
- Abenteuer Baumhaus - © duwitt / pixelio.de
Viele Kinder verbringen zu viel Zeit vor Fernsehern oder Computern. Waren in den 1970er Jahren Kinder täglich noch drei bis vier Stunden an der frischen Luft, so wurde 2010 kaum eine Stunde erreicht. Folgen sind unter anderem mangelnde Fitness, Übergewicht und Konzentrationsstörungen. Mehr Bewegung können Eltern als bewegte Vorbilder durch spielerische Naturerlebnisse fördern. Einfacher ausgedrückt: „Kinder brauchen Abenteuer“.
Riechnasen vor oder Geruchs-Rallye
Man benötigt einige kleinere blickdichte Behälter, zu jedem Behälter ein Stück blickdichten Gardinenstoff oder ein Stück Strumpfhose und Gummiband, um den Stoff auf der Öffnung des Behälters zu fixieren. Nun werden verschiedene Naturmaterialien gesammelt. Alles, was riecht, kann dafür benutzt werden: Frische Obststücke, faulendes Obst, Moos, Erde, Gras, Heu, unterschiedliche Blumen oder Laub. Die duftenden Materialien werden in die Behälter gefüllt und mit dem dünnen Stoff verschlossen. Nun versuchen die Mitspieler, gegenseitig zu erriechen, was gesammelt wurde. Gleichzeitig kann man versuchen, den Geruch zu beschreiben. War er blumig, modrig, sauer, faulig oder erdig?
Blattmemory
Alle Mitspieler suchen sich die gleiche Anzahl Blätter. Das können Blätter von Bäumen, Blumen, Kräutern oder anderen Pflanzen sein. Je nach Alter der Kinder und Anzahl der Mitspieler sind zwei Blätter pro Kind das Minimum. Jeder Mitspieler muss sich seine Blätter sorgfältig betrachten. Wie genau sieht die Farbe aus, wie ist die Form und die Größe, sind die Blätter durch Fraßspuren, Löcher oder Pilze etwa unverwechselbar. Nach dieser Inspektion kommen alle Blätter auf einen Haufen und werden gut gemischt. Der Reihe nach nimmt jeder Mitspieler ein Blatt auf, von dem er meint, es gehöre ihm. Ist ein anderer Mitspieler der Meinung, das Blatt gehöre ihm, muss er das anhand der Blattmerkmale begründen. Anschließend kann ein gemeinsames Blattbild gestaltet werden.
Malen mit selbst gemachten Erdfarben
Ausgerüstet mit Schaufeln und Eimerchen oder Dosen werden verschiedene Bodenarten, jede für sich getrennt, gesammelt. Sand, Erde mit unterschiedlichen Humusanteilen, zerkleinerte Ziegel oder poröse Steinchen werden gesucht. Dazu können noch Pflanzen in unterschiedlichen Farben gesucht werden. Alle gesammelten Materialien werden im Mörser mit dem Stößel fein zerkleinert und kommen wieder in ihre Behälter. Mit Hilfe von Tapetenkleister und Wasser werden aus den unterschiedlichen Materialien verschiedene Erdfarben hergestellt, die mit den zermörserten Pflanzen noch variiert werden können. So bekommt man natürliche Fingerfarben. Um die richtige Mischung aus Erde, Pflanzen, Wasser und Kleister herstellen zu können, muss experimentiert und gematscht werden. Es sollten also alte Kleider angezogen werden und genügend alte Handtücher bereitliegen. Mit diesen Farben wird auf starkes Papier oder alte Tapetenrollen gemalt. Die Bilder können zum Trocknen einen Tag und länger benötigen.
Abenteuer Schnitzeljagd - Suchspiel mit Variationsmöglichkeiten
Eine Schnitzeljagd erfordert Vorbereitung und ist deshalb ein besonderes Event zum Kindergeburtstag. Doch auch ganz einfache Schnitzeljagden sind bei den Kids sehr beliebt. Bei der einfachsten Variante dieses Suchspiels ist eine Gruppe Kinder der Fuchs, die andere Gruppe der Jäger. Die Fuchsgruppe markiert Ihren Weg mit Papierschnitzeln oder Kreidepfeilen und legt falsche Fährten, die Jäger folgen in einigem Abstand und versuchen die Füchse einzuholen. Die meisten Schnitzeljagden werden aber als Suchspiel, an dessen Ende der Fund eines Schatzes steht, durchgeführt. Hier sind der Ausschmückung des Spieles kaum Grenzen gesetzt. Ein Beispiel, welches wiederum den Gegebenheiten angepasst und verändert werden kann, ist die Waldrallye.
Materialliste, Spielvorbereitung und Spielablauf einer Waldrallye
- Unterschiedliche Blätter von Laubbäumen oder Sträuchern werden gesammelt, die später korrekt zugeordnet werden müssen.
- Eine Schatzkarte aus altem Stoff, mit eingezeichnetem Lageplan einer Wasserstelle, wird benötigt. Auf der Karte können Entfernungsangaben und markante Punkte eingetragen sein. Ein Aufgabentext, in dem sinngemäß steht, dass man in der Wildnis Wasser zum Überleben benötigt, gehört auch dazu. Falls keine natürliche Wasserstelle in der Nähe ist, kann man einen großen Topf mit Wasser platzieren.
Aufgabe: Die gesammelten Blätter müssen den Bäumen und Sträuchern zugeordnet werden. In einem der Bäume hängt, für die Kinder unerreichbar, eine Schatzkarte, die sie nach Lösung der Aufgabe bekommen. Mithilfe der Schatzkarte muss der Weg zur Wasserstelle gefunden werden.
- Eine Flasche, mit der nächsten Aufgabe auf einem Zettel, schwimmt als Flaschenpost in der Wasserstelle. Die Nachricht kann als Rätsel verschlüsselt sein.
- Die Botschaft soll auf den „Weg der Früchte“ führen, auf dem verschiedene Früchte, die sich für einen Obstsalat eignen, versteckt sind.
- Der Weg der Früchte sollte auf eine Lichtung, Rastplatz oder dergleichen führen, wo es möglich ist, mit den Kids einen einfachen Obstsalat zu zubereiten. Hierfür benötigen die Kinder für das Obst einen Korb. Genügend Brettchen, Gefäße und Kindermesser sollten ebenfalls bereitliegen.
Aufgabe: Das Rätsel in der Flaschenpost soll gelöst werden und das Obst auf „dem Weg der Früchte“ gefunden und eingesammelt werden. Am Rastplatz sollte sich jedes Kind an der Zubereitung des Obstsalates beteiligen. Sind für die Outdooraktivitäten keine anderen Kinder erreichbar, können Eltern ihr Kind mit der Becherlupe auf Expedition schicken.
Quellen:
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