Am Ende ging dann alles ganz schnell. Fußball-Nationalspieler Per Mertesacker verlässt die Bundesliga und wechselt vom SV Werder Bremen in die englische Premier League zu Arsenal London, das meldet das Sportmagazin Kicker am Mittwoch (31. August) auf seiner Internetseite. Im Gespräch ist eine Ablösesumme von knapp zehn Millionen Euro. Der 26-jährige deutsche Verteidiger, der einen Vierjahres-Vertrag bis 2015 unterschrieb, soll die Defensive des mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen in die Saison gestarteten Champions-League-Teilnehmers stabilisieren. Bereits im Sommer war wochenlang laut über einen Wechsel von Per Mertesacker, dessen Vertrag in Bremen noch bis 2012 lief, in die Premier League diskutiert worden. Auch Arsenal-Trainer Arsene Wenger hatte bereits in den letzten Jahren mehrmals sein Interesse am Bremer Verteidiger bekundet. Nach dem feststehenden Abgang von Per Mertesacker muss Werder-Trainer Thomas Schaaf neben einem neuen Innenverteidiger-Duo auch einen neuen Kapitän finden. Schließlich hatte “Merte“ erst vor der Saison die Kapitänsbinde von Clemens Fritz übernommen.
Bundesliga-Debüt im November 2003
Für Per Mertesacker, der als äußerst fairer Abwehrspieler gilt, ist Arsenal London die erste Auslandsstation seiner Karriere. Im Jahr 2006 war der gebürtige Hannoveraner für eine Ablösesumme von 4,7 Millionen Euro vom Bundesliga-Konkurrenten Hannover 96 an die Weser gewechselt. Hier wurde er in den vergangenen Jahren nicht nur zu einer wichtigen Identifikationsfigur sondern auch zum Stammspieler in der Nationalmannschaft. Sein Debüt in der Bundesliga feierte Per Mertesacker, der das Fußballspielen beim TSV Pattensen erlernte, im November 2003 im Trikot von Hannover 96 beim 2:1-Sieg beim 1. FC Köln. Hier wurde er in der Halbzeit ausgewechselt. Insgesamt bestritt der Abwehrspieler 74 Spiele (sieben Tore) für Hannover 96, bevor er im August 2006 nach Bremen wechselte. Für Bremen absolvierte Per Mertesacker insgesamt 147 Spiele, in denen er 12 Tore erzielte. Seinen größten Vereins-Erfolg feierte der Nationalspieler, der im April 2011 zum ersten Mal Vater wurde, mit dem DFB-Pokalsieg 2009. Im gleichen Jahr schaffte Per Mertesacker mit Bremen den Einzug in das Uefa-Pokal-Finale. Hier scheiterten die Norddeutschen mit 1:2 nach Verlängerung am ukrainischen Top-Team Schachtjor Donezk.
Per Mertesacker in der Nationalmannschaft
Bereits nach wenigen Bundesliga-Spielen schaffte der groß gewachsene Abwehrspieler den Sprung in die Nationalmannschaft. Sein Debüt im deutschen Trikot feierte er unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann am 9. Oktober 2004 beim 2:0-Testspielsieg in Teheran gegen Iran. Dabei wurde er in der 81. Minute für Christian Wörns eingewechselt. Schnell wurde Per Mertesacker auch in der Nationalmannschaft zum Stammspieler. Sowohl bei den Weltmeisterschaften 2006 im eigenen Land und 2010 in Südafrika war er ebenso fester Bestandteil des deutschen Teams wie bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz.
