
- Perser Persian Perserkatze Züchtung Rassekatzen - I. Ajerrar
Etwa im 17. Jahrhundert kamen die ersten Perserkatzen nach Europa. In erster Linie wurden sie in den Farben blau oder weiß von der oberen Bevölkerungsschicht als Hauskatze gehalten. Erst wesentlich später begann man mit der Züchtung der heutigen Perserkatzen. Inzwischen gibt es sie in einigen Farbvariationen und Felllängen. Die Züchtung der weißen Perserkatzen (Gen W) wurde mit Inkrafttreten des § 11 b Tierschutzgesetz im Jahr 1998 verboten, da bei dieser Züchtungsart viele Katzenbabys blind und taub geboren wurden. Auch Tiere mit übertrieben kurzer Nase dürfen nicht mehr zur Züchtung verwendet werden, da viele Atem- und Fressbeschwerden auftraten. Der Nasenspiegel darf nicht höher als das Unterlied des Auges sitzen.
Die Entscheidung für eine Perserkatze
Wenn man sich für eine Perserkatze entschieden hat, muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Alleine die Fellpflege muss täglich durchgeführt werden, da das lange Fell noch eine dichte Unterwolle besitzt, die sonst sehr schnell verfilzt. Ganz besonders wichtig ist das im Frühjahr. Die Perserkatze ist sehr verschmust und wird das Kämmen genießen, solange sich keine Knoten im Fell gebildet haben. Auch ein Bad ab und an schadet nicht, sondern sorgt für ein gepflegtes Aussehen. Daran muss sie jedoch frühzeitig gewöhnt werden. Die Wohnung sollte nicht zu karg eingerichtet sein, sondern genügend Verstecke, Kletter- und Wetzmöglichkeiten für ihre Krallen bieten. Beim Kauf einer Perserkatze muss unbedingt darauf geachtet werden, dass sie alle Impfungen erhalten hat, entwurmt ist und eine gründliche tierärztliche Untersuchung stattgefunden hat. Alleine schon, weil eine Perserkatze einen stattlichen Preis hat, der jedoch durchaus gerechtfertigt ist, wenn man bedenkt, was der Züchter bei ordnungsgemäßer Aufzucht, allen Impfungen, Untersuchungen und Eintragung in das Zuchtregister bezahlen muss.
Der Charakter der Perserkatze
Im Gegensatz zu anderen Katzenarten ist die Perserkatze ruhig und verspürt nicht den Jagddrang nach draußen. Dies ist auch gut so, denn in ihrem dichten Fell würden sich kleine Ästchen, Kletten und sonstige Schmutzpartikel festsetzen, die nur schwer wieder zu entfernen sind. Sie ist sehr auf den Menschen bezogen, wenn sie sich eingelebt hat und richtig behandelt wird. Kommt Frauchen oder Herrchen einmal nicht pünktlich von der Arbeit, wird sie durchaus beleidigt reagieren, was sich aber schnell wieder einrenkt, sobald sie ihre Spiel- und Schmuseeinheiten bekommen hat. Nach längerem Zusammenleben wird sie auch auf ihren Namen hören und verstehen, was man von ihr verlangt. Ob sie es auch tut, ist jedoch eine andere Frage. Sie ist eben eine Katze, aber manchmal funktioniert es.
Obwohl die Perserkatze zu den ruhigsten Katzenarten zählt, steckt doch der Spieltrieb in ihr. Sie wird meist nicht von alleine kommen, nimmt aber eine Einladung zum Spiel gerne an. Hierfür eignet sich alles, was man jagen und fangen kann. Das muss nicht unbedingt ein speziell gekauftes Katzenspielzeug sein. Manchmal reicht ein einfaches Stück Kordel, welches man hinter sich herzieht oder schwingt oder ein kleiner Ball. Bietet man ihr nicht regelmäßige Spielzeiten an, kann sie sich im Laufe der Zeit zu einer sehr bequemen, faulen Katze entwickeln, mit leichter Tendenz zum Übergewicht.
Perserkatzen sind sehr reinliche Tiere. Sollte es einmal passieren, dass sie außerhalb der Katzentoilette uriniert, wurde vielleicht eine andere Katzenstreu verwendet als sonst. Auch in dieser Beziehung sind Perserkatzen sehr eigen. Wenn dies nicht der Fall war, ist ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich. Oftmals steckt eine Harnwegentzündung oder eine andere Krankheit dahinter. Manchmal kann es auch sein, dass sie unter Stress steht. Hier gilt zu beobachten, was sich in ihrem normalen Umfeld eventuell geändert hat. Dies können schon kleine Dinge sein, die uns Menschen gar nicht auffallen.
Auch in der Auswahl des Futters ist so manche Perserkatze ziemlich anspruchsvoll. Obwohl es heute bereits sehr gutes Trockenfutter gibt, sollte dennoch zwischendurch etwas Frisches gereicht werden. Immer daran denken: Auch die Perserkatze ist eine Katze und würde in der Freiheit Mäuse, Vögel, Insekten und dergleichen fressen.
Quellen:
Gutachten zur Auslegung von § 11 b des Tierschutzgesetzes
(Verbot von Qualzüchtungen)
