
- Weitsprung bei den Mitteldeutschen Meisterschaften - Stephan Schulz
Halle (Saale) - Heiß war es, an diesem Samstag dem 09. Juli 2011, und das hallesche Robert-Koch-Stadion war den gesamten Tag über von Sonne durchflutet. An diesem Tag fanden die Mitteldeutschen Nachwuchsmeisterschaften in der Leichtathletik statt, und die Gastgeber vom SV Halle hatten eine tolle Veranstaltung organisiert. Aktive, Trainer, Sportlereltern und Zuschauer erlebten hochklassige Wettkämpfe, bei denen sich die besten Nachwuchsathleten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im sportlichen Wettstreit maßen.
Patrick Elger vom LAC Chemnitz war auf der Tartanbahn nicht zu bezwingen
Besonders die Tartanbahn im Robert-Koch-Stadion, der Heimstätte der Leichtathleten vom SV Halle hatte es den Athleten angetan. So hörte man auf den Tribünen und im Pressebereich nur lobende Worte über die schnelle Bahn von Halle. Demnach war es auch nicht verwunderlich, dass die persönlichen Bestzeiten der Läuferinnen und Läufer an diesem heißen Samstag nur so purzelten. Trotz vieler herausragender Leistungen war es ein junger Sportler aus Sachsen, der den Tag von Halle überstrahlte. Als Favorit an die Saale gereist, wurde Patrick Elger vom LAC Erdgas Chemnitz dieser Favoritenrolle mehr als gerecht. Nachdem er über die 100 Meter Sprint in der Altersklasse M15 alle hinter sich gelassen hatte, legte er über die 80 Meter Hürden gleich noch einen drauf. Dort sprintete Elger in 12:49 Sekunden zu einer neuen deutschen Jahresbestleistung, diese fand jedoch aufgrund des irregulären Rückenwindes von 2,6 Metern pro Sekunde keine Anerkennung durch den Deutschen Leichtathletik Verband (DLV). Trotz allem war es eine tolle Leistung des jungen Chemnitzers, und die deutsche Leichtathletik wird mit Sicherheit noch eine Menge von Patrick Elger hören.
Tränen, Titel und Triumphe - das waren die Mitteldeutschen Meisterschaften
Doch nicht nur auf der Tartanbahn wurde um Gold, Silber und Bronze gekämpft. Egal ob beim Stabhochsprung, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen oder all den anderen Disziplinen der Leichtathletik gab es spannenden und teils hochklassigen Sport zu sehen. Die hohe Qualität der Anlagen im Robert-Koch-Stadion zeigte sich darin, dass auch in den technischen Disziplinen viele persönliche Bestleistungen aufgestellt wurden. Umso mehr Respekt muss man den jungen Nachwuchsathleten zollen, wenn man sich die Temperaturen an diesem 09. Juli 2011 vor Augen führt, die einem mediterranen Hochsommer glichen. Höhepunkte der Mitteldeutschen Meisterschaften waren, wie bei jedem anderen Leichtathletikevent auch, die Sprintstaffeln der Männer und Frauen. Bei den Männern setzte sich die Staffel vom LAZ Leipzig durch und bei den jungen Frauen siegte die Staffel von TuS Jena. Alles in allem lässt sich festhalten, dass einem beim Betrachten der jungen Athleten und Athletinnen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um die mitteldeutsche Leichtathletik für die Zukunft nicht bange sein muss.
