Peter Falk ist tot: Inspektor Columbo ermittelt nicht mehr

Am 23. Juni 2011 wurde bekannt, dass der amerikanische Schauspieler Peter Falk alias Inspektor Columbo im Alter von 83 Jahren gestorben ist.

Es war bereits länger bekannt, dass der amerikanische Schauspieler Peter Falk schwer krank ist. Nun ist der gebürtige New Yorker im Alter von 83 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills (Kalifornien) gestorben. Falk erlangte durch die Rolle des "Inspektor Columbo" weltweite Bekanntheit. Über Einzelheiten zu seinem Tod lesen Sie in diesem Artikel.

Vier "Emmys" als bester Fernsehdarsteller für Peter Falk

Seine Markenzeichen waren ein braunes Glasauge, ein zerknitterter Trenchcoat und eine meist kalte Zigarre im Mundwinkel. Nicht zu vergessen seine scheinbar harmlose Bemerkung "Ich hätte da nur noch eine Frage", die er praktisch in jeder Krimifolge von "Inspektor Columbo" dem Hauptverdächtigen stellte. Wenn dieser Satz fiel, wusste man als Zuschauer, dass sich die Schlinge um den Hals des Mörders langsam, aber sicher zuzog. Denn der scheinbar so schusselige Inspektor verstand es wunderbar, den Täter mit seiner harmlos wirkenden Art und seinen nervenden Schrullen bis zur letzten Sekunde in Sicherheit zu wiegen. Doch gerade mit dieser Masche entlarvte er sie fast alle. Seit 1968 löste Inspektor Columbo alias Peter Falk insgesamt 69 Fälle und heimste dafür vier "Emmys" als bester Fernsehdarsteller ein. In den siebziger Jahren erzielte die simpel aufgebaute, aber durchaus spannende Krimiserie Rekordeinschaltquoten im amerikanischen Fernsehen. Nach einer langen Pause übernahm Peter Falk ab 1989 erneut seine Paraderolle, die weltweit in achtzig Ländern ausgestrahlt und unzählige Male im TV wiederholt wurde.

Vom Finanzangestellten zum Schauspieler

Dabei war Peter Falk der Beruf des Schauspielers nicht in die Wiege gelegt. Dem jüdischstämmigen New Yorker musste im Alter von drei Jahren wegen eines Tumors das rechte Auge entfernt werden. Sein Glasauge, das ihn häufig die Augen zusammenkneifen ließ, wurde später zu seinem Erkennungszeichen. Da sich seine Eltern eine solide Ausbildung wünschten, wurde er Angestellter bei der Finanzbehörde. Nach ersten Erfahrungen mit einer Laienspieltruppe begann er sich immer stärker für die Schauspielkunst zu interessieren und nahm Unterricht. Seine erste kleine Filmrolle erhielt er 1958 bei "Warner Brothers". Bereits 1960 und 1961 bekam er jeweils eine "Oscar"-Nominierung als bester Nebendarsteller. Von da an ging es mit seiner Karriere steil bergauf. In dem Film "Das große Rennen rund um die Welt" (1965) spielte er zusammen mit Tony Curtis und Jack Lemmon, war jedoch auch als Theaterschauspieler aktiv. 1968 übernahm er zum ersten Mal die Rolle, die ihn weltberühmt und reich machen sollte: den schusseligen Inspektor Columbo, für den er mit einem "Golden Globe" und zwei "Emmy-Awards" ausgezeichnet wurde. Trotz des riesigen Erfolgs der Krimiserie wollte sich Peter Falk nicht ausschließlich auf die Rolle des Columbo festlegen lassen. Deshalb spielte er auch in Filmen von Sydney Pollack und arbeitete mit John Cassavetes zusammen, mit dem er die Filme "Ehemänner" und "Eine Frau unter Einfluss" mit Gena Rowlands drehte.

Seit 2007 litt Peter Falk an Alzheimer und Demenz

Schon vor einigen Jahren hatte sich der an Alzheimer erkrankte Schauspieler fast völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Fotos von ihm gab es nur noch selten. Nach Aussagen seiner Ärzte schritt die mit Demenz einhergehende Krankheit sehr schnell voran. So konnte sich der Schauspieler nicht mehr an den von ihm jahrelang verkörperten Charakter des Inspektor Columbo erinnern. 2009 wurde Falk unter die Vormundschaft seiner zweiten Frau Shera gestellt, mit der er 31 Jahre lang verheiratet war. Zeitweilig wurde auch seine Adoptivtochter Catherine von einem Gericht in Los Angeles zu seinem Vormund ernannt. Dort starb der beliebte Schauspieler am 23. Juni 2011 in seinem Haus in Beverly Hills.

Quellen: orf.at, spiegel.de

Die Autorin in Portugal, C.v.Gerstenberg

Dr. Claudia von Gerstenberg - | Dr. phil. | mit den Schwerpunkten Essen & Trinken: bedeutet für mich Genuss, Lebensfreude und Sinnlichkeit. Deshalb bin ich ...

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