam um Colleen Stuart von der Carnegie Mellon Universität in Pittburgh die Partnerschaften der Männer und Frauen untersucht, die von 1936-2010 für einen Oscar nominiert waren. Von ihnen ließen sich nach der Nominierung 60 Prozent mindestens einmal scheiden, aber bei den Schauspielerinnen gab es eine weitere Auffälligkeit: Wurden sie für den Oscar nominiert, hielt ihre Ehe immerhin noch 9,5 Jahre. Gewannen sie hingegen den Oscar, blieben sie nur noch 4,3 Jahre verheiratet. Bleibt also mal abzuwarten, wie es der diesjährigen Oscar-Gewinnerin ergehen wird.

Oscar-Party – Tippen, raten und alle wichtigen Zutaten

Insbesondere hierzulande steht allen Oscar-Fans eine lange Nacht bevor, wenn sie die Verleihung live verfolgen wollen. Mit der richtigen Vorbereitung können aber insbesondere langweilige Dankesreden und Werbepausen verkürzt werden. Beispielsweise gibt es auf der offiziellen Oscar-Homepage ein Oscar-Bingo, das wunderbar während der Verleihung gespielt werden kann. Für ein ausführliches Oscar-Tipp-Spiel im Vorfeld gibt es außerdem eine Seite mit allen Nominierten, die einfach heruntergeladen und ausgedruckt werden kann. Darüber hinaus finden sich auf der Seite noch Rezepte für glamouröse Speisen und Getränke, die natürlich perfekt zu einer rauschenden Oscar-Nacht passen.

Sonja Hartl - Als freie Kritikerin, Autorin und Redakteurin lese, arbeite und lebe ich in Bonn.

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