
- Pendel4 - Dörthe Huth
Die Fähigkeit, Schwingungen, Stimmungen und Energien zu erspüren, ist in jedem Menschen angelegt. Seit Jahrhunderten nutzen Menschen auf der ganzen Welt das Pendel als ein sensibles Instrument, um solche Energien zu erspüren, Wasseradern oder Bodenschätze aufzufinden. Noch heute findet das Pendel Anwendung in der alternativen Heilkunde, der Landwirtschaft oder Psychologie. Es bietet einen Zugang zu unserer Intuition und hilft bei der Entscheidungsfindung. Jeder Mensch kann das Pendeln lernen, dazu braucht man nur ein Pendel, etwas Ruhe, Konzentration und Unvoreingenommenheit.
Pendeln zur Selbstkommunikation
Den ganzen Tag über nehmen wir sehr viel mehr Sinneseindrücke auf, als uns bewusst ist. Das Pendeln dient dazu, einen meditativen Zugang zu diesem unbewussten Wissen zu bekommen. Mit einem Pendel befragt man sozusagen die tieferen Schichten des Selbst. Von daher kann das Pendel auch nur das Wissen widerspiegeln, das bereits in einem Menschen vorhanden ist. So wie das Kartenlegen, die Runen oder der Gang mit der Wünschelrute ist auch das Pendel ein Hilfsmittel, Energien zu erspüren, sich mit diesen zu verbinden und sie im Hinblick auf Entscheidungen oder Entwicklungen sinnhaft zu deuten. Pendeln kann der Begleitung von Entwicklungsprozessen dienen oder der Entscheidungsfindung und Unterstützung. Es ist eine Methode der Selbstkommunikation.
Die Übertragung feinster Muskelbewegungen auf das Pendel
Beim Pendeln werden Energien in feinste Muskelbewegungen übersetzt und auf das Pendel übertragen. So wird das Pendel in Bewegung versetzt, selbst wenn man glaubt, die Hände ganz still zu halten. Um eine Antwort auf eine Frage zu erhalten, sollte man sich auf das Pendel konzentrieren, ihm aber weder eine Richtung vorgeben noch durch Gedanken steuern. Natürlich reagiert das Pendel auch auf aktive Bewegung und man kann es willentlich beeinflussen. Am besten ist es, in ruhiger und entspannter Atmosphäre zu pendeln, den Kopf von Gedanken zu befreien und sich ganz auf die Frage zu konzentrieren.
Eine Anleitung zum Pendeln für Anfänger
Legen Sie das Pendel in die Hand, in der es sich „richtig“ anfühlt und halten Sie es zwischen Daumen und Zeigefinger. Stützen Sie den Ellenbogen auf dem Tisch auf und lassen es eine Weile frei schwingen, bis es in den Ruhezustand kommt. Folgen Sie dem Pendel mit Ihrer Aufmerksamkeit und legen Sie fest, welche Pendelbewegung ein Ja und welche ein Nein bedeutet. Dazu stellt man beispielsweise die folgenden Fragen:
- Zeige mir, in welche Richtung du für ein Ja schwingst.
- Zeige mir, in welche Richtung du für ein Nein schwingst.
- Zeige mir, wie du anzeigst, dass keine Antwort möglich ist.
Das Pendel entscheidet bei jedem Menschen die jeweilige Pendelbewegung ganz individuell. Sind die Pendelfiguren einmal festgelegt, kann man viele Fragen auspendeln. Dabei sollte man sich allerdings immer wieder vor Augen führen, dass das Pendel ein wunderbarer Entscheidungshelfer sein kann, aber nicht selbst entscheiden kann.
Pendeltafeln und Pendeldiagramme für Fortgeschrittene
Ist eine Pendelfigur einmal festgelegt, gilt diese dauerhaft und kann nicht einfach uminterpretiert werden, wenn sie für eine Antwort nicht passend erscheint. Auch die Pendelhand sollte nicht mehr gewechselt werden. Übliche Fragestellungen sind beispielsweise:
- Liebt er mich?
- Vertrage ich dieses Lebensmittel?
- Welche Bachblüten sind gut für mich?
- Soll ich die neue Stelle annehmen?
- Will ich mir wirklich eine andere Wohnung suchen?
Da man mit den Möglichkeiten ein Ja oder Nein auszupendeln sehr eingeschränkt ist, kommen mit etwas Übung meist weitere Pendelfiguren hinzu. Viele fortgeschrittene Pendler arbeiten mit Pendeltafeln oder Pendeldiagrammen. Die Vorlagen sind meist in halbkreisform angeordnet und in Büchern zum Pendeln zu finden oder auch im Internet herunter zu laden. Man kann sich eine Pendeltafel aber auch ganz einfach selbst erstellen, indem man einen Halbkreis zeichnet und diesen vom Mittelpunkt ausgehend in verschiedene Zellen aufteilt. Pendeltafeln erweitern die Möglichkeiten enorm.
Welches Pendel für wen?
Pendel gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Sie können verschiedene Formen haben und aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Manche Pendel sind kugelförmig, andere spiralförmig oder wie ein Tropfen geformt. Sie können aus Messing hergestellt sein, aus Holz oder Edelsteinen. All diese Materialien nehmen Schwingungen auf und geben sie weiter. Jedes Pendel hat seinen ganz eigenen Charakter und muss zum Pendler passen. Mit der Zeit schwingt sich das Pendel auf den Besitzer ein und nimmt dessen Energien auf, daher sollte ein Pendel nicht einfach an andere Personen abgegeben werden.
Quellen und weiterführende Literatur
Ansha: Grundkurs Pendeln: Eine alte Tradition neu belebt. Südwest 2008.
Anton Stangl: Das große Pendelbuch: Persönlichkeit, Gesundheit und erfülltes Leben. Ullstein 2007.
Dirk Hellwich: Erwecke die Pendelkraft in Dir: Geistiges, seelisches und körperliches Pendeln. Artha 2004.
