Pneumologie - was macht ein Pneumologe?

Die Pneumologie (griech. Lungenheilkunde) ist ein Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Lungenerkrankungen beschäftigt.

Der Pneumologe (Lungenfacharzt) ist Ansprechpartner für alle Erkrankungen, die mit der Luft, dem Atmen und den Atemwegen zu tun haben, d.h. er ist auch für Krankheiten zuständig, die nicht auf den ersten Blick von der Lunge herrühren. So ist er auch als Allergologe und Somnologe (Schlafmediziner) spezialisiert.

Früher lag der Behandlungsschwerpunkt noch auf der Tuberkulose und anderen Lungenkrankheiten, wie z.B. dem Bronchialkarzinom. In den letzten 15 bis 20 Jahren ist es jedoch zu einem erheblichen Wandel in der Pneumologie gekommen. Die Tuberkulose hat in ihrer Bedeutung stark abgenommen, auch wenn die Gefahr noch nicht gebannt ist. Andere Erkrankungen (wie z.B. allergisches Asthma bei Kindern oder COPD) hingegen haben dramatisch an Gewicht gewonnen.

Wer mit dem Facharztbesuch wartet, riskiert seine Gesundheit

Der Pneumologe ist zum „Atem-Spezialisten“ geworden. Er beschäftigt sich sowohl mit Erkrankungen der Bronchien als auch der Lunge und ist als Facharzt in besonderer Weise qualifiziert, bei den genannten Krankheitsbildern schnell die richtige Diagnose zu stellen, um schwerwiegende Konsequenzen für die Patienten zu verhindern.

Oft verstreicht viel Zeit bis Patienten sich auf den Weg zum Lungenfacharzt machen: Die Gefahr, dass z. B. aus einem lästigen und dauerhaften Husten eine chronische Krankheit wird, sollte aber nicht übersehen werden. Auch Allergien werden immer wieder unterschätzt. Viele Asthmatiker in Deutschland haben jedoch noch nie eine Pneumologenpraxis von innen gesehen.

Dabei ist der Lungenfacharzt ein Experte auf vielen medizinischen Gebieten, da sich die Krankheiten der Atemwegsorgane in verschiedenster Weise zeigen können. Zur Diagnose der unterschiedlichen Lungenkrankheiten stehen den Pneumologen eine Reihe von Methoden und Diagnosegeräten zur Verfügung. Lungenfunktionstests, Blutgasanalysen, Messung von Atmung und Kreislauf unter Belastung, Allergietests, Spiegelung der Atemwege und Röntgenuntersuchungen zeigen präzise, ob das Atemvolumen stimmt, ob Sauerstoff in die Blutbahn gelangt oder ob die Atemwegsorgane entzündet sind.

Allergien und Asthma

Doch das Behandlungsfeld der Pneumlolgen ist groß: Auch Entzündungen der Atemwege, die COPD (eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und die Behandlung von Nikotinsucht gehören dazu. Ein wichtiges Behandlungsfeld der Lungenfachärzte sind allergische Erkrankungen der Atemwege, wie Heuschnupfen oder Asthma. Die immer häufiger werdenden Allergien sollten frühzeitig behandelt werden. Bleibt eine Allergie auf Dauer unbehandelt, greift die allergische Reaktion von den oberen auf die unteren Atemwege über und kann chronisch werden. Die Diagnose lautet dann: Asthma bronchiale!

Asthma kann sehr belastend sein und das alltägliche Leben des Patienten beeinträchtigen. Doch mit einer optimalen Therapie kann man auch mit Asthma gut leben. Auch dabei hilft der Pneumologe. Er stellt den Patienten medikamentös richtig ein und schult ihn, mit der Krankheit umzugehen, ohne seine Lebensqualität einschränken zu müssen. Auf dem Internetportal Lungenatlas findet sich ein Pneumologe ganz in der Nähe.

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.

Brigitte van Hattem, www.starphotografie.de

Brigitte van Hattem - Mein Name ist Brigitte van Hattem. Ich bin Medizinjournalistin, Fernsehredakteurin, Autorin und Texterin und betreibe ein medizinisches ...

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