
- Schloss Pfaueninsel - © SPSG
Die romantische Pfaueninsel in der Havel vor Wannsee gehört heute zum Welterbe der UNESCO. Die Insel gehörte zu den Orten, wo sich der preußische König Friedrich Wilhelm III. und seine Gattin Luise aus dem Hause Mecklenburg-Strelitz besonders gern aufhielten. Dort konnte das Kronprinzenpaar bzw. Herrscherpaar das Leben in freier Natur ungestört genießen.
2010 jährt sich der Todestag von Luise zum 200. Mal. Die SPSG nahm dies zum Anlass für ein Luisenjahr mit einem Reigen von Ausstellungen und anderen Ereignissen. Und natürlich spielt die Pfaueninsel in dem Luisenjahr 2010 eine wichtige Rolle. Die von Peter Joseph Lenné gestaltete Parklandschaft auf der Insel wird ab dem 1. Mai 2010 zum Schauplatz eines innovativen Ausstellungsprojektes: Internationale Künstlerinnen und Künstler setzen sich unter der Federführung von Michael Lukas aus München mit der Historie, der Atmosphäre des Ortes und der Person der Königin auseinander.
Die Ausstellung auf der Pfaueninsel
Sechs zeitgenössische Künstler setzen sich auf der Pfaueninsel im Luisenjahr 2010 mit der Landschaft der Berliner Pfaueninsel und dem Leben der Königin Luise von Preußen auseinander. Die Pfaueninsel wird im Sommer 2010 zu einem Ort eines einmaligen Ausstellungsexperiments der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG).
Die Verknüpfung von internationaler Gegenwartskunst mit den auf der Insel präsenten kulturhistorischen, politischen und naturwissenschaftlichen Themen bietet eine einzigartige Mischung aus Bildung und Kunst. Einen Dialog mit den architektonischen Objekten und der von Lenné gestalteten Landschaft gestalten 6 Künstler mit Installationen und diadaktischen Stationen. Dabei wirkten zusammen die Kanadierin Sylvie Bussières mit „en passant“, der Spanier Joan Fontcuberta mit „Institute of Cryptornithology“ und die Deutschen Christian Engelmann mit „Max. 1 Minute“, Michael Lukas mit „Parkett“, Robert Stieve mit „Eicheln“ und Martin Weimar mit „Hortensienarmee“. Diese Werke begleiten die Besucher auf der Wanderung über die Pfaueninsel.
Auf dem Inselrundgang sind 18 Orte künstlerischer Interventionen zu finden. Leuchtend Orange gefärbte und verschieden geformte Sitzbänke laden zur Rast. Mit dem Handy können hier Toncollagen abgerufen werden.
Und es gibt auf der Pfaueninsel im Luisenjahr 2010 auch Neues zu sehen. Neben dem Schloss und der Meierei öffnen im Luisenjahr 2010 erstmals Gebäude ihre Pforten, die bisher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren. Darunter sind die Gärtnerei und der Beelitzer Jagdschirm.
Es erscheint ein Ausstellungsführer, der auf der Pfaueninsel erhältlich ist: SPSG (Hrsg.): Luise. Die Inselwelt der Königin., ca. 120 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, 9,95 Euro
Weitere Informationen zur Ausstellung „Luise. Die Inselwelt der Königin“ bietet auch der Internetauftritt der SPSG. Eine kurze Charakterisierung der Kunstwerke bietet der Beitrag „Die Kunstinstallationen auf der Pfaueninsel zum Luisenjahr 2010“.
Ort: Pfaueninsel, Nikolskoerweg, D-14109 Berlin, dort mit der Fähre übersetzen.
Zeit: 1. Mai 2010 bis 31. Oktober 2010 täglich von 10-17 Uhr, Schloss und Meierei sind Montags geschlossen.
Tipp: Bei Vorlage des Tickets zum regulärer Preis von der Pfaueninsel gibt es den Eintritt zum ermäßigten Preis in die Luise-Ausstellungen im Schloss Charlottenburg und im Schloss Paretz.
Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) wiedergegeben.
