Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) zeigt zum Osterfest 2009 ihr Herz für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre. Zum Osterfest 2009, das heißt vom Karfreitag am 10. April bis einschließlich Ostemontag am 13. April 2009 dürfen die Jungen und die Jüngsten ganz umsonst die 19 Schlösser der Stiftung, die über die Ostertage schon geöffnet sind, besuchen.

Die folgenden Schlösser haben Ostern 2009 bereit ihre Tore geöffnet. In Berlin sind dies Charlottenburg, Glienicke, Casino Glienicke, Jagdzeugmagazin im Jagdschloss Grunewald. In Potsdam stehen die Tore von Sanssouci mitsamt Schlossküche und Weinkeller, die Neuen Kammern, das Neue Palais, Charlottenhof, Orangerieschloss mit Turm, Cecilienhof, Marmorpalais, Babelsberg und die beiden Belvedere auf dem Klausberg und dem Pfingstberg die Tore geöffnet. Und in der restlichen Mark Brandenburg sind die Schlösser in Rheinsberg, Caputh, Paretz, Königs Wusterhausen und Oranienburg lohnende Ziele. In Oranienburg lässt sich vielleicht schon ein wenig die Blütenpracht der Landesgartenschau erahnen, die am 25. April ihre Tore öffnen wird.

Ostern im Park Sanssouci

Die Gärtner der Stiftung haben in den letzten Wochen kräftig in die Hände gespuckt. Trotz der gartentechnisch nicht so optimalen Witterungsbedingungen ist die Frühjahrsbepflanzung pünktlich zum Saisonauftakt in den Beeten.

Am Ostersonntag lohnt ein Spaziergang im Park Sanssouci besonders. Denn um 15 Uhr wird die Große Fontaine im Gartenparterre vor dem Schloss Sanssouci kurzzeitig in ihrer vollen Schönheit sprudeln. So hat Friedrich der Große diese Fontaine nie gesehen. Erst unter Friedrich Wilhelm IV. brachten die Techniker so viel Druck auf die Wasserleitung, dass die Große Fontaine bis zu 38 Meter aufsteigen konnte. Und diese Höhe soll am Ostersonntag um 15 Uhr für kurze Zeit wieder einmal zu sehen sein. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Wettergötter mitspielen und der Wind nicht alles Wasser verweht, bevor es von allein wieder ins Becken fällt.

Themenführungen der Stiftung

Ab Ostern 2009 gibt es zum Ereignis des Mauerfalls vor 20 Jahren zwei Sonderführungen, auf denen auch die Teilungssituation der Garten- und Parklandschaft von Potsdam verdeutlicht wird.

Eine dieser Führungen führt von der Glienicker Brücke via Klein Glienicke mit einem Abstecher zum Böttcherberg und über den Teltowkanal an der Grenze entlang zum Babelsberger Park.

Die zweite Führung zum Thema Mauerfall startet auch auf der Glienicker Brücke. Sie führt an der Villa Schöningen, nach Plänen von Ludwig Persius erbaut, vorbei und folgt dem Mauerverlauf an der Schwanenallee und in den Neuen Gärten bis zur Meierei. Weiter geht es bis zur Bertinistraße, wo einst die Grenzkontrollstelle Nedlitz für den Schiffsverkehr eingerichtet war.

Dann werden eine Reihe weitere Themenführungen angeboten:

  • Der unterhaltsame Parkspaziergang „Mit Fürst Pückler unterwegs“ im Park Babelsberg,
  • "Aus der Zeit gefallen“ ist das Motto der Führung mit dem Marquis d’Argens, dem Kammerherrn von Friedrich dem Großen, durch Schloss Sanssouci oder die Bildergalerie im Park Sanssouci,
  • Aly, der Kammertürke der Königin Sophie Charlotte, weiß im Schloss Charlottenburg so manches über die hohen Herrschaften, was eigentlich nicht für die Ohren des gemeinen Volkes bestimmt ist
  • An Familien mit Kindern richtet sich die Führung mit dem Schlossdrachen Johann Ludwig von Fauch im Neuen Palais,
  • Neu im Programm ist das „Preußische Küchengeschwätz“, über das Ferdinand Andrea Tamanti, der königliche Hofkoch von Friedrich Wilhelm IV., in Schlossküche und Schlosskeller von Sanssouci dem gemeinen Volk zu berichten weiß.
Dem Veranstaltungsplan der SPSG sind die Termine für diese Führungen zu entnehmen. Von dort sind auch die weiteren Details wie Zeit, Ort und Preis recht einfach abfragbar.

Neues in den Schlössern und Gärten im Jahr 2009

Ein Höhepunkt des Ausstellungsjahres 2009 bei der Schlösserstiftung wird die hochkarätige Ausstellung „Cranach und die Kunst der Renaissance unter den Hohenzollern“, die vom 31. Oktober 2009 bis 24. Januar 2010 im Neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg gezeigt wird. Ab dem 18. Dezember 2009 soll das Schloss Schönhausen wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Ansonsten ist 2009 die Arbeit der Stiftung auf das Luisenjahr 2010 ausgerichtet. Dann sollen echte Höhepunkte geboten werden.