
- Pirates of the Caribbean 4 - Filmplakat - Walt Disney
Vier Jahre sind vergangen, seit Captain Jack Sparrow auf der Leinwand in See gestochen ist. Nach 2003, 2006 und 2007 läuft seit dem 19. Mai 2011 der vierte Teil der "Fluch der Karibik"-Reihe unter dem Titel "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" in den deutschen Kinos. Orlando Bloom und Keira Knightley sind nicht mehr mit an Bord, dafür neben Johnny Depp aber erneut Geoffrey Rush und Ian McShane. Dazu gesellt sich Penélope Cruz.
"Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" - Die Handlung des Piratenfilms
Die Quelle der ewigen Jugend - das ist das Ziel von verschiedenen Gruppierungen: Natürlich will Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) dorthin und gabelt unterwegs seine Ex-Flamme Angelica (Penélope Cruz) auf - oder andersrum? Die alten Sparrow-Weggefährten Barbossa (Geoffrey Rush) und Blackbeard (Ian McShane) sind ebenfalls im Rennen, allerdings mischen sich auch noch die Spanier ein.
"Fluch der Karibik" - Der vierte Teil ist der erste in Digital 3D
Captain Jack Sparrow zum allerersten Mal in 3D erleben - das kann man nun mit dem vierten Teil der Saga um den tuntig wirkenden, verrückten und ständig in Fettnäpfchen tretenden Piraten. "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" überzeugt hinsichtlich der 3D-Effekte dann auch immerhin mit angenehmer Tiefenschärfe, die besonders in Meeresszenen - und davon gibt´s schließlich einige - sowie in Urwaldszenen zur Geltung kommt. Das eine oder andere Messer und Schwert, das inflationär aus dem Bild ragt, hätte man sich jedoch sparen können. Wer möchte, darf sich insgesamt gesehen gerne die 3D-Fassung zu Gemüte führen, erforderlich sind die Effekte für den Film jedoch wahrlich nicht.
Regisseur Rob Marshall drehte schon "Chicago" und "Die Geisha"
Mit dem vierten "Fluch der Karibik"-Teil inszenierte Regisseur Rob Marshall erst seinen fünften Spielfilm, trat aber bereits mit allen vier vorherigen deutlich in Erscheinung. Nach dem TV-Film "Annie - Weihnachten einer Waise" im Jahr 1999 folgten die mehrfach ausgezeichneten Produktionen "Chicago" und "Die Geisha". 2009 legte Marshall mit dem Musicalfilm "Nine" einen Kassenflop hin, der aber erstaunlicherweise vier Oscar-Nominierungen vorweisen konnte. Für "Chicago" erhielt Marshall zudem eine Oscar-Nominierung für die beste Regie. Mit "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" schuf der bereits 50-Jährige seinen größten Blockbuster. Dieser ist weit von der Qualität des ersten Teils entfernt, muss sich von den beiden vorangegangenen Teilen 2+3 jedoch absolut nicht verstecken. Es gibt allerhand Kämpfe, Gags und lustige Einfälle, dazu kommen noch Zombies und Meerjungfrauen. Das alles ist kein Knaller, der vollends umhaut, ist aber definitiv überdurchschnittlich gute Unterhaltung.
Johnny Depp als Captain Jack Sparrow auch in "Fluch der Karibik 4" dabei
Ohne Johnny Depp würde es keinen weiteren "Fluch der Karibik" geben, somit ist auch klar, dass er auch im vierten Teil wieder dabei ist. Depp kehrt damit zu seiner bekanntesten Rolle zurück, die ihm 2004 sogar seine erste Oscar-Nominierung eingebracht hat - die zwei weiteren gab es für "Wenn Träume fliegen lernen" und "Sweeney Todd". In der nächsten Zeit gibt es den Superstar darüber hinaus in etlichen weiteren Filmen zu sehen, darunter in der Romanverfilmung "The Rum Diary", in Martin Scorseses "Die Entdeckung des Hugo Cabret", in "Dark Shadows" unter der Regie seines Mentors Tim Burton (sie drehten gemeinsam "Edward mit den Scherenhänden", "Ed Wood", "Sleepy Hollow", "Charlie und die Schokoladenfabrik", "Corpse Bride", "Sweeney Todd" und "Alice im Wunderland") und einer Kinoversion der Erfolgsserie "21 Jump Street", mit der Depp 1987 seinen Durchbruch schaffte.
