
- Montmatre - Sarah Resch
Bevor Sie sich an das Planen ihres Paris-Aufenthalts heranwagen, sollten Sie sich zuerst über die Jahreszeit Gedanken machen: Paris liegt geographisch gesehen im oberen Drittel des „Hexagons“ (in Anlehnung an die sechseckige Form) Frankreich. Hier sind die Temperaturen überwiegend europäisch-moderat, jedoch kann es im Winter ziemlich kalt werden! Schuld daran sind Westwinde, die das Ile-de-France-Gebiet ziemlich abkühlen lassen.
Oktober bis März in Paris – kalt, grau und ruhig
Dementsprechend sieht es auch in Paris selbst aus: Nasse, graue und kalte Tage sind die Regel. So ist es natürlich schwer, die kulturelle Vielfalt der Stadt per pedes zu entdecken und vor allem zu genießen. Insbesondere verschneite Tage sorgen eher für Frust als für Lust, denn die schöne weiße Landschaft hat dank Automassen meist nur für ein paar Stunden Bestand.
Der kalte Winter setzt aber auch den Parisern selbst zu. Genervte, gehetzte und verständnislose Großstadtbürger bestimmen hier das Stadtbild. Als Tourist fühlt man sich hier berechtigterweise in der Minderheit und die einheimische Bevölkerung lässt einen das nur allzu oft spüren.
Wenn Ihnen jedoch das mittelmäßige Wetter nicht ausmacht, und Sie einmal eine „andere“ Seite der französischen Hauptstadt kennenlernen möchten, dann können die Wintermonate für Sie eine interessante Alternative darstellen. Abseits vom Massentourismus der Sommermonate können Sie Ihren ganz eigenen, individuellen Parisaufenthalt erleben. Kleine Bars, urtümliche Gassen, typisch-französische Geschäfte und vor allen Dingen weitaus weniger besuchte Museen laden in dieser ruhigeren Zeit zum entspannten Entdecken ein.
Von Frühling bis Sommer: Paris zeigt sich von seiner schönsten Seite
Die Sommermonate in Paris gehören mit zu den schönsten Urlaubserlebnissen, die man haben kann. Das wissen jedoch alle Paris-Touristen und deshalb ist die Metropole in dieser Zeit dementsprechend von Touristen bevölkert. Die Folge sind lange Schlangen, enge Metros und arglos in die Kamera laufende Mittouristen. Stressresistenz ist hier ein Muss! Dafür zeigt sich Paris von seiner schönsten Seite: Gepflegte Parkanlagen, dutzende Sehenswürdigkeiten und die ewig in der Luft schwebende Romantik sind nur einige der Vorteile eines Sommers in Paris. Ob es die Prachtboulevards oder die Museen sind – Paris „putzt sich heraus“!
In dieser Zeit haben Sie die Stadt für sich alleine (außer die 26 Millionen anderen Touristen, die jährlich nach Paris kommen), denn die Pariser Stadtbevölkerung flüchtet sich aufgrund dieses Ansturms aufs Land oder an die Küste. Ihre Rückkehr ist nicht vor September zu erwarten, wenn die Schul- und Arbeitszeit wieder ihren regulären Rhythmus annimmt.
Paris lebt in dieser Zeit von seinem Tourismusangebot und bietet so viele Attraktionen und Angebote, die man im Winter nicht vorfindet. Als Beispiel sei hier „Paris plage“ genannt, das von Juni bis August stattfindet. Hierbei handelt es sich um die Pariser Alternative zum Strandurlaub: Aufgeschüttete Sandstrände auf ehemaligen Schnellstraßen sollen in Verbindung mit Sportmöglichkeiten (Volleyball, „Beach“-Soccer) und Strandkorbatmosphäre an den Ufern der Seine zum Erholen inmitten des hektischen Treibens der Millionenstadt einladen.
Paris bietet also für jede Jahreszeit etwas – sei es im Winter oder im Sommer. Es kommt nur darauf an, was Sie suchen!
