PC aufrüsten für Einsteiger: Kauf und Einbau der Grafikkarte

Eine eingebaute Mittelklassegrafikkarte - Der Autor
Eine eingebaute Mittelklassegrafikkarte - Der Autor
Hier finden Sie Kaufempfehlungen und Tipps für den Einbau einer neuen Grafikkarte in Ihren PC.

Eine Grafikkarte auszutauschen ist auch für einen Einsteiger nicht unmöglich. Aber es gibt ein paar Punkte, die Sie beachten müssen. Für weitere Informationen lesen Sie auch den ersten Teil der Kaufberatung.

Anschlüsse an TFTs, Monitore und das Mainboard

Moderne Rechner und die hier vorgestellten aktuellen Grafikkarten besitzen einen PCI-Express-Anschluss. Mainboards mit AGP-Anschluss sind mit modernen Videobeschleunigern nicht kompatibel.

Für den Monitor gibt es mehrere Anschlussmöglichkeiten: VGA für ältere Monitore, und Displayport und DVI bzw. HDMI für TFTs. Eine Grafikkarte kann drei verschiedene Anschlussarten besitzen. Für weitere gibt es im günstigsten Fall Adapter, die aber wieder Geld kosten.

Spielegrafikkarten verbrauchen mehr Strom, als ein Mainboard bereitstellen kann. Daher werden Sie mit bis zu zwei 6-polige oder 8-polige Anschlüsse mit dem Netzteil verbunden, falls es sie besitzt. Es gibt aber auch hier Adapter, die manches Problem lösen können. Moderne Netzteile besitzen von sich aus 6- und 8-polige Stromanschlüsse für Grafikkarten.

Leistungsbeurteilung und empfohlene Grafikkarten

Um die passende Grafikkarte zu finden, finden sie die Auflösung Ihres TFTs heraus. Es ist die Multiplikation zweier Zahlen, die die Pixel- bzw. Punkteverteilung auf dem Bildschirm angibt. Sie steht in der Bedienungsanleitung, manchmal auf dem Gerät und ist identisch mit der maximalen Einstellung in der Systemsteuerung -> Anzeige. Bei älteren Monitoren gibt es mehrere wählbare Auflösungen ohne Qualitätsverlust.

Bürografikkarte

Als Einsteiger- bzw. Bürokarte eignet sich der HD 5450 Chip von AMD. Er ist sehr sparsam, ermöglicht Blu-ray-Wiedergabe und man kann alte Spiele oder Browsergames in geringen Auflösungen spielen. Büroaufgaben sind in allen Auflösungen möglich. Eine gelungene, passive Umsetzung zum kleinen Preis bietet Sapphire:

Sapphire Radeon HD 5450, 512MB DDR3, VGA, DVI, HDMI, lite retail ab 24,05 €

Aufgrund der geringen Spieleleistung braucht man sich in punkto Überhitzung keine Sorgen zu machen.

Spielen auf kleinen Auflösungen

Wer auf einem kleinen Monitor ernsthaft Spiele spielen will, findet im HD 6670 Chip vom AMD den geeigneten Partner. Er eignet sich für Auflösungen von 1280*1024, 1440*900, 1376*768 Pixeln (gleichbedeutend mit Punkten) oder geringer. Die Karte hat einen guten Lüfter und bleibt deswegen leise.

Sapphire Radeon HD 6670 ATI-Design, 1GB GDDR5, DVI, HDMI, DisplayPort, lite retail ab 75 €.

Spielen auf mittleren Auflösungen

Größere TFTs besitzen auch höhere Auflösungen. Die passenden Grafikkarten sind also auch größer und teurer. Für 1680*1050 eignet sich der HD 6850 Chipsatz, der auch bei hoher Leistung eine recht geringe Leistungaufnahme besitzt.

ASUS EAH6850 DirectCU/2DIS/1GD5/V2, Radeon HD 6850, 1GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort (90-C1CPX5-L0UAY0BZ) ab €123,95

Spielen auf hohen Auflösungen

Auf Full HD (1920*1080) oder 1920*1200 eignet sich die von Werk aus übertaktete

MSI R6850 Cyclone 1GD5 Power Edition/OC, Radeon HD 6850, 1GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort (V244-002R) ab 135 €

mit dem HD 6850 Chipsatz als Einstiegsmodell. Sie ist im Silentmodus sehr leise, weitere Informationen finden sie in einem meiner früheren Artikeln. Schneller und damit mit etwas mehr Spielen kompatibel ist die leicht teurere

Sapphire Radeon HD 6870, 1GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort, lite retail (11179-09-20G) ab €145,40.

Für Anspruchsvolle Spieler empfiehlt sich der GTX 560 Ti-Chip von Nvidia. Er kann alle Spiele in FullHD und einige in 2560*1600 darstellen. Trotzdem ist die Karte leise und im Idle sparsam. Unter Last besitzt sie eine hohe Leistungsaufnahme, dafür beherrscht sie PhysX für Spiele, durch das sich Gegenstände nach physikalischen Gesetzen bewegen.

Point of View GeForce GTX 560 Ti nVIDIA-Design, 2GB GDDR5, 2x DVI, Mini-HDMI (VGA-560-A2-2048) ab €219,08

(Preise vom 17.01.2011)

Um Geld zu sparen, hilft der Einkauf im Internet. Sie bekommen die günstigsten Preise und können ohne Risiko kaufen, da eine Rücksendung ohne Angabe von Gründen mindestens 14 Tage lang möglich ist.

Einbautipps

Zum Einbauen der Grafikkarte ist es natürlich erforderlich, die bisherige auszubauen. Dazu lösen Sie die Schraube oder die Schnellspannbefestigung des Videobeschleunigers an der Gehäusewand. Am Ende des PCI-E-Anschlusses in der Mitte des Mainboards befindet sich oft eine Sicherheitsbefestigung, die sie vorsichtig zur Seite oder nach hinten entriegeln.

Die Grafikkarte muss mit ihrer Länge ins Gehäuse passen. Gerade High-Endkarten könne mehr als 30 Zentimeter lang sein. Auch die Breite kann Probleme bereiten. Platzmangel herrscht dabei nicht, aber benachbarte Karten müssen durch zwei oder drei Slot breite Grafikkarten aus ihrem Steckplatz herausgenommen werden. Mit Glück passen sie in weitere Steckplätze, wenn man nicht auf sie verzichten kann, kann eventuell eine andere Grafikkarte ausgewählt werden.

Kai Grelke, fotografiert von Kai Grelke

Kai Grelke - Lieber Leser, natürlich dürfen Sie auch erfahren, wer hier so schreibt. Ich bin Kai Grelke, 1975 geboren und lebe in ...

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