Peter Alexander – Zum Tode des unvergesslichen Optimisten

Peter Alexander verstarb am 12.02.2011 im Alter von 84 Jahren. Mit ihm ging einer der letzten großen Entertainer. Sein Optimismus wird unvergessen bleiben.

Mit Peter Alexander verstarb am 12.02.2011 im Alter von 84 Jahren einer der letzten großen Entertainer. Alexander gehörte einer aussterbenden Gattung in einer neuen Medienlandschaft an, die zwar viel Platz für Reality-Soaps bietet, der großen Abendunterhaltung aber keinen Raum mehr lässt.

Peter Alexander – Der Werdegang des beliebten Schauspielers, Sängers und Entertainers

Peter Alexander kam am 30. Juni 1926 unter dem bürgerlichen Namen Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer in Wien zur Welt. Bereits zu Schulzeiten unterhielt Peter seine Mitschüler mit Parodien. Nach der Matura im Jahr 1944 absolvierte er zunächst den Arbeitsdienst und meldete sich anschließend für den Marinedienst. Ein Jahr später wurde er britischer Kriegsgefangener. Zurück aus dem Krieg schrieb er sich an der Universität Wien zum Medizinstudium ein, das er aber bereits nach nur einer Vorlesung wieder abbrach.

Sein Wunsch war es, Schauspieler am Wiener Burgtheater zu werden. So absolvierte er von 1946 bis 1948 eine Schauspielausbildung am renommierten Max-Reinhardt-Seminar, die er mit ausgezeichnetem Zertifikat abschloss. Schon früh entschied er sich für den Künstlernamen „Peter Alexander“, der aufgrund seiner Kürze erfolgversprechender klang als sein voller bürgerlicher Name. Ab den frühen 1950er Jahren kamen Schlagerproduktionen und Schallplattenveröffentlichungen hinzu. Die Mischung aus Schauspielerei und Gesang brachte ihm zahlreiche Hauptrollen in Operetten- und Revuefilmen – unter anderem auch von Werner Jacob – ein.

Ab Ende der 1960er Jahre wurde Peter Alexander dem deutschen Publikum vor allem mit seinen großen Abendshows bekannt. Die Peter-Alexander-Show lief von 1969 bis 1995 und galt als echter Straßenfeger. Daneben moderierte Peter Alexander 1975 die ZDF Gala-Show „Treffpunkt Herz“ zugunsten der Krebshilfe. Mitte der 1990er Jahre zog sich Peter Alexander weitgehend aus dem Showgeschäft zurück. 2005 kehrte er noch einmal ins Fernsehen zurück. Anlässlich des 70. Geburtstages von Wolfgang Rademann wurde auch ein Beitrag von Peter Alexander gesendet. 2006 feierte Peter Alexander selbst seinen eigenen 80. Geburtstag, wofür ihm das ZDF eine Gala-Sendung mit Live-Schaltung in sein Haus widmete.

Peter Alexander – Der private Mensch

Privat zeichnete sich Peter Alexander vor allem durch seine große Liebe und glückliche Ehe mit seiner Frau Hildegard aus. Ganz für das Show-Geschäft unüblich blieben er und seine Frau von 1952 bis zum Tode Hildegards im Jahr 2003 verheiratet. Die Ehe war niemals belastet durch Skandale, sondern stand Pate für den Inbegriff der treuen und glücklichen Ehe. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Susanne und Michael. Der Tod seiner Frau Hildegard im Jahr 2003 traf Peter Alexander schwer, weil er mit ihr die Liebe seines Lebens verlor. Hildegard hatte zeitlebens auf einen eigenen Beruf verzichtet, um die Karriere ihres Mannes zu managen. 2009 schlug das Schicksal für Peter Alexander erneut zu. Seine Tochter Susanne verunglückte tödlich auf der thailändischen Insel Koh Samui. Dieser weitere Schicksalsschlag raubte dem Entertainer die Kraft.

Peter Alexander als Vorbild für alle Generationen

Peter Alexanders Beliebtheit ist nicht nur auf seine Schlager- und Filmerfolge zurückzuführen, sondern vor allen Dingen auch auf sein positives, skandalfreies Leben. War man von Filmstars eher einen lockeren Lebenswandel mit häufig wechselnden Partnern gewohnt, verband Peter Alexander mit seiner Frau eine feste, treue Ehe. Das machte ihn sympathisch und volksnah. Tatsächlich war das Ehepaar Alexander niemals in irgendwelche Skandale verwickelt. Seine humorvolle Art versüßte nicht nur der Wirtschaftswundergeneration das Leben. Auch die nachfolgenden Generationen der 1970er und der späteren Jahre wurden von dem Optimismus des ewigen Sunny-Boys angesteckt. In Zeiten, in denen Menschen vor allem in ihrem Leid und Elend hautnah in Reality-Soaps präsentiert werden, fehlt einer wie Peter Alexander, der es versteht, mit wenigen Worten Menschen zum Lachen und Vergessen des Alltages zu bringen.

Sigrun Hopfensperger, Sigrun Hopfensperger

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