
- Pilzbefall - Mehltau - segovax / pixelio.de
Pilze, Viren und Bakterien schädigen die Pflanze erheblich. Der Befall mit Parasiten ist häufige Ursache durch Fehler in der Pflege. Pilzerkrankungen erkennt man an Belägen, hauchzarten Gespinnsten, fleckigem oder welkem Blattwerk und pustelartigen Gebilden. Deshalb sollte man es gar nicht erst soweit kommen lassen. Ist die Zimmerpflanze jedoch bereits geschädigt, muss man schnell handeln. Hier finden Sie eine Übersicht über die häufigsten Pilzinfektionen, Bakterien und Viren und deren Bekämpfung.
Die häufigsten Pilzinfektionen bei Zimmerpflanzen: Erkennungsmerkmale, Ursachen, Abhilfe
Echter und Falscher Mehltau
Die Blattober- und -unterseiten lassen einen ganz feinen weißen bis bräunlichen Belag erkennen. Die Ursache sind angewehte Pilzsporen. Abhilfe können Sie schaffen, indem Sie kranke Blätter abtrennen und mit Zinnkrautsud bespritzen. Hierfür etwa 500 Gramm Zinnkraut in fünf Liter Wasser einen Tag ziehen lassen, danach eine halbe Stunde aufkochen. Nach dem Abkühlen durchsieben und zum Spritzen im Verhältnis 1:5 verdünnen. Das Mittel ist als fertiges Extrakt auch im Fachhandel erhältlich.
Rußtau
Die Blätter zeigen einen dunklen, schmutzen Belag. Dieser Belag wird durch Schädlinge verursacht. Oftmals leidet die Pflanze unter einem Befall von Blatt-, Schmier- oder Schildläusen, aber auch der Weißen Fliege. Stark beschädigte, fast schwarze Blätter werden entfernt, anschließend die Pflanze kräftig mit lauwarmem Wasser abduschen, Blätter einzeln abwaschen.
Blattfleckenpilze
Auf den Blättern sind gelbe bis braune Flecken verteilt, zum Teil mit markanten Sporen. Die Pflanze hat sich infiziert. Nur ein im Handel erhältliches Fungizid kann helfen.
Rostpilze
Auf der Blattoberseite sind helle Flecken sichtbar, die Blattunterseite weist rostig-braune Häufchen auf. Die Rostpilze wurden von außen eingeschleppt. Die befallenen Blätter entfernen und mit einem Fungizid behandeln.
Grauschimmel
Blätter, Stiele oder Blüten zeigen einen gräulichen bis graubraunen Belag. Das entsteht durch zu hohe Luftfeuchtigkeit, zu viel Wasser bei kühlem Standort oder Spritzwasser. Zur Beseitigung befallene Pflanzenteile entfernen, danach die Pflanze luftig und hell stellen, Luftfeuchtigkeit senken.
Zimmerpflanzen können durch Bakterien und Viren erkranken, wobei es oftmals leider keine Abhilfe gibt. Die Vermeidung von Nässe ist oberstes Gebot, damit eine Ausbreitung verhindert wird. Erkrankte Pflanzenteile müssen sofort entfernt und vernichtet werden.
Die häufigsten durch Bakterien und Viren verursachten Krankheiten bei Zimmerpflanzen sind
- Kräuselkrankheit: Symptome sind unnatürlich gekräuselte und verkümmerte Blätter. Betroffen sind vor allem Pelargonien und Fuchsien.
- Blatt- und Ölfleckenkrankheit: Auf der Blattoberseite und an den Stengeln zeichnen sich ölige Flecken ab. Betroffen sind vorwiegend Begonien und Efeu.
- Bakteriennassfäule: Sie zeigt sich durch beginnende Fäule am Stammgrund, die sich später überall ausbreitet. Betroffen sind vor allem Zimmerkalla, Alpenveilchen und Dieffenbachie.
- Mosaik-Virus: Die Pflanze zeigt Flecken in Schattierungen von Hell- bis Dunkelgrün. Die am meisten betroffenen Zimmerpflanzen sind Orchideen, Hortensien, Ritterstern und Anthurium.
Lesen Sie auch, wie Sie Schädlinge und Krankheiten bei Zimmerpflanzen bekämpfen sowie Pflegefehler vermeiden.
Quelle: Heitz, Das große Zimmerpflanzenbuch, GU-Verlag, 2002
