Peru weist britischen Umweltaktivisten McAuley aus

Mc Auley will das Amazonasgebiet schützen - Carsten Link - pixelio.de
Mc Auley will das Amazonasgebiet schützen - Carsten Link - pixelio.de
Am 1. Juli 2010 verkündete Perus Regierung die Ausweisung von Paul McAuley, weil er an Aktivitäten für den Umweltschutz teilgenommen hat.

Paul Michael John Thomas Mac Auley lebt seit mehr als zwanzig Jahren in Peru. Lange Zeit arbeitete der Geistliche in Lima an einer Schule des La-Salle-Ordens, dann reiste er im Jahr 2000 nach Iquitos, einer der größten Städte im peruanischen Amazonasgebiet. Iquitos ist nur auf dem Luft- oder Wasserweg zu erreichen, Straßen dorthin gibt es nicht.

McAuley aktiv im Schutz für Perus Regenwald

Bald nach seiner Ankunft gründete McAuley das RAL (Red Ambiental Loretana – Umweltnetzwerk von Loreto, also der Amazonasprovinz, in der Iquitos liegt). Ziel der gemeinnützigen Vereinigung war und ist die Kontrolle der natürlichen Ressourcen im Amazonasgebiet in Bezug auf eine gerechte und nachhaltige Verteilung.

Sämtliche Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich im RAL, deswegen hat McAuley auch den Vorwurf zurückgewiesen, er würde eine NGO leiten. "Das RAL ist keine NGO, es ist eine zivile Vereinigung", sagte er und wies auf die geringen Förderungen hin, die es für die Arbeit des Umweltnetzwerkes gibt. "Nur der Beauftragte für die Homepage verdient etwas Geld", erklärte McAuley.

Im Zuge seines Engagements setzte sich Mc Auley immer wieder für die Forderungen von Indigenen ein, die gegen die Politik der Regierung protestierten. In den letzten Wochen analysierten McAuley und seine Mitarbeiter das sogenannte Waldgesetz (Ley Forestal), das die Nutzung des Regenwalds für Monokulturen vorsieht.

Kritik an der peruanischen Regierung

„In Artikel 44 wird festgelegt, dass mindestens 10.000 Hektar übergeben werden und dass es keine Begrenzung des zu übergebenden Landes gibt“, äußerte sich McAuley besorgt. Dass sein Engagement der Regierung missfallen könnte, wusste er: „Wir rühren da an großen Interessen, was den wirtschaftlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen angeht, und das ist gewissen Leuten unangenehm.“

Das Innenministerium will McAuley ausweisen

Nach der Argumentation des Innenministeriums hat McAuley an politischen Aktivitäten wie Protestmärschen teilgenommen und deshalb die öffentliche Ordnung gestört, ein Verstoß gegen das peruanische Ausländergesetz. Das Residenzrecht wurde ihm deshalb entzogen, eine Woche Zeit wurde ihm zugestanden, um das Land zu verlassen – für immer.

Doch in der Öffentlichkeit schlägt diese Entscheidung des Innenministeriums hohe Wellen. Oppositionspolitiker wie Ollanta Humala haben sich bereits gegen die Ausweisung McAuleys ausgesprochen. In Iquitos gab es eine öffentliche Mahnwache, organisiert durch Mitglieder von Umweltschutzvereinigungen, Dozenten der Universidad Nacional de la Amazonía Peruana und sogar dem Direktor der regionalen Filiale des nationalen Kulturinstituts INC.

McAuley will in Peru bleiben

McAuley hat bereits klargestellt, dass er alles tun wird, um im Land zu bleiben. Sollte es ihm nicht gelingen, wolle er auf eine Wiedereinreise hoffen – unter einer neuen Regierung, die einem Ausländer den Umweltschutz erlaube. Er sehe keinen Grund für die Ausweisung, sagte er der peruanischen Presse. Die Awajun, eine Gruppe Indigener, sollen McAuley zudem ihr Territorium als Refugium angeboten haben.

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Bildnachweis: Carsten Link / pixelio.de

Sabrina Zelezny, Sabrina Zelezny

Sabrina Železný - " ... volando vengo, volando voy deprisa, deprisa al rumbo perdido ..." (Manu Chao) Ich wurde 1986 geboren und schreibe, seit ich ...

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