Pesto selber machen

Gesund, lecker, vielseitig und so einfach!

Selbstgemachtes Pesto: mhh...lecker! - Pixelio.de
Selbstgemachtes Pesto: mhh...lecker! - Pixelio.de
Nutzen sie die unendlichen Möglichkeiten, die das „grüne Gold" bietet! Fast alle frischen Kräuter eignen sich dafür, so dass Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

„Pesto Genovese“ kennt man: Olivenöl, Basilikum, Pinienkerne, Salz, Knoblauch und Hartkäse, meist Pecorino oder Parmesan. So weit, so klassisch. Aber wie wäre es mit etwas Abwechlung? Wohl nirgends lässt sich so gut mit Zutaten und Aromen spielen und experimentieren wie beim Pesto.

Große Qualitätsunterschiede

Wer im Laden nach Pesto sucht, steht vor einem Dilemma: Bei kaum einem anderen Produkt sind die Qualitätsunterschiede so drastisch. Kauft man beim italienischen Delikatessenhändler, schmeckt es meistens noch ganz gut, hat aber auch einen stolzen Preis. Beim Discounter, wo man ein 150-Gramm-Glas schon für weniger als zwei Euro bekommt, ist die Qualität fast immer lausig: bräunliche Farbe, muffiger Geschmack, und der Blick auf die Zutatenliste offenbart, dass statt Olivenöl Sonnenblumenöl zum Einsatz kommt und der Basilikumanteil bei den Kräutern auch nicht allzu hoch ist. Das wird dann mit reichlich Geschmacksverstärkern „ausgeglichen“. Warum also nicht einfach selber machen?

...und so geht’s

100 g Pinienkerne (zuvor im Ofen oder vorsichtig ohne Fett in der Pfanne geröstet)

frische Kräuter nach Belieben (ca. 2 Bund)

80 g frischer Parmesankäse

½ Teelöffel Salz

2-4 Knoblauchzehen

ca. 150 ml gutes Olivenöl

Zuerst die Blätter der Kräuter abzupfen und waschen. Nun alle Zutaten mit Ausnahme des Öls gründlich zerkleinern. Puristen bestehen zwar auf Mörser und Stößel, aber mit einem Standmixer oder einer Allround-Küchenmaschine („moulinette“) geht’s viel einfacher und schneller. Bei Pürierstäben kann es passieren, dass die Kräuter das Messer „verstopfen“.

Dann das Öl nach und nach hineingießen, bis eine breiige Konsistenz erreicht ist. Kräftig mit Salz abschmecken – fertig!

Gesund und vielseitig verwendbar

Dafür eignet sich nicht nur Basilikum! Ruccola, Petersilie, Bärlauch und Oregano harmonieren wirklich toll mit den übrigen Zutaten: Auch Rosmarin, Salbei, Lavendel, Thymian oder Minze - zum Beispiel zu Lamm - passen, sollten aber wegen ihres intensiven Aromas mit Petersilie „gestreckt“ werden. Pesto lässt sich nicht nur mit Teigwaren kombinieren: Es rundet Ihre Saucen und Salatdressings ab und verleiht jeder Pizza eine ganz besondere Note. Und obendrein ist es auch noch gesund: Frische Kräuter enthalten reichlich Vitamine, Mineralien und so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken.

Wenn das Pesto immer mit etwas Olivenöl bedeckt ist, hält es sich im verschlossenen Glas im Kühlschrank ohne weiteres vier bis sechs Wochen.

Noch ein Tipp

Anstelle von Pinienkernen kann man auch Cashewkerne verwenden. Die gibt es schon fertig geröstet und gesalzen zu kaufen, und sie sind viel billiger als die edlen Pinienkerne. Der Italiener um die Ecke macht das vielleicht auch so, auch wenn er Ihre Nachfrage natürlich empört zurückweisen wird. Aber sei’s drum: wenn die Kerne fein püriert werden, ist der Geschmacksunterschied wirklich minimal. Wenn sie ein veganes Pesto herstellen wollen, lassen Sie einfach den Käse weg und geben dafür ein paar Kerne zusätzlich hinein, damit die Konsistenz stimmt!

Und noch etwas: Selbst gemachtes Pesto eignet sich hervorragend als Geschenk oder als kleines Mitbringsel für eine Party! Sie werden amüsiert zur Kenntnis nehmen, welche Bewunderung Ihnen entgegenschlägt, weil die diese italienische „Geheimwissenschaft“ so meisterhaft beherrschen.

David Feist, David Feist

David Feist - Meine ersten journalistischen Erfahrungen machte ich schon als Schüler. Eine freie Mitarbeit bei der Lokalzeitung "Westfälische ...

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