Pfefferminze – zufällige Kreuzung zweier Minzarten

After Eight besteht aus der Mitcham-Pfefferminze - © Holger Hecklau / pixelio.de
After Eight besteht aus der Mitcham-Pfefferminze - © Holger Hecklau / pixelio.de
Die zufällige Kreuzung einer Ähren- und einer Bachminze schuf die uns bekannte Pfefferminze. Aus ihr lässt sich eine leckere After Eight-Creme zubereiten.

Der Pfefferminzduft wird nicht nur in der heutigen Zeit als angenehm empfunden: Schon in jahrtausendealten ägyptischen Gräbern wurden Spuren einer Pfefferminzart als Grabbeigabe gefunden. Seit der Antike werden Pfefferminzsorten in China und Japan angebaut.

Unsere Pfefferminze: Zufallskreuzung aus England

Die heute am häufigsten anzutreffende Form der Pfefferminze entstand im 17. Jahrhundert in England. Es wird angenommen, dass es sich um eine Zufallskreuzung einer Gartenminze mit der wilden Minze handelt: In der Nähe eines Feldes mit Krausminzen (auch Grüne Minze und Ährenminze genannt) wuchsen wilde Bachminzen. Dass sich daraus eine neue Minzart entwickelt hatte, entdeckte zuerst der Biologe John Ray (1627 bis 1705). Er war es auch, der der Pfefferminze wegen ihres scharfen Geschmacks den Namen „Peppermint“ gab. Noch heute gilt die Pfefferminze als die englischste aller Pflanzen und gibt unzähligen englischen Gerichten ihre typische Note. Das früheste Exemplar der Pfefferminze befindet sich heute im Natural History Museum in London. Inzwischen gibt es zahlreiche Unterarten und Varianten, da im Laufe der Zeit mehrere Züchtungen entstanden sind. Man kann die verschiedenen Sorten in die hellgrüne und die dunkelgrüne Variante unterteilen, wobei vor allem die dunkelgrüne Sorte „Mitcham" besonders hochwertig ist. Diese Sorte ist auch der wichtigste Bestandteil des After Eight.

After Eight – englischer Genuss aus der Mitcham-Pfefferminze

Wer kennt sie nicht, die flachen, quadratischen Täfelchen mit einer Hülle aus Bitterschokolade und einer Füllung aus Pfefferminzcreme? Sie sind eine Erfindung des englischen Unternehmens Rowntree‘s aus dem Jahr 1962 und gehen auf eine alte britische Gewohnheit zurück: In England wird nach dem Abendessen gern als Nachtisch Pfefferminze gegessen. Der Name „After Eight“ bezeichnet daher auch den Zeitpunkt, wann die Engländer zu den quadratischen Schokoladentäfelchen greifen. Auf dem deutschen Markt erschien After Eight Mitte der 1960-er-Jahre. 1988 erwarb das Unternehmen Nestlé durch die Übernahme von Rowntree’s die Rechte an After Eight.

After Eight-Creme – Delikatesse auch vor 20 Uhr

Zutaten für 6 Personen:

200 Milliliter Sahne

100 Gramm After Eight-Täfelchen

200 Gramm Quark

1 Päckchen Sahnesteif oder 2 Esslöffel San-Apart

Zubereitung:

Die Sahne entweder im Topf oder in der Mikrowelle erwärmen. Die After Eight-Täfelchen darin schmelzen und im Kühlschrank am besten über Nacht abkühlen lassen. Dann steif schlagen und gleichzeitig Sahnesteif oder San-Apart unterrühren. Zum Schluss den Quark unterheben und mit halben After Eight-Täfelchen garnieren. Wer mit Minze garnieren möchte: Frische Minz-Sträußchen bleiben ein bis drei Tage frisch, wenn man sie ins Wasser stellt oder in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank aufbewahrt.

Quellen:

Angelika Kiel, Angelika Kiel

Angelika Kiel - Angelika Kiel ist freie Lektorin für verschiedene Unternehmen. Studium der Geschichte und der Germanistik in Bonn und Köln; ...

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