Pikante Knabbereien selbst gemacht

Laugenbrezel - mararie / flickr.com
Laugenbrezel - mararie / flickr.com
Rezeptideen für selbstgemachte, knusprige Snacks als Ersatz für lieblose Knabbereien aus dem Einkaufsregal

Wie herrlich sind doch kleine selbstgemachte Knabbereien, wenn man gemütlich bei Bier oder Wein zusammensitzt und Appetit auf einen kleinen, herzhaften Snack hat. Zwar mag es im ersten Moment wesentlich einfacher erscheinen, altbewährte Knabbereien wie Salzstangen, Chips, oder Erdnussflips aus den Regalen hervorzukramen – jedoch verführen diese oft viel zu salzigen Knabbereien heute wohl keinen Gast mehr zum beherzten Zugreifen. Wesentlich schmackhafter und zugleich überzeugender sind einige selbst zubereitete Snacks, welche warm serviert nahezu unschlagbar sind.

Rezept für Käsespiralen

Folgende Zutaten ergeben ca. 30 Stück:

  • 1 Päckchen Tiefkühlblätterteig (300g)
  • 100g (sehr fein) geriebener Käse
  • 1 Ei
  • 2EL Sahne
  • Mehl

Den gefrosteten Blätterteig lässt man auf leicht mit Mehl ausgestreuter Arbeitsfläche für wenige Minuten antauen. Währenddessen vermengt man Ei, Käse und 2EL Sahne zu einer streichfähigen Paste. Nachdem der Blätterteig etwas angetaut und somit formbar ist, kann er gleichmäßig mit der würzigen Paste bestrichen und anschließend zweimal zusammengeklappt werden. Nun gehört er nochmal für mindestens 10 Minuten ins Gefrierfach, um den gefüllten Teig richtig schnittfest zu machen. Ist der Teig hart genug, um ihn sauber in gleichmäßige Streifen zu schneiden, dann sollte man dies ausschließlich mit einem scharfen Messer tun. Denn auch wenn man sich für diesen Schritt ein Pizzarädchen als sehr praktisch vorstellen kann, so würde dieses die Ränder der Teigstreifen nur unschön verkleben.

Die Teigstreifen werden nun großzügig auf Backpapier verteilt, um sie für etwa 10 Minuten bei 220°C zu backen. Blätterteiggebäck sollte möglichst lauwarm, direkt aus dem Ofen, verzehrt werden. Kann man es nicht direkt nach dem Backen servieren, so sollte man es nach der ursprünglichen Backzeit noch einmal für weitere 10 Minuten bei 100°C im Ofen nachtrocknen, um es länger haltbar zu machen. Eventuell sollte es sogar direkt vor dem Verzehr, noch einmal aufgebacken werden, damit es wirklich kross und lecker schmeckt.

Rezept für Laugenbrezeln

Zugegebenermaßen nicht ganz so schnell zubereitet, aber mindestens ebenso köstlich sind frisch gebackene Laugenbrezeln. Hierfür bedarf es eine Vorbereitungszeit von etwa 1,5 Stunden, inklusive der erforderlichen Abkühlzeit.

Folgende Zutaten reichen für 6 Brezeln normaler Größe:

  • 250 Gramm Mehl
  • 20 Gramm Hefe
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 0,15 l Wasser
  • 10 g Butter
  • 1 l Wasser
  • 1 TL Natron
  • 1/2 EL grobkörniges Salz

Im ersten Schritt werden Hefe und Zucker in 150ml lauwarmem Wasser aufgelöst und anschließend mit dem erforderlichen Anteil Mehl in eine große Schüssel gegeben. Nun gehören noch Butter und Salz hinzu – und schon können die Zutaten zu einem Teig verknetet werden. Diesen formt man auf einer mit Mehl ausgestreuten Arbeitsfläche zu einer großen Rolle und schneidet ihn in 6 gleiche Teile. Jedes dieser Teile wird nun zu einer langen Rolle geformt, deren Mitte dick und die Enden relativ dünn sein sollten. Dann werden die entstandenen Rollen in die bekannte Laugenrezelform gebracht und für etwa 10 Minuten mit einem Tuch abgedeckt, damit der Teig gehen kann. Im nächsten Schritt bringt man 1 Liter Wasser mit einem TL Natron zum Kochen und taucht die geformten Laugenbrezeln einzeln für etwa 30 Sekunden hinein. Nachdem sie ordentlich abtropfen konnten, werden sie für weitere 30 Minuten kalt gestellt.

Währenddessen kann bereits der Backofen auf 225°C vorgeheizt werden, in dem die Brezeln für ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Anschließend werden sie nur noch einmal mit Wasser eingepinselt und wie gewohnt mit grobem Salz bestreut – und fertig ist die herzhafte Leckerei.

Wem dieser Zeitaufwand jedoch etwas zu viel ist, der kann es natürlich auch mit einer Variante aus dem Tiefkühlfach versuchen. Hier ist der Teig bereits fertig in die rechte Form gebracht und muss lediglich gebacken und mit Salz bestreut werden. Diese Methode ist zwar nicht ganz self-made, aber dennoch sehr schmackhaft und sicher eine Überraschung für spontane Gäste.

Bildnachweis: © mararie / flickr.com

Claudia Hanitzsch, Claudia Hanitzsch

Claudia Hanitzsch - Das Hobby zum Beruf machen - ein Wunsch, der mich seit Jahren begleitet und sich immer mal wieder etwas vordergründiger in mein Leben ...

rss