
- Sebastian Fitzek in Frankfurt 2008 - Natalie Schauer
Mit seinem ersten Roman "Die Therapie" gelang Sebastian Fitzek ein Taschenbuchbestseller. Seitdem gilt er nicht nur in Deutschland als Thrillerstar. Bei den Büchern von Sebastian Fitzek kann man nicht behaupten, dass er an Ideenarmut leidet. Man wird bei jedem Buch überrascht und ist erstaunt über den Einfallsreichtum des jungen Autors.
Der weltbekannte Autor John Katzenbach ist bereits auf die Bücher von Sebastian Fitzek aufmerksam geworden und lobt die Arbeit des deutschen Autors wie sie in folgendem Zitat lesen können.
"Sebastian Fitzeks Therapie ist ein ungemein raffinierter, hochklassiger Thriller, der seine ganz besondere Spannung aus der Innenwelt der Figuren und dem perfekten Zusammenspiel von Plot und Tempo gewinnt. Geschrieben ist er in einer direkten, beklemmenden und klaren Sprache, genau richtig für Leser, die sich gern mit einem blendend gemachten Kriminalroman in die Sofaecke verziehen, wie auch für diejenigen, die nach etwas mehr Tiefgang suchen. Auf dem Gebiet des Psychothrillers greifen Autoren viel zu oft zu billigen Tricks und Klischees; Die Therapie jedoch ist völlig frei davon. Der Roman packt einen von der ersten Szene an – eine wahrhaft erstaunliche Begebenheit in einer Arztpraxis – und wird noch nachhallen, lange nachdem man die letzte Seite gelesen (und wiedergelesen) hat." Zitat John Katzenbach
In einem Interview stellt Sebastian Fitzek unter anderem sein neues Buch "Der Augensammler" vor, das im Juni erscheint.
1. Was inspiriert Sie beim Schreiben von Thrillern?
Menschen. Ich arbeite seit 17 Jahren beim Radio, da habe ich sehr viele verhaltensauffällige Menschen kennen lernen dürfen, die mich inspiriert haben. Ansonsten natürlich Filme und Bücher. Ich verschlinge so viele, wie ich kann.
2. Um was geht es in ihrem neuen Buch "Der Augensammler?
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der Augensammler keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt
3. Kennen Sie Schreibblockaden?
Nein, eher Denkblockaden. Aber die löse ich, indem ich einfach weiterdenke (bzw. schreibe), auch wenn ich weiß, dass das jetzt nicht besten Zeilen meines Lebens werden. Oder ich springe zu einem anderen Kapitel, auf das ich mehr Lust habe.
5. Welche Bücher oder Autoren lesen Sie in ihrer Freizeit?
Alles, was mir unter die Augen kommt. Hauptsächlich natürlich Thriller, aber auch historische Schmöker, Biographien und recherchebedingt jede Menge Sachbücher. Aktuell verschlinge ich alles von Harlen Coben und kann den neuen King nur empfehlen.
6. Hat Sie ein anderer Autor beeinflusst?
Seit meine Eltern Jim Knopf vorgelesen haben, haben mich unglaublich viele Schriftsteller beeindruckt. Blyton in der Kindheit, King in der Jugend, Grisham und Chrichton während meines Jura-Studiums, aktuell Deaver, Coben und Lehane. Aber auch deutsche Autoren wie Link, Schätzing, Prange, Eschbach, also die üblichen Verdächtigen. Ach ? und einen darf ich nicht vergessen: Alfred Weidenmann, der als Jugendbuchautor mit meinem Vater bekannt gewesen ist. Seine Bücher habe ich auch verschlungen und als ich ihn dann als kleiner Junge einmal bei uns zu Hause kennen lernen durfte, dachte ich zum ersten Mal darüber nach, Autor zu werden.
3. Als Sie ihr erstes Buch geschrieben hatten, wie verlief danach die Verlagssuche?
Die Tatsache, dass heute überhaupt ein Roman von mir in den Buchhandlungen steht ist - wie so vieles in meinem Leben - meiner unglaublichen Naivität zu verdanken. Hätte ich gewusst, dass nur 0,1% der Manuskripte eine Chance bei Verlagen haben, hätte ich wahrscheinlich eher Lotto gespielt als einen Thriller zu schreiben. Und wäre mir bekannt gewesen, dass mein Agent einst als Lektor mit Michael Ende arbeitete, hätte ich mich viel zu sehr geschämt, ihm auch nur meinen Namenszug zum Lesen zu geben. Aber nachdem ich von allen Verlagen, die ich selbst angeschrieben habe, abgelehnt wurde, hab ich den Begriff Literaturagent gegoogelt und bin auf AVAinternational gestoßen. Dank Roman und seiner Agentur´habe ich schließlich (nach zahlreichen Überarbeitungen meines ersten´Buches) dann doch einen Verlag gefunden.
7. Welche Tipps können Sie Neuautoren geben?
Sich selbst wie eine Romanfigur zu betrachten, vorzugsweise wie den glücklichen Helden seiner eigenen Stoffe. In den meisten Fällen erleidet die Zentralfigur über den Verlauf der Handlung eine Niederlage nach der anderen. Nur einmal obsiegt er: im grandiosen Finale. Absagen, Niederlagen, Rückschläge sind also die ganz natürlichen und notwendigen Bestandteile jeder guten Story, so auch der des eigenen Lebens.
Veröffentliche Bücher von Sebastian Fitzek
Die Therapie
Das Kind
Splitter
Sebastian Fitzek hat eine sehr ausgefallene Homepage, in der er auch aktiv Kontakt mit seinen Fans hat.
