Pfirsiche in Orangensirup – die Dessertidee für Genießer

Blutpfirsiche - eine alte Sorte - Angeilna Ströbel
Blutpfirsiche - eine alte Sorte - Angeilna Ströbel
Wenn Weinberg- oder Blutpfirsiche in einem Sirup aus Wein und Orangen köcheln, entsteht ein sinnliches Dessert für Genießer.

Pfirsiche in einem Sirup aus nach Orangen duftendem Wein sind ein wunderbares Dessert für Genießer. Die Vorbereitung macht etwas Mühe - aber das Ergebnis lohnt.

Auf die Pfirsichsorte kommt es an

Für diesen Nachtisch sollten Sie nicht die überall erhältlichen orange-fleischigen Pfirsiche wählen, sondern eine weiß-fleischige, eher kleine Sorte bevorzugen. Noch schmackhafter wird das Dessert, wenn Sie Weinbergpfirsiche oder dunkelrote Blutpfirsiche auftreiben können. Echtes Orangenblütenwasser (kein Orangenöl!) kann man in vielen Apotheken kaufen; es eignet sich auch zum Aromatisieren von Kuchen und Torten.

Für 4 Nascher benötigen Sie

  • 8 reife, kleine Pfirsiche (Sorte siehe oben)
  • 400 ml etwas süßeren Wein (am besten Roséwein)
  • 3 Essl. Blütenhonig
  • 2 Teel. Orangenblütenwasser
  • 2 – 3 kleine Gläschen Orangenlikör (z. B. Grand Marnier)
  • und natürlich schöne Tellerchen aus Glas zum Servieren.

So werden die Pfirsiche zubereitet

  • Waschen Sie die Pfirsiche und reiben Sie dann die äußere flaumige Schicht auf der Haut mit einer weichen Bürste herunter.
  • Schneiden Sie die Pfirsiche an beiden Enden etwas ein.
  • Geben Sie den Wein, den Honig und das Orangenblütenwasser in einen Topf, in dem auch die Pfirsiche nebeneinander Platz haben.
  • Lassen Sie die Mischung kurz aufkochen und setzen Sie die Pfirsiche in den Sirup.
  • Die Pfirsiche sollten eine Weile sanft köcheln, dabei werden Sie weich. Sie sollten jedoch nicht zerfallen.
  • Träufeln Sie dabei immer wieder Sirup über die Früchte und drehen Sie sie ab und zu vorsichtig, damit sie gleichmäßig garen.
  • Nehmen Sie die Pfirsiche dann mit einem Schaumlöffel vorsichtig aus dem Sirup und setzen Sie sie auf einen Teller.
  • Ziehen Sie die Haut von den Pfirsichen.
  • Platzieren Sie je zwei Pfirsiche auf einem Dessertteller.
  • Lassen Sie den Sirup kurz abkühlen und vermischen Sie ihn mit dem Orangenlikör.
  • Beträufeln Sie die Pfirsiche mit dem Orangensirup und verzieren Sie das Dessert mit etwas Sahne.

Wenn Sie das Dessert üppiger gestalten wollen, dann nehmen Sie einen größeren Dessertteller, auf dem Sie eine Waffel mit etwas Sahne oder einer Kugel Vanilleeis platzieren. Daneben finden die Pfirsiche mit dem Sirup ihren Platz. Auch kleine Orangen- oder Zitronenkekse passen zu den Pfirsichen.

Blutpfirsiche – was ist das?

In den Bauerngärten und bei Winzern war diese alte, robuste Pfirsichsorte früher oft zu finden. Das Fleisch der eher kleinen Pfirsiche ist tatsächlich rot wie Blut, die Schale dunkelrot und sehr flaumig. Roh schmecken diese Pfirsiche eher herb, zudem werden Sie mit zunehmender Reife mehlig. Man verarbeitete Sie daher zu sehr wohlschmeckenden Marmeladen, zu Kompott oder eben zu einem gekochten Nachtisch. Und in vielen Einmachgläsern landeten die kleinen Pfirsiche für den nächsten Winter – der Saft in diesen Gläsern war ebenfalls blutrot. Die Sorte „Rheinfeuer“ beispielsweise, die man bei speziellen Gartenversendern findet, wird heute zunehmend unter der Bezeichnung „Weinbergpfirsich“ verkauft.

Kleiner Exkurs: Orangenblütenwasser

Diese intensiv duftende Essenz wird aus den Blüten von Bitterorangen hergestellt, die im Frühjahr geerntet und getrocknet werden. Dann werden die Orangenblüten destilliert. Mit dem Orangenblütenwasser kann man Fruchtsalate, Süßspeisen, Tortenfüllungen und auch einige herzhafte Gerichte aromatisieren.

Quellen und weiterführende Literatur:

  • Inspiration zu diesem Rezept gab es auf einem Winzerfest.
  • Aber Nachtisch kann man eigentlich immer essen: Probieren Sie Kartoffelpudding - Urgroßmutters Rezept aus dem Schulkochbuch oder
  • Frankfurter Bettelmann - ein Nachtisch, der süchtig machen kann

Bildnachweis: Abb. 1: © Angelina Ströbel

Hannelore Dittmar-Ilgen, Hannelore Dittmar-Ilgen

Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen - Physikerin, Wissenschaftsjournalistin, Buchautorin, Mathe-Erklärerin, Hobbybäckerin und... Physikhexe. Und so schreibe ich ...

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