Perfektes Reiseziel im Herbst – der Cabot Trail

Der Indian Summer in Cape Breton, Nova Scotia, ist besonders schön

Indian Summer am Cabot Trail - chelseagirl, Flickr
Indian Summer am Cabot Trail - chelseagirl, Flickr
Der Cabot Trail gilt als eine der schönsten Herbst Routen in Kanada. Er führt um Cape Breton in Nova Scotia und seine Wälder leuchten im Indian Summer besonders intensiv.

Wenn sich im Herbst die Essigbäume und der Zuckerahorn rot färben und ihre Blätter zwischen gelb leuchtendem und noch grünem Herbstlaub aufleuchten, dann ist eine Fahrt über den Cabot Trail in Nova Scotia besonders lohnend. Der Trail umrundet die Insel Cape Breton im Osten Neuschottlands und bietet immer wieder imposante Ausblicke auf den Atlantik, auf kleine Buchten, die sich ins Landesinnere vorschieben, und auf idyllische kleine Fischerdörfer, in denen die Zeit stehen zu bleiben scheint.

Der Cabot Trail - landschaftlich schöne Strecke um Cape Breton Island, Nova Scotia

Als einzige Straße umrundet der Cabot Trail den Nordteil der Insel Cape Breton in Nova Scotia, Kanada. Von Wagmatcook folgt die Route erst dem Highway 105 bis kurz hinter Baddeck. Dann zweigt der Trail ab in den Norden der Insel in Richtung Cape Breton Highlands National Park. Zunächst führt er ein Stück ins Landesinnere vorbei an St. Ann's mit seinem Gaelic College of Celtic Arts & Crafts. Kurz nach Tarbotvale folgt der Cabot Trail der Küste, an der die Berge von Cape Breton steil in die Höhe ragen. Am Cape Smokey windet sich die Straße hoch zu einer Aussichtsstelle, von der aus sich ein weiter Blick auf den Atlantik öffnet.

Von Ingonish Beach zur Keltic Lodge

Dahinter senkt sich die Straße hinunter nach Ingonish Beach und Ingonish, dem östlichen Ausgangspunkt in den Cape Breton Highlands National Park. Hier befindet sich eines der beiden Informationszentren des Nationalparks. Kurz dahinter zweigt eine Nebenstraße ab zur Keltic Lodge, die an einer landschaftlich schönen Stelle auf dem Middle Head liegt, einer Halbinsel, die sich in die Bucht hinaus erstreckt.

Am Black Brook Beach

Von hier aus führt der Cabot Trail durch den Nationalpark und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf versteckte Buchten wie den Black Brook Beach. Ein kurzer Abstecher zum Parkplatz lohnt sich, denn hier kann man sogar hören, wie die beständige Wellenbewegung die großen, runden Kiesel am Strand zuschleift. Und links des Strands rauscht das vom Torfboden dunkel gefärbte Wasser des Black Brook in die Bucht.

Von Neils Harbour bis Cheticamp

Nur wenige Kilometer weiter zweigt bei Neils Harbour eine Nebenstrecke ab, die an der Küste entlang führt, während der Cabot Trail hier den Landvorsprung zum White Point im Landesinneren abkürzt. Hinter Cape North beginnt eine Berg- und Talfahrt, die sich in immer spektakuläreren Windungen zunächst durch Laubwälder und später entlang der Westküste fortsetzt - eine Strecke, die jeden Fotografen begeistert, der auf der Suche nach beeindruckenden Herbstaufnahmen ist.

Bei Wreck Cove Point eröffnet sich dem Auge des Betrachters ein Blick in den Norden der Insel, der nur noch übertroffen wird vom Ausblick vom Cap Rouge in Richtung Grande Falaise, der wohl berühmtesten Aussicht entlang des Cabot Trails. Hier windet sich die Straße in mehreren Kurven entlang der steil ins Meer abfallenden Hügel hinunter auf ihrem Weg nach Cheticamp, das an der Westgrenze des Nationalparks liegt.

Von Cheticamp aus folgt der Cabot Trail noch ein Stück der Küste, bevor er sich durchs Landesinnere wieder in Richtung Baddeck zuwendet.

Im Indian Summer besonders schön - die Fahrt durch den Cape Breton Highlands National Park

Der größte Teil der Strecke durch den Cape Breton Highlands National Park führt durch dichte Laubwälder, durch die außer dem Cabot Trail nur noch einige Wanderwege führen. Im Landesinneren ist der Nationalpark unbewohnt und kaum erschlossen, so dass Besucher hier noch wahre Wildnis kennen lernen können. Allerdings muss man gut zu Fuß sein und darf sich vor körperlicher Anstrengung nicht scheuen.

Allen anderen bieten der Cabot Trail und seine Alternativroute zwischen Neils Harbour und Effies Brook jedoch ebenso viele Highlights, die im Herbst besonders malerisch und spektakulär sind. Und kurze Wanderungen und Spaziergänge zu sehenswerten Wasserfällen wie den Beulach Ban Falls lassen auch weniger Sportliche die Natur intensiv erleben.

Hilfreich bei einer Fahrt durch den Cape Breton Highlands National Park ist diese Karte. Und wer unterwegs schön gelegene Fischrestaurants sucht, wird hier fündig.

Quelle: eigene Recherchen vor Ort

Monika Fuchs, Monika Fuchs

Monika Fuchs - Seit 1989 ist Monika Fuchs ganzjährig auf Reisen in den USA, Kanada, Zentralamerika, Australien, Südafrika, Namibia, Zimbabwe, ...

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