Lima - Peru: zwischen Cusco und Amazonas

Plaza de Armars - Dieter Schütz / pixelio.de
Plaza de Armars - Dieter Schütz / pixelio.de
Lima, die sieben Millionen Metropole fasziniert durch uralte Hochkulturen der Inka und Mochica und lädt dennoch zu Moderne, Romantik und Strandfeeling ein.

Lima: Sie war und ist die „Stadt der Könige“. Am 18. Januar 1535 gründete Francisco Pizarro in einer für ihn unwirklichen Gegend die Stadt Lima. Nichtsahnend, dass sie in kürzester Zeit zu den reichsten Städten der Welt zählen und politische wie militärische Hauptstadt der Neuen Welt in Peru werden würde. Seit 1821 ist Lima die Hauptstadt eines freien und unabhängigen Peru.

Eine Lima-Reise – alle Gefahren zum Trotz

Das Erbe der Menschheit ist tief in der Altstadt von Lima verwurzelt. Die Kultur des Landes präsentieren sich in den Museen und Ansichten dieser Stadt. Limas Reichtum erstreckt sich abseits der Armenviertel, direkt entlang der Küste. Perus Hauptstadt ist eine Reise wert, jedoch die Gefahren, das Risiko und das Gewaltpotenzial gilt es nicht zu unterschätzen.

  • Es wird eindringlich vor Kriminalität in bestimmten Stadtteilen und Situationen gewarnt. Es gilt stets ein Auge auf keimende Unruhen zu werfen, die in rasanter Geschwindigkeit in Brutalität und Waffengewalt ausarten können. Das Land befindet sich im Wachstum, stärkt nur langsam seine Kräfte und arbeitet mit enormem Druck an der eigenen Sicherheit, doch noch ist Peru ein Land der Rebellen.
  • Das Auswärtige Amt erteilt wertvolle Tipps und Ratschläge, wie man relativ sicher Peru und Lima begegnen kann.

Lima: koloniale Plaza und das Erbe der Menschheit

Wer nach Lima reist, bucht diesen Urlaub selten im Sinne von Romantik, Strandfeeling und Party, obwohl auch das in Lima möglich ist. Es ist die Geschichte und die Kultur des Landes, welche zu einem Besuch reizen.

  • Die Stadtführung durch Lima beginnt oft in der historischen Altstadt. Das Zentrum bildet die Plaza de Armas, Ausdruck einer über Jahrhunderte andauernden kolonialen Macht. Heute zieren die Rosengärten, unzählige Bänke und ein Steinbrunnen den lebendig wirkenden Platz. Den Rahmen bilden der Regierungspalast, das bischöfliche Palais, die Kathedrale und das Palacio Municipal.
  • Das erzbischöfliche Palais mit seinen wunderschönen, holzgeschnitzten Balkonen beherbergt einen einzigartigen Innenhof.
  • Die dazugehörige Kathedrale zeigt neben der Heiligen Rosa von Lima auch die Mumie Francisco Pizarros, dem Gründer dieser Stadt.
  • Nur wenige Meter entfernt zieht es die Touristen in die San-Francisco-Klosterkirche und in die Katakomben dieser Stadt.
  • Der Präsidentenpalast wurde noch im Auftrag Pizarros errichtet und ist ein gern gewähltes Fotomotiv. Das Fundament stammt noch aus den Jahren um 1535. Die heutige Fassade entstand jedoch nach den Plänen des Diktators Augusto Leguía. Highlight des Tages sind die zeremoniellen Wachablösungen, jeden Tag pünktlich um 13:00 Uhr.

Die Architektur der Altstadt Lima befindet sich seit 1991 auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes.

Lima: geschäftiges Treiben einer sieben Millionen Metropole

Eine Brücke verbindet die UNESCO-Weltkulturerbe-Altstadt mit Rimac, dem wohl ältesten Stadtbezirk Lima.

  • An den Reichtum vergangener Zeiten erinnern nur noch das Convento de los Descalzos (liebevoll Kloster der Schuhlosen genannt) und die aus dem Jahr 1611 stammende Promenade Alameda de los Descalzos. Hier dominieren zwölf italienische Marmorstatuen, die jeweils einen Monat des Jahres darstellen.