Penélope Cruz statt Keira Knightley und Orlando Bloom
Auf Orlando Bloom, der in den bisherigen drei Piraten-Teilen dabei war, muss der Zuschauer diesmal verzichten, ebenso auf Blooms Filmflamme Keira Knightley. Eine hübsche Frau gibt´s aber dennoch zu sehen, denn Penélope Cruz taucht als Ex von Jack Sparrow auf. Die rassige Spanierin bringt ein wenig Feuer in den vierten Piratenfilm. Die dreifach für den Oscar nominierte ("Volver", "Vicky Cristina Barcelona" - für den sie auch gewann, "Nine") Cruz spielte bereits zehn Jahre zuvor im Jahr 2001 an der Seite von Johnny Depp im Drogen-Drama "Blow". Außerdem glänzte sie unter anderem in "Open Your Eyes" und dessen Remake "Vanilla Sky", "Jamón, jamón", "Alles über meine Mutter" und "Zerrissene Umarmungen".
Auch "Blackbeard" Ian McShane und "Barbossa" Geoffrey Rush dabei
Der "Fluch der Karibik"-Reihe die Treue gehalten haben die Darsteller von Blackbeard und Barbossa: Ian McShane, der erneut Blackbeard mimt, hat hierin seine größte Rolle gefunden, trat aber schon häufig auf größerer Bühne auf. Er wurde zuletzt für seine Rolle des fiesen Waleran in "Die Säulen der Erde" für den Golden Globe nominiert und erhielt den Preis einige Jahre zuvor für die TV-Serie "Deadwood". McShane befindet sich zurzeit auf dem Zenit seiner Karriere, was beachtlich ist, wenn man bedenkt, dass er bereits seit 1962 vor der Kamera steht. Eine ebenfalls imposante Karriere hat Barbossa-Darsteller Geoffrey Rush vorzuweisen. Auch immerhin schon seit 1981 im Geschäft, wurde Rush bereits viermal für den Oscar nominiert. Er erhielt den Preis für seine Rolle in "Shine - Der Weg ans Licht" und erhielt weitere Nominierungen für "Shakespeare in Love", "Quills" und zuletzt als Sprachtherapeut im vielfach ausgezeichneten "The King´s Speech".
Fazit zur Kritik - "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten"
Das Rad erfindet der vierte "Fluch der Karibik"-Teil definitiv nicht neu. Das muss er aber auch nicht zwingend, denn er setzt perfekt da an, wo die Reihe bis dato aufgehört hatte. Zwar gibt es mit Orlando Bloom und Keira Knightley ein paar Darsteller-Abstriche zu verzeichnen, aber mit der Zugabe von Penélope Cruz, Sam Claflin ("Die Säulen der Erde") als jungem Kleriker, Zombies und Meerjungfrauen ist für genug Frische gesorgt. Der Film ist mit einer Laufzeit von 136 Minuten darüber hinaus auch nicht zu lang geraten, denn er kann über die ganze Zeit hinweg unterhalten. Die Synchronstimme von Johnny Depp mag ein wenig irritieren, da er eine andere hat als in den vorangegangenen Teilen, es ist jedoch die gleiche wie in anderen Depp-Filmen. Wem die Teile 2 und 3 der Reihe gefallen haben, der wird auch an "Pirates of the Caribbean - Fremde Zeiten" seine größte Freude haben. Die FSK-Freigabe ab 12 Jahren sorgt zudem dafür, dass auch der vierte Piratenfilm wieder zum Familienspaß werden darf.
