Das Osterfest wird bei den Christen seit rund 2.000 Jahren zelibriert und gefeiert. Am Aschermittwoch fängt die 40tägige Fastenzeit an und endet Ostern. Die christliche Kirche feiert an den Ostertagen die Auferstehung von Jesus Christus, nachdem er Karfreitag am Kreuz gestorben ist und am Ostersonntag von den Toten auferstanden ist. Der Karfreitag ist im Christentum der höchste Feiertag.
Ostern wurde dem jüdischen Pessahfest angepaßt und war bis zum Jahre 325 n. Chr. maßgebend, allerdings nach dem ersten ökumenischen Konzil von Nikäa wurde der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond als Festtermin bestimmt (Quelle: www.wissen.de). Das Pessahfest war ein Erinnerungsfest an die Befreiung der Knechtschaft in Ägypten und wird heute noch im jüdischen Glauben gefeiert.
Schon beim Pessahfest gab es Rituale, welche noch heute bei unserem Osterfest zu finden sind wie zum Beispiel die hartgekochten Eier. Die Juden kochen allerdings ihre Hühnereier über mehrere Stunden, so dass das Eidotter grün-braun wurden, diese sollten sie an die harte Zeit in Ägypten erinnern.
Ostereier färben
Durch den Verzicht des Verzehrs von Eiern in der 40tägigen Fastenzeit, werden zum Osterfest die gekochten Eier in einer Vielzahl den gläubigen Christen angeboten. Das Ei ist das Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Erneuerung. Da in der Fastenzeit keine Eier gegessen werden durften, kochte man sie und um sie von den ungekochten Eiern unterscheiden zu können, legte Pflanzenstoffe zum Färben in das Kochwasser wie zum Beispiel rote Beete oder Zwiebeln. Rote Beete färbt die Eier rot, Zwiebeln und deren Schalen färben die Eier braun.
Seit dem 12. Jahrhundert ist der Ostersamstag der traditionelle Tag des Eierfärbens. Nach dem Erkalten brachte man die Ostereier in bunten Körben, geschmückt mit Bändern in die Kirche um sie dort weihen zu lassen.
Am Ostersonntag versteckte man die bunt gefärbten Ostereier in Haus und Garten. Die Farbe spielte dabei eine große Rolle, so heißt es in alten Überlieferungen, dass ein blaues Ei Pech bringt, dagegen ein ein rotes Ei 3 Tage Glück.
Warum bringt der Osterhase die Ostereier?
Bei der germanischen Göttin Holda und der griechischen Göttin Aphrodite galt der Hase als das Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit. In Byzanz, dem heutigen Istambul galt der Hase als das Symbol für Jesus Christus.
Allerdings war der Osterhase, der den Kindern die Ostereier bringt bis im letzten Jahrhundert in vielen Teilen Deutschlands noch völlig unbekannt. Im 16. Jahrhundert überbrachten viele andere Tiere, wie Kranich, Fuchs oder Hahn die Ostereier. Es ist auch überliefert, dass der Gründonnerstag als Rückzahltag für Schulden galt, viele Schuldner bezahlten mit Eiern und Hasen.
Wahrscheinlich wurde der Hase der Überbringer von Eiern, weil er sich viel in Menschennähe aufhält und mit seiner Nachkommenschaft das Frühjahr einläutet. Es gibt aber keine schriftlichen Überlieferungen, wie der Hase zum Osterhasen wurde und mit seiner Kiepe den Kindern Ostereier und andere Süßigkeiten bringt.
Das Osterlamm
Das Osterlamm oder das Lamm Gottes, wird in der Kirche als Opfer dargestellt. Da heute kein Lamm mehr geschlachtet wird, werden am Ostersamstag Osterlämmer in Backformen gebacken und an Familie oder Nachbarn verschenkt.
Das Abbrennen des Osterfeuers
In der Nacht von Ostersamstag auf Ostersonntag, oft nach dem Kirchgang, trifft man sich um den im Winter angesammelten Holzhaufen abzubrennen. Diese Tradition ist eine Überlieferung aus dem Mittelalter, wo Holzräder einen Berg runtergerollt wurden um die Hexen und Böses zu vertreiben. Mit diesem Ritual versprach man sich eine bessere Ernte Durch das Abrennen wird der Frühling begrüßt. Oft wurden die Feuer auf Hügeln oder Bergen errichtet, damit man sie auch noch in weiter Ferne sehen konnte.
Das Abbrennen des Feuers ist mehr ein heidnischer, als ein christlicher Brauch.
Das Licht des Lebens
Die Osterkerze, auch das Licht des Lebens genannt, wird an Ostersamstag durch eine geweihte Flamme (ewiges Licht) entzündet und in die Kirche getragen. Von dieser geweihten Osterkerze werden viele kleine Kerzen entzündet. Mit dieser Geste bekunden die Gläubigen, das Jesus der Ursprung des Lebens ist und Licht in Dunkelheit bringt.
