"Panic Of Girls" - Blondie veröffentlicht Album auf Rolling Stone

Rolling Stone Magazin, Blondie-Cover - Axel-Springer-Verlag
Rolling Stone Magazin, Blondie-Cover - Axel-Springer-Verlag
Prince und Lambchop machten es vor, Blondie tut es ihnen gleich: Veröffentlichung ihres neuen Albums als CD-Beilage des Rolling Stone Magazins.

In Blondies Fall handelt es sich um eine Vorab-Veröffentlichung, denn „Panic of Girls“ erscheint mit Bonus-Tracks im Handel - bei Prince war die letzte Albumveröffentlichung „20Ten“ ausschließlich über das beliebte Musikmagazin erhältlich. Speziell ist das auf jeden Fall und für Musiksammler ein absolutes Muss. Blondie ziert auch das Cover der aktuellen Rolling-Stone-Ausgabe - ein ebenso begehrtes Sammlerstück, das sich in sämtlichen Bilderrahmen und auf T-Shirts wiederfindet. Im Innenteil gibt es einen zweiseitigen Artikel über das Auf und Ab der Künstlerin.

Single „Mother“: Suchen nach der Mutter, nie selbst eine gewesen

Das Musikvideo zur Single-Auskopplung „Mother“ sorgte bereits im Internet für Furore. Darin spielt Andy Warhol eine tragende Rolle, den sie in Max's Kansas City kennenlernte (sein Blondie-Siebdruck-Portrait ist immer noch in ihrem Besitz). Ähnlich wie bei ihrem letzten großen Hit „Maria“ (Platz # 1 in UK und # 3 in Deutschlands Single-Charts) hat „Mother“ einen stark im Gehör bleibenden Refrain, von einer 66jährigen Sängerin, die selbst nie Mutter war.

Mutter-Gefühle – Zentrales Thema in Debbie Harrys Leben

Als sie nach ihrem Drogen-Entzug Anfang der 90er Jahre einen Privatdetektiv anheuerte, der ihre Mutter aufspürte, und diese ihr verlauten ließ: „Bitte gehen Sie mir nicht nochmal auf die Nerven. Ich möchte meine Ruhe haben“, wurde das Thema Mutter und Adoption zentrales Thema ihrer langjährigen Therapie, die sie wegen einer Depression aufsuchte. Die Mutter-Rolle in John Waters „Hairspray“ spielte sie dennoch hervorragend und ihre neue Single „Mother“ widmet sie dem gleichnamigen legendären Underground-Club im Manhatten der 90er.

„Panic Of Girls“ ist ein Sommer-Album

Mit Produktions-Touch der Killers ist das neue Blondie-Album „Panic Of Girls“ zu einem richtig guten Sommer-Album gewachsen. Erfrischende Melodien („What I heard“, „Love Doesn't Frighten Me“ - so etwas kann Nena, die momentan mit Kevin Costner eine Single am Start hat, in zehn Jahren auch noch singen) und Reggae-Sound (die Cover-Version von Sophia Georges „Girlie Girlie“, „Sunday Smile“ und „The End Of The End“) bestechen durch ihre Leichtigkeit. Balladen wie das in französisch gesungene „Le Bleu“ lassen auf Blondies neuem, sehr gelungenem Album Sommer-Romantik aufkommen, die man bisher so sehr vermisste. Als Bonus-Tracks werden am 15. Juli 2011 die Titel "End Of The World" und "Sleeping Giant" veröffentlicht.

Trackliste Blondie „Panic Of Girls“

  1. d-day
  2. What I Heard
  3. Mother
  4. The End The End
  5. Girlie Girlie
  6. Love Doesn't Frighten Me
  7. Words In My Mouth
  8. Sunday Smile
  9. Wipe Off My Sweat
  10. Le Bleu
  11. China Shoes

Rolling Stone Ausgabe 210 inklusive Blondie-Album „Panic of Grils“ erschien in Deutschland am 01. Juli 2011 für 7,90 Euro.

Döringer, Martin, (c) Marlonski

Martin Döringer - Martin schreibt nicht nur Online-Reviews, sondern moderierte/interviewte live bei Radio-ALEX und stellte TV-Clips her, diente dabei ...

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