Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumayer sollte eigentlich Medizin studieren, zumindest war das der Wunsch seines Vaters, eines Wiener Bankbeamten. Doch Peter war stur und besuchte nach dem Krieg, nach seiner Zeit in britischer Kriegsgefangenschaft, das Max-Reinhardt-Seminar, wo er 1948 als staatlich geprüfter Schauspieler graduierte. Ein Monatseinkommen von umgerechnet etwa 15 Euro brachte ihm sein erster Job am Wiener Burgtheater, wo er sowohl als "Mädchen für alles" tätig war, als auch als Zweitbesetzung für diverse Schauspieler. 1951 erhielt er seinen ersten Plattenvertrag und schaffte seinen ersten Hit mit dem Song "Das machen nur die Beine von Delores".
Peter Alexander im Fernsehen
Peter Alexander war ohne Zweifel einer der bekanntesten deutschsprachigen Filmschauspieler, Entertainer und Showmaster. Er wirkte in über 40 Filmen mit, oft an der Seite von Gunther Philipp. In den meisten seiner Unterhaltungs- und Revuefilmen sang er auch. Sein berühmtester Film war sicherlich die Operettenverfilmung "Im goldenen Rössl". Seine "Peter Alexander Show", die zunächst in schwarz-weiß 1963-1966 vom WDR und dann 1969-1996 im ZDF und ORF ausgestrahlt wurde, hatte so hohe Einschaltquoten wie sonst nur Fußballspiele bei den Weltmeisterschaften. Auch seine anderen Samstag-Abend-Shows und Galas hatten viele Zuschauer. Zwischen 1955 und 1998 trat er in über 200 Fernsehshows auf. Sein letztes TV-Interview gab er 1998.
Peter Alexander als Sänger
Zwischen 1969 und 1991 war Peter Alexander neben Udo Jürgens der erfolgreichste Tourneekünstler im deutschsprachigen Raum. Er war ein sehr vielseitiger Künstler, dennoch war seine Zielgruppe immer das älter Publikum. Udo Jürgens sagte über ihn: „Peters Lieder haben sich leider nicht so sehr an die Jugend, sondern an ein breites älteres Publikum gerichtet. Ich habe diese Fangemeinde immer als die schweigende Mehrheit bezeichnet. Die Jugend und das Rock/Pop-Publikum hätte er, meiner Meinung nach, auch leicht auf seine Seite ziehen können, aber das hat ihn leider nie interessiert.“ Dennoch bekam erhielt Peter Alexander 1982 den Musikjournalistenpreis, weil er so viele Konzerttickets verkaufte. Seine Konzerte waren immer in kürzester Zeit ausverkauft und er hatte keine Probleme die größten Hallen zu füllen. Er hatte insgesamt neun Nummer-Eins-Hits und noch mehr Chartplazierungen. Seine Liste an veröffentlichen Songs scheint endlos.
Peter Alexanders Preise und Auszeichnungen
Auch die Liste Peters Auszeichnungen und Preise scheint endlos zu sein. Zu den wichtigsten zählen acht Bambis, sowie ein Sonder- und Ehrenbambi für sein Lebenswerk, drei Goldene Europas, das Goldene Mikrofon, vier Goldene Kameras, eine Goldene und eine Platin Romy und die Goldene Superkamera. Natürlich wurde er auch in Österreich mehrmals geehrt, wie zum Beispiel mit dem großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und dem Ehrenring der Stadt Wien.
Peter Alexanders letzten Jahre
Alexander hatte ein sehr inniges Verhältnis zu seiner Frau Hildegard Haagen, die er 1952 geheiratet hat. Er nannte sie liebevoll "Schnurrdiburr". Sie war gleichzeitig seine Managerin. Sie sagte einmal über ihn: „Grundsätzlich bin ich schon eifersüchtig, aber bei Peter hatte ich das nie nötig. Er interessierte sich nicht für andere Frauen. Außerdem hätte er auch keine Gelegenheit dazu gehabt, ich war ja ständig in seiner Nähe. Nicht, weil ich auf ihn aufpassen muss, sondern weil er es will.“ Nach Hildes Tod 2003 lebte Peter Alexander sehr zurückgezogen in seinem Haus in Wien Grinzing und ging häufig seinem Hobby, dem Fischen, nach. Ein weiterer Schicksalsschlag erschütterte ihn 2003, als seine Tochter Susanne im Alter von 51 Jahren in Thailand bei einem Autounfall ums Leben kam. Am 12.2.2011 schlief Alexander friedlich ein und wachte nicht mehr auf. Er hatte sich ein ruhiges Begräbnis gewünscht, welches er schon vor seinem Tod plante. Dennoch hat die Öffentlichkeit am Samstag, den 19. Februar 2011, die Möglichkeit sich am Grinzinger Friedhof in Wien gebührend zu verabschieden. Zwischen neun Uhr früh und vier Uhr nachmittags wird Peter Alexander in der Halle 2 aufgebahrt. Es gibt auch die Möglichkeit sich in ein Kondolenzbuch einzutragen.
Quellen: Sony Music, ORF News und offizielle Homepage von Peter Alexander
