Ostfriesland liegt im äußersten Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland an der Nordseeküste. Neben dem Festland gehören auch die berühmten ostfriesischen Inseln dazu. Die Landschaft ist insgesamt etwas karg und das hat sich auch in der traditionellen regionalen Küche niedergeschlagen. Zum Ausgleich dafür ist sie durchaus lecker, herz- und nahrhaft und passend bei jedem Wind und Wetter.
Ostfriesischer Tee und Orangenpunsch, etwas für kalte Tage
Das erste Getränk das wohl jedem einfällt wenn man an Ostfriesland denkt ist Tee.Dessen Zubereitung erinnert noch immer eher an eine Kulthandlung. Wenn man nun 3 ungespritzte Orangen mit einem Kartoffelschäler dünn schält und den Saft der Orangen auspresst, die Schalen mit 3 EL Zucker in etwas Wasser ca. 5 Minuten kochen lässt, die Schalen herausnimmt, das Wasser und den Orangensaft mit 3/4 l Ostfriesentee zusammengießt und warm hält, 3-4 EL Rosinen zusammen mit 0,4 l Rum kurz erhitzt und alles zusammengießt, hat man einen sehr leckeren friesischen Orangenpunsch. Zum Aufwärmen hilft natürlich immer auch ein Schnaps und die „Bohnsupp“ sollte keinesfalls mit einen herzhaften Eintopfgericht verwechselt werden.
Wie man eine leckere ostfriesische Bohnsupp ansetzt
Da zur Zubereitung einer Ostfriesentorte die Bohnsupp eine wichtige Rolle spielt, muss diese zunächst mal angesetzt werden. Hierzu benötigt man:
- 250 g Rosinen und/oder Sultaninen
- 100 g brauner Kandiszucker
- 1 Liter Branntwein, (Ostfreeske Brannwien)
Die Rosinen mit viel Wasser abspülen und in ein gut verschließbares Gefäß geben. Den Kandiszucker darüber streuen und dann das Gefäß mit dem Branntwein auffüllen. Etwa 1-2 Wochen ziehen lassen und ab und zu vorsichtig durchrühren. Der Zucker muss sich vollständig aufgelöst haben. Am besten schmeckt die Bohnsupp natürlich unter der Verwendung des originalen ostfriesischen Branntweins, aber es geht auch mit anderen Sorten und eventueller Zugabe von etwas Rum. Da kann man ruhig etwas experimentieren.
Diese Zutaten braucht man für eine ostfriesische Torte
Für den Biskuitboden:
- 6 Eier
- 200 g Zucker
- 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
- 125 g Weizenmehl
- 125 g Speisestärke
- 1/2 Päckchen Backpulver
- 6 EL heißes Wasser
- 4 EL Branntweinrosinen-Sud
- 1 Prise Salz
Für den Tortenbelag:
- 2 bis 3 Tassen Branntweinrosinen,
- 600 ml Sahne
- 3 Päckchen Sahnesteif
- 6 EL Branntweinrosinen-Sud
Von der Zubereitung des Biskuitbodens bis zur leckeren ostfriesischen Torte
Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Zucker und Bourbon-Vanillezucker schaumig schlagen und das heiße Wasser zugeben. Nun das Mehl und die Speisestärke mit dem Backpulver und Salz vermischen. Die Mischung nun auf die Creme sieben und gut unterrühren. Als nächstes das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben. Danach die 4 EL Branntweinrosinen-Sud dazugeben. Eine mittlere Springform mit Papier auslegen und den Teig in die Form füllen. Die Backzeit beträgt 30 Minuten bei 170 Grad.
Nach dem Auskühlen den Biskuitboden zweimal waagerecht durchschneiden. Sahne und Sahnesteif schlagen und die 6 EL Branntweinrosinen-Sud unterrühren. Den unteren Boden mit einem Drittel der Sahne bestreichen und mit der Hälfte der Branntweinrosinen belegen. Die zweite Biskuitplatte obenauf legen und ebenfalls mit Sahne und den restlichen Branntweinrosinen belegen. Nun die dritte Platte auflegen und die Torte mit der restlichen Sahne von allen Seiten bestreichen und nach persönlichem Geschmack verzieren.
Die Ostfriesentorte und auch die Branntweinrosinen eignen sich selbstverständlich nicht für Kinder!
