Auf ihrem nunmehr zweiten gemeinsamen Album, "Transcontinental Voices", haben die beiden Herren Joseph Parsons und Todd Thibaud wieder zehn Songs mit ganz edler Indie-Pop-Musik eingespielt. Da klingen Reife, Erfahrung, musikalisches Know How und langjährige persönliche Freundschaft wohl. Der in Boston beheimatete Todd Thibaud und der aus Philadelphia stammende, aber mittlerweile in Hannover lebende Joseph Parsons spielen sich in sehr entspannender Atmosphäre die Bälle zu. Für alle Fans von anspruchsvoller Singer/Songwriter-Musik liegt hier ein Album vor, das sicherlich nicht so schnell in den Tiefen der Archive verschwinden wird. Lebensfrohe Entschleunigung für knappe 40 Minuten schenken Kraft.

Parsons Thibaud – mit doppelter Kraft ins Herz

Die Zusammenarbeit der beiden ist schon viele Jahre stark. In verschiedensten Projekten haben die beiden ihre Fantasie und Virtuosität bereits vorgestellt. Dabei gelang es ihnen immer aufs Neue, die kraftvolle Ruhe ihrer Musik in hörenswerte Harmonien und Texte zu kleiden. Zum ganz großen Durchbruch hat es aber bisher noch nicht geführt. Das mag den einen Fan erfreuen, kann er die beiden doch weiterhin als Geheimtipp handeln und in den Konzerten an einer freundschaftlichen Intimität teilnehmen. Den anderen eher verwundern, dass diese geballte Qualität noch nicht von Radiostationen, TV-Sendern und der großen Gruppe von interessierten, aufgeschlossenen Individuen entdeckt worden ist. Der Klasse der beiden hat es aber nicht geschadet; sie gehen weiterhin mit großer Attraktivität ihren Weg durchs Land des Indie-Pop. Da liegt doch die Vermutung nahe, dass es in Kürze „Plopp“ macht und dann beginnt für Parsons und Thibaud das ganz große Kino!

"Transcontinental Voices" das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile

Auf dem aktuellen Album "Transcontinental Voices" haben die beiden Songwriter wieder die Aufnahme ihrer zehn Titel brüderlich aufgeteilt; jeder ist mit fünf Songs dabei. In Erweiterung des reinen Duo-Konzepts ihrer ersten CD aus 2007 haben die beiden diesmal die Freunde Pete Donnelly am Bass und Hammond B3 Orgel sowie Matt Muir an den Drums und Perkussion mit dabei. Das ist durchaus bereichernd und überzeugend und nimmt den beidem Protagonisten nichts von ihren Persönlichkeiten. Im Gegenteil, ihr Duo-Gesang ist wunderbar eingängig, ihr Gitarre-Spiel, egal ob akustisch oder gelegentlich elektrisch leicht fließend und die manchmal zu hörende Harmonika von Todd ein besondere Farbe als Zugabe, ebenso wie die B3 von Pete.

In Stücken wie "Gaze" überzeugen sie besonders mit ihrem gemeinsamen Gesang; während Todd in "I’m Right Here" dominiert, hat Joseph in "Float" sein Heimspiel. Prächtig unterstütz von Todds Harmonika. Ein anspruchsvoll gestaltetes Cover und Booklet runden einen überaus positiven Gesamteindruck gebührend ab.

Parsons Thibaud sind, mit der Unterstützung der rhythmisierenden Kräfte von Freddi Lubitz am Bass und Matt Muir an den Drums. auch wieder live unterwegs. Für einen unbedingt empfehlenswerten Konzertbesuch finden sich hier die Termine.

Link zu Joseph Parsons | Link zu Todd Thibaud | Link zu Blue Rose Records