Es ist wieder so weit. Der Winter ist da und mit der kalten Jahreszeit vermehren sich die erkältungbedingten Erkrankungen rapide.
Doch liegt es wirklich an den Temperaturen, dass wir vermehrt an Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Grippe und grippalen Infekten usw. zu leiden haben?
Wir Menschen erkranken in der kalten Jahreszeit tatsächlich häufiger an den diversen Erkältungskrankheiten als in der warmen Zeit des Jahres. Der Grund dafür ist jedoch nicht die Kälte an sich, sondern es liegt daran, dass sich die Menschen häufiger gemeinsam in geschlossenen Räumen aufhalten, wenn es draußen kalt ist. Dadurch werden die verschiedensten Viren durch eine Tröpfcheninfektion übertragen.
Hohe Ansteckungsgefahr durch Tröpfcheninfektion
Viele Arten von Viren befallen die oberen Atemwege und lösen so eine Erkältung aus. Der Erreger befindet sich in der Atemluft und wird bei jedem Husten oder Niesen mit einer immensen Wucht in die Umgebung der erkälteten Person geschleudert. Die anwesenden Mitmenschen atmen die Viren ihrerseits wieder ein und schon sind einige von ihnen infiziert.
Der Erreger befällt erst die Nasen- und die Rachenschleimhaut. Je nachdem, wie stark sich das Immunsystem der betreffenden Person zu Wehr setzen kann, breitet sich das Virus weiter aus, beispielsweise auf die Nasennebenhöhlen oder auf die Bronchien.
Stärkung des Immunsystems mit Hilfe von Pflanzen
Erkältungskrankheiten lassen sich nicht immer zur Gänze vermeiden. Durch die Unterstützung unserer Abwehrkräfte mit Hilfe von pflanzlichen Präparaten kann jedoch zumindest erreicht werden, dass sich die Dauer und die Schwere der Erkrankung wesentlich verringern.Die Natur hat sehr viele Pflanzen anzubieten, welche uns dabei unterstützen, gesund zu bleiben und das Immunsystem stärken. Sonnenhut und Schwarzer Holunder sind nur zwei davon.
Der Sonnenhut (Echinacea angustifalia)
Schon Indianer haben den ursprünglich in Nordamerika heimischen Sonnenhut verwendet. Der Sonnenhut stärkt die Abwehrkräfte, verkürzt die Erkrankungsdauer bei Erkältungen und reduziert die Infektanfälligkeit insgesamt. Es ist jedoch sehr wichtig und unbedingt zu erwähnen, dass keine Daueranwendung durchgeführt werden darf. Dies führt nämlich letztlich zu einer Schwächung der körperlichen Abwehr!
Aussehen des roten Sonnenhutes
Diese Pflanze wird bis zu 180cm hoch und ist durch die markanten purpurfarbenen Blüten leicht zu erkennen. Als Heilmittel wird ausschließlich ein Auszug aus der frischen Pflanze verwendet.
Der Sonnenhut ist in jeder Apotheke erhältlich. Vor allem in Tropfenform und als sogenannte "Globuli", also homöopathische Kügelchen auf Zuckerbasis, wird er eingenommen. Darüber hinaus kann der Sonnenhut auch als Teeaufguss getrunken werden, es kann ein Frischpflanzenextrakt aus den Blüten hergestellt werden, oder er kann in Tablettenform eingenommen werden.
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Der Holunder war vermutlich bereits in der Steinzeit den Menschen bekannt. Er wird seit langem gegen Erkältungskrankheiten eingesetzt, wirkt schweisstreibend,reinigt das Blut und stärkt das Immunsystem. Bei dieser Pflanze werden die Blüten und die Beeren verwendet.
Aussehen des Holunders
Der schwarze Holunder wird bis zu sieben Meter hoch und wächst strauchartig. Die Blüten sind weiß und die Beeren schwarz und glänzend. Bei der Verwendung des Holunders ist darauf zu achten, dass die Beeren keinesfalls roh verzehrt werden, da dies zu Erbrechen führen kann.
Der Holunder kann als Tee eingenommen werden. Dabei gibt man zwei Teelöffel Blüten in eine Tasse und überbrüht die Blüten mit heißem Wasser. Nach einer Ziehzeit von fünf Minuten werden die Blüten abgeseiht und der Tee kann schließlich schluckweise getrunken werden.
Die Heilpflanzenkunde ersetzt bei Beschwerden nicht den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers. Auch übernehmen weder Autor noch Suite 101 jedwede Verantwortung für die Risiken einer Eigenbehandlung infolge des Artikels.