  • Das Inquisitionsmuseum ist ein Besuch wert. Im Keller werden Folterinstrumente und anderen Ausstellungsstücke aus der damaligen Zeit ausgestellt. Auch die Beweggründe zur Konfiszierung des Eigentums durch die Kirche werden eindrucksvoll gespiegelt. Die Inquisition in Peru hinterließ viele Spuren und eine enorme Zahl an Todesopfern.

  • Kaum vom Schock erholt, wartet ein geschäftiges Treiben entlang der Fußgängerzone „Jiron de la Union“ und auf dem Plaza San Martin. Hier tummeln sich Händler, Scharlatane, Gaukler, Zigeuner und Karikaturisten. Es ist ein wunderbarer Ort, um Bücher und Schmuck aus Silber zu erwerben. Vorsicht beim Erwerben - Feilschen sollte zur Kunst des Handelns dazugehören.

Lima: modern, jung, attraktiv und zum Verlieben

Grenzt man die Armenviertel aus, von denen Lima unzählige besitzt, landet man im Künstlerviertel Barranco oder in der Vorstadt Miraflores und kann auf der Puente de los Suspiros flanieren, bevor der Strand einlädt dem Rauschen der Wellen zuzuhören.

  • Puente de los Suspiros ist die „Seufzerbrücke“ in Lima und ein beliebter Treffpunkt für Verliebte.
  • Das Künstlerviertel Barranco gilt als Wiege des peruanischen Walzers. Heute zieht es immer noch Künstler, Maler, Dichter und vor allem Jazzmusiker an.
  • Mit Cafés, edlen Boutiquen, Theatern, Nachtclubs und einer Topwohnlage zwischen Moderne und Strand lockt die Vorstadt Miraflores. Sie spiegelt das junge, moderne, reiche Lima wider. Darüber hinaus gibt es hier wunderbare Hotspots zum Paragliden in Peru.

Ausflüge aus Lima: Entdeckungen zwischen Ruinen, Gräbern und Hochkulturen

Peru ist ein weites Land und das nächste Ausflugsziel kann entsprechend vier bis fünf Stunden Bus-, Zug- oder Autofahrt entfernt sein.

  • Einöde und monotone Landschaften bestimmen den Weg zu den Ruinen und Gräbern einer noch älteren Hochkultur wie die der Inka. Mitten in der Wüste sind es die ehemaligen Städte Cajamarquilla, Ancòn und Pachacáma, die einst zum Huari-Reich zählten. Insbesondere gilt Pachacáma als einer der wichtigsten heiligen Orte des antiken Peru. Die imposante Größe und das Wissen, dass hier das Heiligtum des „Schöpfers des Universums" verehrt wird, locken tausende Touristen hierher.
  • Die Stadt Caral wird auf ein Alter von 5.000 Jahren geschätzt und ist damit die älteste Stadt Amerikas.
  • Informationen zum Reich der Inka findet man im vielleicht größten Inka-Museum Lateinamerikas, in Limas Vorstadt Magdalena Vieja. Die umfangreiche Ausstellung umfasst knapp zweitausend Jahre alte Steindenkmäler der Chavin-Kultur, Gewebe aus Ica und Paracas, Menschen- und Tierdarstellungen aus Mochica und Nazca sowie die berühmten Gold- und Silberarbeiten der Inka.

Ausflüge Lima: Chillen, relaxen in der Natur

Eine wunderbare Alternative zur Metropole Lima bieten die Bootstouren hinaus auf das Meer. Seriöse Veranstalter organisieren Touren zur Beobachtung von Walen an. Eine andere Tour führt nach Callao und von hier zu den Inseln Islas Palomino. Mit Ruhe und Gelassenheit können hier Seevögel und Seehunde einzigartig betrachtet werden.

Lima lebt nicht allein von Armut, Kriminalität und Rebellen, sondern ebenso von ihren jährlich rund 1.000.000 Besucher.

Quellen:

  • Peru.travel
  • Dieter Grotehusmann, „Zwischen Anden und Pazifik – Streifzüge durch Lateinamerika“, 2. Verbesserte Auflage 2005 Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig
  • Apa Guides, Südamerika, RV Reise- und Verkehrsverlag GmbH Vertrieb München.
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Katja Elflein - Der Mensch reist, um für sich ein Stück eigene Kultur anzunehmen. Seit September 2008 arbeite ich als freie Texterin und ...

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